Katastrophale Zustände beim Militär im Chaco

Asunción: Nachdem ein Selbstmord eines Soldaten im Chaco für Aufregung sorgte, kamen jetzt Details ans Licht, die katastrophale Zustände bei den Militärposten im Chaco offenbaren. Aber der Tod brachte einige Verantwortliche zur Einsicht.

Insgesamt gibt die Militärführung, nach einer Anfrage durch das Büro des Bürgerbeauftragten, nur vier Millionen Guaranies im Jahr für fünf Militärposten im Chaco aus. Das Budget dient zum Unterhalt und der Instandsetzung.

Nach dem Selbstmord von dem Feldwebel Juan Ángel Adorno Peña, über den wir hier ausführlich berichteten, hat sich der Bürgerbeauftragte eingeschaltet, um ernsthaft zu untersuchen, was an den Orten im Chaco wirklich passiert.

Peña prangerte die prekären und unmenschlichen Zustände, in denen er und seine Kameraden auf dem Militärstützpunkt Teniente Américo Picco del Chaco Dienst schieben würden, an.

Der psychologische Druck, ohne jede Art von Nahrung zu leben, sowie die ständige Weigerung von Vorgesetzten, ihre Familien auch in den Ferien sehen zu dürfen, seien Motive gewesen, die Peña angeführt hätten, sein Leben zu beenden.

So schlimm es auch klingen mag, aber dank diesem Vorfall werden Renovierungsarbeiten an dem Militärstützpunkt und hoffentlich auch anderen im Chaco durchgeführt sowie das Budget für den Unterhalt erhöht.

Anmerkung der Redaktion: Wegen der wissenschaftlich belegten Nachahmerquote nach Selbsttötungen haben wir uns entschieden, in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche zu berichten, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Dann gestalten wir die Berichterstattung bewusst zurückhaltend und verzichten, wo es möglich ist, auf Details. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

Wochenblatt / Paraguay.com

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