Iván Mendes Mesquita – der ehemalige Kokain Zar Paraguays

Pedro Juan Caballero: Hier wird die Geschichte eines Kokainschmugglers erzählt, der vor 12 Jahren nach Paraguay kam und ein riesiges Verteilernetz für Kokain aufbaute. Sein Imperium hielt jedoch nur wenige Jahre bis ihn Anti Drogen Beamte zu fassen bekamen und er später in die Vereinigten Staaten ausgeliefert wurde.

Iván Mendes Mesquita, bekanntgeworden als der „Zar“, kam in den ersten Monaten des Jahres 2000 aus Brasilien nach Paraguay und stellte sich in Pedro Juan Caballero als Geschäftsmann vor. Er war es der wenig später rund 1.000 kg Kokain monatlich durch Paraguay schleuste, was ihm einen Haftbefehl wegen internationalem Drogenschmuggel einbrachte.

Der brasilianische Pilot kaufte diverse Anwesen in Paraguay und begann mit seinen illegalen Aktivitäten in Amambay. Später dehnte er seinen Handlungsspielraum auch auf Alto Paraguay aus, wo er in einer riesigen Ranch sein Verteilerzentrum samt Flugplatz installierte. Ohne Zeit zu verlieren schmierte er so ziemlich jeden Beamten der ihm nützlich war. Mendes Mesquita ließ das meist bolivianische und kolumbianische Kokain bis in die Vereinigten Staaten fliegen und regierte alle Bewegungen von Paraguay aus.

Sein Spitznamen „Zar“ bekam er nachdem er sich mit den FARC Truppen zusammentat und bekannt wurde, dass seine einflussreichen Verbindungen bis in die USA und nach Europa reichen.

José Corredor alias „Boyaco“, einer der Anführer der FARC war der Mittelsmann, der Kontakt mit Mendes Mesquita hielt. Wie sein Kontakt wurde auch er festgenommen, wenn auch erst 2006.

Das Kokain kam mit erfahrenen Piloten aus Kolumbien, Brasilien, Surinam, Guatemala und Mexiko und hatte als Ziel fast immer die USA oder England, Holland und Italien.

Als das Anti Drogen Sekretariat Wind davon bekam, dass Mendes Mesquita von Paraguay aus agiert begannen sie eine Kooperation mit der amerikanischen Anti Drogen Behörde DEA, die auch am 24. November 2004 zu seiner Verhaftung führte.

Ein Jahr und 8 Monate wurde die Kommunikation des Mendes Mesquita Clans abgehört, um sie festnehmen zu können. Die Beamten legten sich mit dem Staatsanwalt Francisco de Vargas tagelang auf die Lauer nachdem sie erfuhren, dass eine weitere Ladung Kokain in Alto Paraguay ankommen sollte. Schlussendlich landete ein Kleinflugzeug und die Truppe schlug zu. Durch viel Glück konnte dabei auch der Chef, Iván Mendes Mesquita verhaftet werden, da er den Piloten misstraute und selbst mit flog. Neben sechs verhafteten Personen wurden auch 260 kg Kokain beschlagnahmt.

Damit wurde das bis damals größte agierende Drogennetzwerk zerschlagen. Während Mendes Mesquita sieben Monate später in die USA ausgeliefert wurde sitzen die anderen Beteiligten in Tacumbú ihre Strafe ab.

(Wochenblatt / Abc)

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