Kampf der Informalität: Neue Strategien zur Rettung der Sozialversicherung

Asunción: Der Ökonom Hugo Roig erklärte, dass die Informalität die Einnahmen der Sozialversicherungsbehörde IPS drastisch reduziert, da tausende Arbeitnehmer außerhalb des Beitragssystems stehen. Zudem kritisierte er die gängige Praxis, über Jahrzehnte nur Mindestbeträge einzuzahlen, um die Gehälter erst am Ende des Berufslebens künstlich hochzuschrauben – was das Gleichgewicht zwischen Beiträgen und Leistungen massiv verzerrt.

„Die Menschen zahlen wenig ein und beziehen sehr lange Leistungen“, betonte Roig und unterstrich damit ein Ungleichgewicht, das den Rentenfonds in Zukunft zum Einsturz bringen könnte.

Der Experte verwies auch auf das Problem des Rentenalters: Da die Menschen immer länger leben und produktiv bleiben, ändern sich weltweit die Paradigmen der Ruhestandsplanung. Roig plädierte für umfassende Anpassungen, da eine höhere Lebenserwartung faktisch weniger Beitragsjahre und mehr Jahre im Ruhestand bedeutet.

„Wir leben immer länger und immer besser. Wenn wir sehr jung in Rente gehen, bedeutet das, dass wir nur wenige Jahre eingezahlt haben, aber viele Jahre lang eine Rente beziehen“, hob er hervor.

Angesichts dieser Herausforderungen fordert Roig dringende Reformen, um die formelle Beschäftigung zu fördern, die Untererklärung von Löhnen zu bestrafen und die Investitionen des Fonds zu optimieren.

„Solange wir ein junges Land sind, müssen wir im Rentensystem Ersparnisse bilden und diese schützen. Denn wenn die Bevölkerung älter wird und wir mehr Rentner als aktiv Erwerbstätige haben, müssen wir auf diese Ersparnisse und die Zinsen zurückgreifen“, so sein abschließendes Urteil.

Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv

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