Keine echte Enttäuschung, mehr eine Bestätigung

Asunción: Am gestrigen Mittag wurde versucht ein Haftbefehl gegen den Präsident des Instituts für ländliche Bildung (Indert) zu vollstrecken, nachdem dieser und seine Kollegen Bestechungsgeld einforderten um Ländereien im Chaco zu titulieren.

Getreu dem Motto „Nehme mit was geht“ agierte anscheinend Mario Verga als Präsident des Indert, wo Ländereien diverser Größenordnungen an Bauern vergeben werden. In den letzten 50 Jahren wurden durch die Landbehörde besonders Colorado Politiker mit großflächigen Ländereien bedacht, die später, nach Ablauf der Frist zu Gold gemacht wurden.

Da das System anscheinend immer noch einwandfrei funktioniert wurde von einem Antragsteller die Summer von 200.000 US-Dollar zur Titulierung einer Landfläche im Chaco gefordert, was zur Anzeige führte. Ein Jeder, der vom Indert etwas möchte, weiß das ohne Geld sich nichts bewegt. Wenn die Summen jedoch in solche Sphären steigen, ist eine Anzeige manchmal unausweichlich.

Mario Abdo, dessen Regierung, wie alle anderen zuvor, auch von zahlreichen Skandalen rund um korrupter Minister und Behördenleiter, keine Vorbildfunktion einnimmt, entließ Vega kurz nach der Anklage. Die Verhaftung konnte jedoch bisher nicht vollzogen werden. Auch sein Vorgänger der Cartes-Regierung, Justo Cardenas, kam ebenso in Untersuchungshaft wegen ungerechtfertigter Bereicherung. Wegen dieses Falles steht noch ein Urteilsspruch aus.

Wochenblatt

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5 Kommentare zu “Keine echte Enttäuschung, mehr eine Bestätigung

  1. Ein Verbrecher folgt dem nächsten Verbrecher auf den angesehenen Position des Landes. Meist alle aus der gleichen Partei. Kein Wunder also, warum in Paraguay so viele Menschen in diese allgegenwärtige Partei streben – schließlich kann man ja nie wisse, für was einem die Parteizugehörigkeit noch zu Nutzen sein kann. Der Staat als Beute – das ist das einzigste Ziel dieser verdammten Verbrecher und Volksschädlinge!

  2. Och, ein weitere, der die fünf Jahre ausm „Trog des Steuerzahlers Essen“ nicht durchgehalten hat. Wenigstens hat er vorgesorgt und muss die nächsten 2000 Jahre nicht aufs Sozialamt. Aber der Arme darf ab morgen nicht mehr zur Arbeit. Welch eine Strafe. Es wird sich schon ein Amigo finden lassen – keine Sorge – der vielleicht bis Ende Amtszeit durchgreift ins Trögchen, pardon, durchhält am Trog des Steuerzahlers. Ja, ganz bestimmt sogar. Dann muss er gehen und dem neuen Amigo Platz machen. Die Zeit für den Neuen ist also kurz. Toi, toi, toi.

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