Kolping Paraguay: Beschuldigung wegen Aneignung eines Grundstücks

Fernando de la Mora: Die Direktoren der Stiftung Kolping Paraguay weigern sich, laut einem Zeitungsartikel von La Nación, ein bebautes Grundstück in Fernando de la Mora zu verlassen, das sie seit fünf Jahren besetzen ohne Miete zu zahlen.

“Sie hatten einen Mietvertrag, der jedoch am 27. Oktober 2014 auslief. Der Eigentümer, Nelson Aguilera, informierte die Stiftungsmitglieder, dass der Vertrag abgelaufen und die Immobilie zurückgegeben werden muss, wenn kein neuer Vertrag unterzeichnet wird. Nichts passierte“, so der Anwalt Juan Manuel Casco.

“Aguilera ging 2017 in Fernando de la Mora zu Gericht um einen Räumungsprozess einzuleiten. Vertreter der Kolpingstiftung Paraguay zweifelten an der Kompetenz des Richters José Fernandez und ließen das Berufungsgericht in San Lorenzo darüber entscheiden. Dieses stellte jedoch fest, dass Richter José Fernandez aus Fernando de la Mora für Immobilien in Fernando de la Mora zuständig ist. Danach begannen die juristischen Schikanen“, so der Anwalt weiter.

“Die Anwälte der Organisation, angeführt von Marcial Bordas, finden immer neue Schikanen, um den Prozess auszubremsen, zu lähmen, die Räumung zu verhindern oder eine Zahlung anzuordnen. In 2017 begann der Prozess um die entgangenen Mieteinnahmen von der Stiftung Kolping Paraguay oder Olaf Christian von Brandenstein einzufordern. Wieder einmal wurde die Kompetenz der Richterin angezweifelt. Brandenstein versicherte, dass er nicht verantwortlich sei, sondern die Stiftung, während die Stiftung Olaf von Brandenstein als Verantwortlichen benennt. Mit solchen Aktionen kann man einen Prozess zum Erliegen bringen“, unterstrich Juan Manuel Casco.

Erwähnenswert in dem Zusammenhang ist, dass der Anwalt der Organisation, Marcel Bordas, kurz vor der bevorstehenden Räumung eine Klage wegen Verfassungswidrigkeit einbrachte, die jedoch vom Obersten Gerichtshof zurückgewiesen wurde. Der Richter konnte danach die Räumung umsetzen.

“Richter José Fernández aus Fernando de la Mora hat den Fall auf seinem Schreibtisch liegen, wurde jedoch von der Gegenseite bedroht diese Räumung nicht umzusetzen. Der Eigentümer der Immobilie, Nelson Aguilera, starb vor ein paar Tagen an einem Herzinfarkt“, sagte Anwalt Casco abschließend.

Wochenblatt / La Nación

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9 Kommentare zu “Kolping Paraguay: Beschuldigung wegen Aneignung eines Grundstücks

  1. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Wahnsinn!
    Das bestaerkt und bestaetigt doch ganz „die Fuzellier“.
    Was fuer eine Saubande diese Kolping – der paraguayer versteht das direkt so dass alle „alemamm’s“ so sind. Der Eigentuemer des Pachthauses duerfte an diesem Rechtsstreit verstorben sein. Seine Erben sollten den „von Zunz“ des indirekten und verursachten Mordes anklagen. Ich geh aber davon aus dass die Erben nicht genug Geld dafuer haben und die Taschen der Vatikan-Kolping endlos tief sind dank des Zehnten der braven Katholiken.
    Johan Tetzel laesst gruessen!
    Der paraguayer wuerde dieses Problem schon lange privat mit nem Revolver, Pistole oder angeheuertem Meuchelmoerder geloest haben denn eine andere Loesung scheint in Paraguay auch nicht in Sicht.
    Ich kann mir nicht vorstellen dass dieselben Leute in Deutschland Saubermaenner waren denn wenn sies hier so treiben trieben sie es im deutschen Justizsystem genauso. Nur eben in DOeCh’l werden die Sauereien schoen vertuscht wo in Paraguay wenigstens sich noch ein paar Zeitungen ueber dieses Schindluder aufregt.
    Die Fuzellier falsche Papiere verpassen und heimlich ins naechste Flugzeug setzen – in einem Unrechtsstaat ist man auf solche drastische Maassnahmen angewiesen. