Juliette einen Monat vermisst: Mord, Entführung oder Rache?

Emboscada: Am Morgen des 15. April sah ein Angestellter von Reiner Helmut Oberüber Juliette zuletzt gegen 9:00 Uhr mit ihrer Mutter auf dem Grundstück herumlaufen. Sie sagte ihre Tochter spielend mit den Ziegen da gelassen zu haben.

Die beiden Tiere wurden Tage später etwa 10 km vom Haus entfernt in einem völlig verlassenem Gebiet gefunden. Um dahin zu kommen hatten Ermittler zu Fuß drei Stunden gebracht. Dass Juliette mehr als 50 Meter allein läuft ist undenkbar.

Es vergingen 24 Stunden, bis die Polizei eine Vermisstenanzeige durch die Mutter erhielt. Daher verging nicht nur wertvolle Zeit für die Suche verloren, sondern es blieb auch Zeit wichtige Beweise verschwinden zu lassen. Weswegen man keine Hilfe anfordert oder Angestellte nach Hause schickt und belügt, in dem man ihnen sagt, man habe sie bereits gefunden, ist verstörend und macht verdächtig.

Erst am Abend des 27. April nahm die Staatsanwaltschaft Proben von Kleidung des Stiefvaters und dem Mädchen, wo angebliche Blutflecke sichergestellt wurden. Später als menschliches Blut eingestuft fehlen bis heute die DNA Analyse um sie zuordnen können.

Obwohl die Staatsanwaltschaft und die Polizei sagen, dass alle Hypothesen aufrecht erhalten werden sollten, als Mord, Entführung und Rache haben sich die Ermittlungen auf die erste Variante gerichtet, da sie ausgebildete Hunde zum Aufspüren Leichen verwendeten und Ausgrabungen im Boden durchgeführt wurden.

Die Mutter Lilian Zapata ist überzeugt, dass sie ihre Tochter verschleppt wurde und bestreitet ihre Teilnahme ihres Lebensgefährten Reiner Oberüber am Verschwinden. Beide sind die einzigen Angeklagten und Gefangenen, jedoch nur wegen der Verletzung der Sorgfalts- und Verlassenheitspflicht.

Juliettes Vater, Stephan Le Droumaget, der seine andere Tochter Charlotte bereits aus dem Bereich gerettet hat und zu sich in die Schweiz bringen ließ, bittet um weitere Ermittlungen gegen Reiner Oberüber und glaubt, dass seine Ex-Frau Lilian unschuldig ist.

Wochenblatt / Hoy

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8 Kommentare zu “Juliette einen Monat vermisst: Mord, Entführung oder Rache?

  1. Kaneshapillai Kanagasuntharam

    Bis heute sind keine Forderungen von allfälligen Entführern eingegangen. Jedenfalls nicht, dass es kommuniziert würde. Also kann Entführung faktisch ausgeschlossen werden. Jedoch kann sie von ET abgeholt worden sein und da habens andere Zahlungsmittel.
    Bleibt also ein Verbrechen oder ein Unfall. Wenn hiesig Polizei 10 Kilometer Luftlinie, zu den gefundenen Ziegen zurücklegt und ein solch professionelles Verhalten auch bei der Untersuchung auf Verbrechen vorlegt, dann kann man davon ausgehen, dass da Kindergärtner am Werk sind.
    Allein das Vorgehen in den ersten Wochen bestätigen Kinderarbeit von hiesig Polizei und Justiz. Mussten vier mal hin bevor die Tatverdächtigen verhaftet wurden. Zwischenzeitlich müsstens schon das Grundstück des Alemam de M. umgegraben haben, haben seine verbuddelte Plata aber noch nicht gefunden.
    Der ganze Dreck, mit dem der deutsche Stiefvater bis heute beworfen wurde ist bis heute noch keinen Deut mit Wahrheit behaftet.
    Zur Aufklärung des Falls wäre die Inanspruchnahme einer Unterstützung von professionellen Ermittlern aus dem Kongo Afrikas zweckmäßig. Und hiesig Polizei und Justiz könnte noch etwas lernen.

  2. Zunächst muss ich das gezeigte Bild von Herrn Oberüber gedanklich ausblenden. Ansonsten würde ich ihn, bei meinen bisherigen Erfahrungen, mit Kriminellen verbinden. Leider scheint die Polizei keine Erkenntnisse zu seiner Vita zu haben. Weder ob er sich sein Aufenthaltsrecht rechtmäßig erworben hat, noch ob es gesetzliche Konflikte bei seinem Leben in Deutschland gab. Nun über Entführung oder Rache als Grund für das Verschwinden zu spekulieren, scheint mir bei diesem Kind, das in seiner Familie offenbar nur als lästig empfunden wurde, nicht nachvollziehbar. Nach bisherigen Aussagen von Zeugen wäre dies eher eine Gefälligkeit für die Familie gewesen. Gleichzeitig macht es die Mutter dringend tatverdächtig wenn man sich mit ihrem Verhalten und ihren Aussagen dazu beschäftigt. Sie hatte zu Anfang versucht die Suche nach ihrem Kind zu verhindern.
    Die Kleine war einfach lästig und sollte endlich verschwinden. Die Gründe die letztendlich jetzt zu der Tat geführt haben wären aufzuklären. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kommen dafür nur die Personen im Haushalt als Täter in Frage.

    1. Sofern die Polizei nur das geleistet hat, was bisher kommuniziert wurde ist das extrem beschaemend. Ein Problem kann natürlich sein, daß die Ermittlungsergebnisse auf die Beteiligung einflussreiche Paraguayer verweisen und dadurch ein Stillstand herrscht.
      Das Problem hat die Polizei auch in der BRD, wenn plötzlich ein Anruf erfolgt in dem es heisst die Spur darf nicht weiter verfolgt werden und sämtliche Unterlagen zu einer bestimmten Verdächtigen Person sind zur Vernichtung herauszugeben.

