Klimawandel wird Paraguay schwächen

Eine Studie von der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) hat die Auswirkungen des Klimawandels, vor allem der starken Regenfälle und Unwetter, in Paraguay untersucht. Diese Parameter könnten dazu führen, dass unser Land jährlich 2% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis zum Ende des Jahrhunderts verlieren wird.

In einem anderen Presseartikel wurde das schon einmal im kleinen Rahmen angedeutet. Ausschlagegebend sei die hohe Abhängigkeit von der Landwirtschaft, sagt der Bericht “Die Ökonomie des Klimawandels in Paraguay“ aus, der am vergangenen Donnerstag vorgestellt wurde.

Hierbei hat man die Auswirkungen des Phänomens auf die Land-und Viehwirtschaft, die Gesundheit, die Wasserressourcen und die biologische Vielfalt bewertet.

Der Bericht stellte fest, dass Paraguay sehr anfällig für den Klimawandel wegen seiner Abhängigkeit vom Primärproduktionssystem und der Infrastruktur ist. Im Bereich Logistik und Service befindet sich das Land immer noch auf der Stufe eines Entwicklungslandes.

Laut der Studie wären die Gesamtauswirkungen des Klimawandels auf die Wirtschaft zwischen 80,2 und 14,3 Milliarden US Dollar in der Zeitspanne von heute bis zum Jahr 2100 im Fall einer kontinuierlichen Erhöhung der Durchschnittstemperatur von 4,2 Grad Celsius und zwischen 50,2 und 9,7 Milliarden US Dollar im Falle eines Temperaturanstiegs von 3,4 Grad Celsius im gleichem Zeitraum.

Anfänglich hätten die Berechnungen für den oben genannten Zeitraum bei beiden Szenarien ergeben, dass Unternehmen in der Landwirtschaft eine Produktivitätssteigerung verzeichnen können, die aber dann erheblich einbrechen werden, insbesondere im Falle der Soja. Familienbetriebe würden eine signifikante Reduktion der Produktivität schon am Anfang der Periode verzeichnen, die auch soziale Auswirkungen haben könnte.

Wirtschaftswissenschaftler Juan Ridge, vom Zentrum für Analyse und Verbreitung der paraguayischen Wirtschaft (CADEP), sagte, er stimme dem Bericht zu, das Land ist stark abhängig von der Landwirtschaft und Viehzucht, somit muss auch das Wetter mitspielen. Die Regierung werde jedoch die Folgen mildern. Die Hochrechnungen können nicht vorhersagen, welche Vorkehrungen dazu getroffen werden sollten. Die Aussichten müssen nicht so negativ sein, wie sie aufgezeigt wurden.

Quellen: La Nación / Wikipedia: Yenia Rivavola

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