Keine Gnade ohne Kennzeichen

Es wird nicht zurück gerudert, sagen die Behörden. Ab 1. Januar werden alle Kraftfahrzeuge mit einer Geldbuße bestraft, die kein oder ein abgelaufenes Kennzeichen haben. Alle involvierten Dienststellen, insbesondere die Straßenpolizei, treffen Maßnahmen zur Koordinierung bei den Kontrollen.

In den Zulassungsstellen von Asunción, Ciudad del Este, Caaguazú und San Lorenzo verzeichnete man in den letzten Wochen einen verstärkten Anstieg der Fahrzeughalter. Das nationale Auto-Zentralregister (RUA) führte mehrere Sitzungen mit verschiedenen Institutionen durch, unter anderem mit der Stadtpolizei (PMT), der Nationalpolizei und Straßenpolizei.

Ein Vertreter der RUA, Rechtsanwalt Andres Hermosilla, erklärte folgendes Vorgehen: „Die Kontrollen werden im Januar beginnen, das ist sicher. Es wird die Verkehrsteilnehmer treffen, die kein oder mit abgelaufenen Kennzeichen am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Wir sind dabei, die Einzelheiten untereinander abzustimmen, damit alle Kontrollorgane einheitlich vorgehen“.

Der Direktor der Straßenpolizei, Luis Christ Jakobs, sagte, die Strafe für ein Fahren ohne Kennzeichen beträgt 700.000 Guaranies. Hermosilla fügte an, man habe einen leichten Anstieg bei den Zulassungen feststellen können, besonders im Fokus waren natürlich der Großraum Asunción und andere Ballungszentren. „Die Dunkelzimmer dürfte aber immer noch hoch sein, wir schätzen, dass über eine Millionen Kraftfahrzeuge, hauptsächlich Motorräder ohne gültige Kennzeichen oder Papiere zirkulieren. Es werde sicherlich eine Kulanzregelung bis Februar 2015 geben, jedoch wer ohne Kennzeichen fährt, darf dies nicht erwarten“, sagte er. Heute früh gab jedoch der Leiter der Nationalpolizei, Francisco Alvarenga, in einer Pressekonferenz bekannt, dass man die Vorschriften stringent ab dem 01.01.2015 umsetzen werde. Es scheint anscheinend noch Abstimmungsprobleme unter den einzelnen Behörden zu geben.

In San Lorenzo beklagten die Antragsteller die langen Wartezeiten und schleppende Bearbeitung. Ein anderer Motorradbesitzer in der Nähe von Villarrica beschwerte sich über die hohen Kosten. „Mein Motorrad ist über drei Jahre alt und ich muss trotzdem 500.000 Guaranies an Gebühren zahlen, für neue Motorräder sogar 750.000 Guaranies, das steht doch in keinem Verhältnis. Wie soll ich das bei einem Tagelohn von 50.000 Gs. bezahlen?“, fragte er.

Er fügte weiter an, viele Delinquenten werden sich das Fahrzeug beschlagnahmen lasse, und es nicht mehr auslösen. Sie holen sich dann ein neues Motorrad auf Abzahlung und werden versuchen, sich irgendwie durchzumogeln.

Quelle: Ultima Hora

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1 Kommentar zu “Keine Gnade ohne Kennzeichen

  1. Der Punkt ist der das die Kennzeichen einfach zu teuer sind .Warum für ein Blechschild 700000 Guaranie bezahlen wenn man ein Moped fährt und jedes Jahr sowieso beim Municipalidad bezahlen muss. 100000 Guaranie für ein Moped hätten es auch getan und dann mit viel mehr Erfolg ,das die Leute sich ein Schild holen.
    Frage mich immer wo da die linken Gewerkschaften sind wenn es nur um den kleinen Mann geht und nichts dabei verdient werden kann.Hier könnten die sich stark machen weil kleine Leute einfach mit so einer Summe von 700000 Guaranie überfordert sind.

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