Journalisten wegen Korruptionsverdacht entlassen

Asunción: Der Fernsehsender Telefuturo hat die Reissleine gezogen. Beide in einer Liste genannten Moderatoren, Gabriela León und Víctor Pesoa, wurden vom Sender entlassen.

Beide Pressevertreter bat man zu kündigen, als diese der Aufforderung nicht nachkamen, entließ man sie. Im Gegensatz zu anderen Medien, wie Ñanduti oder SNT, entschied man sich hier rigoros zu handeln. Auch wenn sie keine Zahlungen von Seiten des korrupten Ex-Generals Benítez erhalten haben sollten, würde der Eindruck entstehen, dass der Sender damit leben könne. Zudem ist dies eine Handlungsweise die von staatlichen Institutionen übernommen werden sollte, auch wenn dies so einfach nicht umzusetzen ist.

Wochenblatt / Hoy

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8 Kommentare zu “Journalisten wegen Korruptionsverdacht entlassen

  1. ne, das ist gemein. wie sollen die beiden denn jetzt leben? und wovon? die können doch nix, nicht einmal kochen.
    für täglich PatiodeComida und Botoxinjektion braucht man schon ne feste Anstellung. Das ist unmenschlich!

  2. Wem gehört Telefuturo? Wenn es ein “ öffentlicher Sender“ ist, können die ja bei Cartes nachfragen, der hat bestimmt noch Platz in seinen Medien für “ Unbestechliche“

  3. Telefuturo gehört Antonio J. Vierci, ebenfalls schwerreich wie der Zigarettenking Horacio Cartes in Milliarden US$, dem S6, Stock, ex-España und noch ein paar weiterer Dutzend Firmen und Zeitungen gehören. Aber bei der Cartes-Gruppe sind die beiden sicherlich besser aufgehoben.

  4. Kuno Gansz von Otzberg

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    In Zeitungsberichten ueber A.J. Vierci (die Vierci Sippe wanderte anfangs 1900 aus Genua ein und stellte sich schon frueh mit Stroessner auf freundschaftlichem Fuss) bringt deren Konkurrent HC in seinem Pressemedium, dass der Alte Vierci seine Journalisten mit Autos ohne Klimaanlagen rumfahren laesst da man so einige Tropfen Sprit sparen koennte. Auch die sommerliche Chacohitze in den Supermercados Stock ist auf abgeschaltete Klimaanlagen zurueckzufuehren – die Rechnung an die ANDE faellt dadurch geringer aus. Genauso wie HC soll Vierci mit Alkoholika zu Ansehen, Ruhm und Reichtum gekommen sein – er selber wollte allerdings mal Pfaffe werden, ist aber irgendwie niemals dazu gekommen.
    Siehe hier die verschiedenen Firmen des Vierci Konglomerats: https://www.lanacion.com.py/politica_edicion_impresa/2018/05/28/antonio-j-vierci-la-historia-detras-de-una-inmensa-fortuna-de-origen-turbio/.
    Ganz koscher ist dieser genuese nicht zu seinem Reichtum gekommen – aber wen juckts, als dem Herrgott selber.

    1. „Auch die sommerliche Chacohitze in den Supermercados Stock ist auf abgeschaltete Klimaanlagen zurueckzufuehren“
      Ich bin bei Stock noch nie ins Schwitzen gekommen. Sie dürfen auch nicht vergessen, dass ohne Klimaanlage manche Waren wegen der Luftfeuchtigkeit schnell verderben.

      1. Ich muss sagen, ich bin früher im Stock öfter ins Schwitzen geraten, das lag aber nicht an den nicht fehlenden Klimaanlagen sondern nur an den Preisen, aber mittlerweile nehmen die sich nicht mehr viel mit den “ hochsicherheits überwachten “ Supermärkten, wo mehr bezahlte Sicherheitsleute rumlaufen als Kunden. Das macht das einkaufen beim Stock wesentlich angenehmer.

  5. Kuno Gansz von Otzberg

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    @Anton
    Als ich kurz in Asuncion war, hatte man regelmaessig Raumtemperatur in den Stock Einkaufstempeln (zumindest denen zur Avda Dr. Francia hin und im Zentrum von Asuncion). Der muffig warme Geruch der Lebensmitteln wie Brot, Kekse uns Galletas schlug einem entgegen und viele der Lebensmittel waren sowieso schon nahe am Verfallsdatum. Man braucht nur die Fleisch und Milchprodukte in verschlossenen Glastruhen und Schraenken kalt zu halten (geringerer Frierraum spart Kuehlkosten) – der Rest kann ruhig auf Raumtemperatur gelassen werden, genauso wie der Kunde ohne dass was verdirbt.
    Das war wenigstens meine Erfahrung obzwar ich nur kurz in Asuncion war aber lange genug um eine kaputte Klimaanlage auszuschliessen die nicht waehrend meiner Anwesenheit haette repariert werden koennen.
    Das mit den hauseigenen Journalisten von Ultima Hora stand in der Zeitung als diese deswegen und wegen ausstehender Gehaelter und Weihnachtsgeld streikten – die Raedelfuehrer der Streikisten wurden schwups entlassen und „weiter zog die Karavane waehrend die Hunde kurz einmal aufbellten“.

  6. Naja, Mainstream- Journalisten in Deutschland sind eigentlich keinen Deut besser. Eher schlimmer. Da werden Informationen unterschlagen, Wahrheiten verdreht oder gleich gelogen und sehr einseitig (links) berichtet.
    Der mehrfach ausgezeichnete Reporter Claas Relotius als Beispiel.

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