Kein Verhandlungsspielraum bei Ñacunday

Asunción: Die Gruppe Landbesetzer, angeführt von Victoriano López beharrt darauf, dass die Fläche welche Brasiguayos haben etwa 30.000 Hektar sind weswegen das Angebot von der Regierung, welche 5.000 Hektar außerhalb der Zone anbot, ausgeschlagen wurde.

Der Versuch den Konflikt aus der Zone von Ñacunday zu verlagern ging ins leere. Die Landbesetzer wollen genau diese Ländereien und das schon seit Monaten. Räumungsbefehle oder die Tatsache, dass sie ohne geeignete Maschinen diese Fläche niemals bearbeiten können hält sie davon keineswegs ab.

Regierungsvertreter trafen sich gestern mit Victoriano López, dem höchsten Mitglied der Landbesetzerszene und offeriertem ihm und seinen Anhängern 5.000 ha Land.

Das Treffen was in der Präsidentenresidenz Mburuvicha Róga stattfand, hatte ebenso die Schaffung einer neuen Kommission als Resultat mittels welcher der Konflikt beigelegt werden kann. Miguel Ángel López Perito führte die Unterredung.

Obwohl der Ort der besagten 5.000 ha noch unbekannt ist will López nur eines, die besten und ergiebigsten Ländereien des Landes, am Rio Paraná gelegen.
Insgesamt sind es rund 12.000 Personen, die in Ñacunday damit drohen weitere Grundstücke zu besetzen, unter ihnen rund 1.000 Kinder.

Victoriano López erklärte, „Wir akzeptieren nicht, dass uns der Staat Land kauft. Ñacunday ist eine Frage der Souveränität“.

Mit dieser Aussage steht eines fest, es geht nicht unbedingt darum das Land zu besetzen sondern die Brasilianer, meist mit deutschen Wurzeln, zu vertreiben und somit Fremdenhass zu schüren. Innenpolitisch eventuell vorteilhaft für Lugo wegen unzähligen Wählerstimmen ist das Thema Ñacunday außenpolitisch ein Desaster, da Brasilien beginnt Druck zu machen, damit es nicht zur Annullierung der Grundstückstitel kommt.

(Wochenblatt / La Nación)

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6 Kommentare zu “Kein Verhandlungsspielraum bei Ñacunday

  1. das ist wie in süd afrika….die anderen bauen es auf, und dann kommen diese personen, und schreien…wir wollen land…nach 10 jahren ist alles wildnis, erstens keine maschinen und wenn maschinen kein service und sie denn schrott, und ausserdem bringen sie nicht denn nötigen ehrgeiz mit, um was aufzubauen.

    ich denke das da im hintergrund sich einige bereichern wollen…zum beispiel der lopez…für nichts würde er nicht so kämpfen.
    mal sehen was rauskommt.

  2. WC_ente Sie treffens Richtig nur Haben sie vergessen was vor Tagen in der Zeitung stand ,jede Einschreibung fuer Land kostet die Carperos 290’000 Guaranies und es sind wie weiter oben steht 12’000 Personen auch durch 8 Personen pro Familie gibt das noch die stattliche Summe von 1500 Eingeschriebenen also 435’000’000 Guaranies. Dann kommen noch die mindestens zwei Versammlungen pro Monat wo ALLE eingeschriebenen erscheinen muessen sonst verlieren sie ihre Rechte auf das Land, jeder muss dann wieder Geld ablegen, angeblich dass die Dirigenten in Asuncion verhandeln koennen und die sooowichtigen Advokaten bezahlen. So leuft das.

  3. —— Die Rechtsunsicherheit steigt ständig ———
    Ja, die Rechtsunsicherheit in Paraguay nimmt ständig zu.
    Es ist dringend anzuraten, höhere Justizbeamte als Freunde zu haben. Wer sie nicht hat, muss tief in die Tasche greifen, um der Gerechtigkeit nachzuhelfen. Es ist so wie bei der Versteigerung, „wer bietet mehr“! Das Ganze nennt man dann Korruption. Mal im ernst, das ist in Paraguay wirklich schlimm! Die Paraguayer mögen mir verzeihen, wenn ich dieses so deutlich sage.

  4. Die Rechtsunsicherheit ist doch nach 1870 durch über 100 Jahre Korruption und Landklau durch die Oligarchie entstanden. Jetzt habt Ihr den Salat. Ihr führt eine verlogene Diskussion. Natürlich sind jetzt insbesondere die mittelgroßen Landbewirtschafter, die, sagen wir, in den letzten 10 bis 40 Jahren Land gekauft oder sonstwie erworben und es bewirtschaftet haben – sich aber nie für die Geschichte interessiert haben – ggf. jetzt die Dummen. Aber hey, was würdet Ihr denn sagen, wenn Ihr eines Morgens in Euren Garten schauen würdet und da hätte sich ein Landbaron breit gemacht und würde Soja anpflanzen und Euch aus Eurem eigenen Garten rausschmeißen mit dem Argument, daß Ihr das Land (Garten) nicht profitabel bewirtschaften würdet. Wenn man schon auf das Eigentumsrecht pocht, dann aber bitte gleiches Recht für alle und nicht wie in Paraguay in den letzten Dekaden Usus für den mit der stärkeren Faust.

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