Keine weitere Kontaktaufnahme erfolgt

Nach der Entführung des 17 Jährigen Franz Wiebe aus Río Verde, kontaktierte die EPP die Familie noch nicht wieder. Die ersten sieben Tage der zwei Wochen-Frist zur Zahlung von 700.000 US-Dollar sind schon verstrichen.

Der zuständige Staatsanwalt Joel Cazal weiß nichts von einer zweiten Kommunikation zwischen EPP und der Familie Wiebe-Boschmann, nachdem ihnen eine Karte vor einer Woche übergeben wurde.

Die nachträglich identifizierten Entführer sind die altbekannten EPP Mitglieder Osvaldo Villalba, Manuel Cristaldo Mieres, Lucio Silva, Antonio Bernal Maíz, Domingo Ovelar und Esteban Marín.

Am vergangenen Freitag, so forderte es die selbsternannte paraguayische Volksarmee, wurde ein Kommuniqué vorgelesen, in dem sie die Sojabauern beschuldigten Flüsse zu verunreinigen und dem Staat keine Steuern zu bezahlen.

Inwiefern die Mennoniten der Zone wirklich eine EPP Steuer zahlen müssen oder tun bleibt vorerst ungeklärt. Ob die Entführung des Jungen eine Repressalie war oder eine Verwechslung ist nicht sicher. Allerdings soll eine solche Steuer schon seit 5 Jahren eingetrieben werden, wie die Tageszeitung Última Hora, in Bezugnahme auf die Aussage eines der Gemeindemitglieder, berichtete. Anscheinend wurde alle die Mennoniten von der EPP erpresst, die in Río Verde und Nuevo México, nahe Santa Rosa del Aguaray und Manitoba sowie Santa Clara nahe Tacuatí landwirtschaftlichen Aktivitäten nachgingen.

Da anscheinend Zahlungen ausblieben griff die EPP zur Entführung, wie vermutet wird.

Die selbsternannte paraguayische Volksarmee hat derzeit drei Geiseln, Edelio Morínigo (seit 761 Tagen), Abrahán Fehr (seit 362 Tagen) und Franz Wiebe Boschman (seit 7 Tagen).

Quelle: Última Hora

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