  3. Ohne irgendjemand vorverurteilen zu wollen:

    Stimmt es, dass das Kind erst nach 24 Stunden vermisst gemeldet wurde? In einem früheren Artikel meine ich gelesen zu haben, dass die Vermisstenanzeige auch nicht durch die Mutter, sondern durch einen Lehrer aufgegeben wurde.
    Ist das richtig? Wenn ja- warum nicht durch die Eltern?
    Was haben die Eltern in der Zwischenzeit getan? Wie haben sie die Nacht verbracht? ist es richtig, dass ein Arbeiter, der das Kind suchen wollte, sogar weggeschickt wurde?
    Ich will gar nicht ausschließen, dass diese Fragen vernünftig beantwortet werden können. Aber sie müssen auf jeden Fall gestellt gestellt werden.

  4. Vom Deutschen wuerde man annehmen dass er die Kleider vom Mord sofort verbrennt und diese nicht noch aufbewahrt. Soviel Hirn muss man doch haben – allerdings duerfte sich das Hirn nach Begehen eines Mordes wohl zeitweise verabschieden. Niemand, ausser offensichtlich Paraguayer bewahrt Tatgegenstaende auf. Auch haetten sie genug Zeit gehabt den Mord sorgfaeltig zu planen.
    Im anderen Artikel weiss der Franzose auch nicht viel zu sagen ausser Mutmassungen.
    Irgendjemand muss aber schliesslich was wissen sagt es aber nicht. Da scheinen „Projekte“ und handfeste Interessen im Hintergrund mitzuspielen – Deutschenhass, na ja, nicht unbedingt. Allerdings nach Auffinden der Faelscherdruckerei die einem Deutschen gehoert, duerften sich kriminelle Elemente unter den Deutschen in Paraguay doch ueberproportionell viel befinden. Von anderen Nationalitaeten hoert man kaum sowas, was entweder auf gute Vertuschung und Protektionismus beruht oder die sind eben viel „besser“ als die Deutschen.
    Eine Dokumentenfaelscherwerkstatt zu betreiben duerfte durchaus lukrativ sein. Es scheint als ob sich ne Einwanderungsmafia gebildet hat wie schon durchsickerte dass Oberueber wohl ein Altenheim auf seinem Grundstueck geplant hatte, woraus dieses „Projekt“ dann bestand. Bezeichnenderweise fallen beide Faelle, Oberueber und die Faelscherwerkstatt in einem engen zeitliche Rahmen, sowie der Fall Loewen-Penner-Bajac auch deren Unternehmen ja ein Einwanderungsbuero war. Altenheim, Dokumentenfaelscher und legales Einwanderungsunternehmen passen in diese Struktur recht gut zusammen. Gibts da Verbindungen? da wir ja in einem Land leben wo jeder jeden irgendwie kennt, und jeder kennt einen der „Dinge beschleunigt“. Fliegt da gerade ein Teil der Einwanderungsmafia auf?

  5. @nurmaso Die Fakten sind gut aufgeführt.
    Was noch fehlt ist, das hier der Markt wert alleinstehender paraguayischer Muetter durch die paraguayische Justiz auf das Niveau unvermittelbar herabgesetzt wurde. Hier wurde der neue Lebensgefährte der Mutter , der sie in seiner Herzensguete trotz Kinder aufgenommen hat wegen mangelhafter Fuersorge fuer die fremden Kinder eingesperrt.
    Wer den Sachverhalt verfolgt wird also zukünftig bei der Partnerinnenwahl Paraguayerinnen mit Kindern wegen des hohen Risikos ablehnen. Eine Paraguayerin mit behindertem Kind ist sogar auf Ramsch Niveau.
    Der Sachverhalt selber ist mit gutem Willen, an dem es offensichtlich fehlt, innerhalb von 1 bis 2 Wochen aufklaerbar. Man muss als Staatsanwaltschaft nur wissen welche Fragen man welchem Unternehmen stellt und muss die Rechnungen fuer diese Antworten bezahlen.

    1. Es geht bei Liaisonen hauptsaechlich um die Intimteile die eigentlich alleinig eine Maske tragen sollten.
      Bekanntlich denkt der Schwanz nicht.
      Wenn du jetzt bei den Paraguayern nach einer Frau ausschau haeltst die „noch keinen Mann erkannt hat“, so wirst du lange schauen muessen denn die meisten haben sich irgendwann ein Kind „eingefangen“. Es geht bei denen frueh los und eine Kinderlose findest du meist nie und diejenigen die Kinder haben haben die meist von verschiedenen Vaetern in deren lange Reihe du dich auch stellst. Das muss doch Oberueber bewusst gewesen sein. Patchwork Familien bergen halt immer gewisse Risiken und Probleme – nur eben am Anfang der Liaison denkt der Mensch nicht sehr.

  6. Glauben heisst nichts wissen ! Fakt 1. Unfähig mehr als 50 mtr. zu laufen und niemand findet sie. Fakt 2. Hausziegen entfernen sich nicht 10 Km vom Haus. Zur Dunkelheit sind sie zurück. Fakt 3. Der Mann ist reich, hat Besitz. Fakt 4. Er ist bekannt in der :Reichsbürger“ szene. Resultat: 1. Das ist Rache durch Entführung und Erpressung. Niemand wird sie hier finden. 2. Der Mann wird arm werden. Sein Besitz in viele Taschen fliessen. 3. Seine Freundin vetschwindet in due Schweiz
    Fakt 5. Es kommt als Antworz noch ein blöder Kommentar mit Streichhölzern, Polarbierdosen und Bibelversen.

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