Keine 27 Tage

Asunción: Während viele Insassen Monate brauchen, um einen Fluchtplan auszuarbeiten und umzusetzen, gibt es Menschen, die keine Zeit verschwenden und damit noch Erfolg haben.

Gustavo Ángel Reyes Fernández, der seit 4. Januar 2019 im Staatsgefängnis wegen bewaffneten Überfalls auf einen Biggie Supermarkt in Untersuchungshaft saß, spazierte in Seelenruhe mit einem Besucherausweis heraus. Auch beim Herausgeben des Personalausweises fiel den Wärtern kein Unterschied zwischen Bild und Mann auf.

An Besuchstagen können Häftlinge Besuch erhalten. Diese bekommen neben der Besucherkarte auch einen Stempel auf ihren Unterarm. Beide Sachen identifizieren die Person als Besucher. Im Falle von Gustavo Reyes, kam ein Cousin zu Besuch und überließ ihm alle Kleidung sowie seine Besucherkarte, bevor dieser zwei Sicherheitskontrollen täuschen konnte. Wie Reyes zu dem Stempel kam ist noch unklar. Der Gefängnisdirektor, Arnoldo Caballero, vermutet, dass ein Wärter involviert war. Der Cousin, Nelson Iván Palma Álvarez, sitzt im 4. Kommissariat in Untersuchungshaft.

Was die Flucht ebenso ermöglichte war die Ruhe die Reyes an den Tag legte, als er insgesamt sechs Sicherheitsschleusen vom Pavillon Libertad bis vor das Eingangstor überwand.

Wochenblatt / Abc Color

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