IWF mahnt wegen Risiken zur Vorsicht beim Schuldenstand

Asunción: Die internationale Organisation ist der Ansicht, dass die hohe Staatsverschuldung und die Notwendigkeit, die Schulden zu verlängern, die Region gefährden. Paraguay ist da keine Ausnahme und sollte diesem Aspekt Beachtung schenken, heißt es.

Die Covid-19-Pandemie führte zu einem Anstieg der Staatsverschuldung in den Ländern Lateinamerikas und der Karibik, einschließlich Paraguay. Dieser Anstieg erfolgte vor dem Hintergrund niedrigerer Zinssätze und Bedingungen, die sich zunehmend umkehren werden, wenn der Gesundheitsnotstand in der Welt nachlässt.

Dieses neue, rigidere internationale Szenario kann die Länder der Region in Zukunft in Schwierigkeiten bringen, wenn man die derzeitige hohe Verschuldung der Länder und die Erfordernisse der Prolongation (d.h. die Emission neuer Schulden zur Tilgung alter Schulden) berücksichtigt, um die eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen.

Dies erklärte Mauricio Villafuerte, Leiter der Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Paraguay, im Rahmen einer Veranstaltung, die vor einigen Tagen in den Räumlichkeiten der Zentralbank Paraguays (BCP) stattfand. Dem Sachverständigen zufolge sind die Risiken für Paraguay nicht ausgeschlossen, auch wenn sein Schuldenstand niedriger ist als der anderer Länder.

“Die hohe Staatsverschuldung und die Umschuldung sind eine der größten Schwachstellen der Region, vor allem wenn wir an ein Szenario steigender internationaler Zinssätze denken. Im Falle Paraguays wären die Risiken im Vergleich zu anderen Ländern der Region geringer, aber in jedem Fall ist es ein wichtiger Risikofaktor, der in Zukunft berücksichtigt werden muss”, erklärte er.

Aus den Berichten des Finanzministeriums geht hervor, dass die Staatsverschuldung in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Im Jahr 2015 machte der Schuldenstand des Landes nur 15 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, aber dieser Wert stieg im Laufe der Zeit, insbesondere zwischen 2020 und 2021.

Im Jahr 2016 stieg die Äquivalenz auf 17,3 % des BIP, während sie 2017 auf 18,2 Prozent gestiegen war. Im Jahr 2018 stieg die Zahl auf 19,7 % und 2019 auf 22,9 %. Mit dem Ausbruch der Coronavirus-Krise stieg der öffentliche Schuldenstand um mehr als 10 Prozentpunkte auf 33,6 %. In diesem Jahr war der Anstieg geringer, erreichte aber immer noch den Gegenwert von 34,6 % des Bruttoinlandsproduktes.

Zinsen verschlingen einen Teil der Einnahmen

Ein weiterer Aspekt, der in den Statistiken des Finanzministeriums auffällt, ist der allmähliche Anstieg des prozentualen Anteils der Einnahmen der Staatskasse, der für den Schuldendienst des Landes verwendet wird. In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, dass nach den Zahlen des jüngsten Berichts über die finanzielle Lage des Staates vom September letzten Jahres zwischen dem neunten Monat des Jahres 2021 und dem gleichen Monat, aber im Jahr 2020, ein Anstieg von fast 20 % bei den Zinszahlungen der Zentralverwaltung zu verzeichnen war.

Ende September letzten Jahres belief sich der für Zinszahlungen ausgezahlte Betrag auf 1,9 Billionen Guaranies (etwa 286 Millionen US-Dollar zum aktuellen Wechselkurs), während im Zeitraum von Januar bis September 2021 ein Betrag von 2,3 Billionen Guaranies (fast 335 Millionen US-Dollar) ausgeführt wurde.

Wochenblatt / Última Hora

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