Katueté: Jungtier des Yapok oder Yhapo gesichtet, einer „extrem seltenen“ Schwimmbeutler-Art

Katueté: Ein Jungtier des Yapok wurde im Distrikt Katueté im Departement Canindeyú gefunden. Dieses Exemplar, auch bekannt als Wasserschwimmbeutler, Wasseroppossum oder Wasserbeutelratte, ist eine extrem seltene Art und das einzige im Wasser lebende Beuteltier der Welt.

Der Agraringenieur und Umweltmanagement-Berater Luis Recalde erwähnte, dass es sich um die einzige aquatische Beuteltierart handelt und dass ihr Name direkt von den Guaraní-Wörtern y (Wasser) und der Wurzel apo (machen/tun) abstammt, was als „der, der im Wasser arbeitet“ übersetzt werden könnte.

„Es ist die einzige aquatische Beuteltierart, Begegnungen sind extrem selten und ihr Erhaltungsstatus ist unbekannt“, kommentierte der Experte, der zudem die Schwimmhäute an den Pfoten des Tieres hervorhob.

Wie im Video zu sehen ist, fand die Entdeckung und Sichtung in einem Wohnhaus in der Gegend von Katueté statt. Recalde machte keine weiteren Angaben zum genauen Ort oder dazu, ob das Tier gerettet und in seinen Lebensraum zurückgebracht wurde.

Was die Wissenschaft über den Yapok sagt

Tier-Fachseiten erwähnen, dass der Yapok (Chironectes minimus) eine „Art aus der Ordnung der Beutelrattenartigen (Didelphimorphia) und der Familie der Beutelratten (Didelphidae) ist, und die einzige der Gattung Chironectes, die sich durch ihre Fähigkeiten im Wasser auszeichnet“.

Das Fachportal Animalia beschreibt das Verhalten der Tiere wie folgt:

„Wasserbeutelratten sind Einzelgänger. Sie leben in Bauen am Flussufer und kommen in der Dämmerung heraus, um zu schwimmen und nach Beute zu suchen, die sie am Ufer fressen. Sie sind hervorragende Schwimmer und Taucher; sie nutzen ihre breiten, mit Schwimmhäuten versehenen Hinterpfoten, um sich mit abwechselnden Stößen durch das Wasser zu bewegen. Die Hinterpfoten sind zudem symmetrisch, was die Kraft gleichmäßig auf beide Ränder der Membranen verteilt; dies erhöht die Effizienz der Fortbewegung des Yapoks im Wasser. Der lange Schwanz dieser Tiere hilft ihnen ebenfalls beim Schwimmen. Wenn sie bedroht werden, springen Wasserbeutelratten meist ins Wasser und entkommen so oft ihren Fressfeinden.“

Herkunft des Namens

Im Gegensatz zu der aus dem Guaraní stammenden Erklärung deuten wissenschaftliche Quellen darauf hin, dass der Name „Schwimmhand“ bedeuten könnte – abgeleitet vom griechischen cheir (Hand) und nectes (Schwimmer), aufgrund der Membranen zwischen den Zehen der Hinterpfoten.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass der Name Yapok auch vom Fluss Oyapock in Französisch-Guayana abgeleitet sein könnte.

Wochenblatt / Última Hora

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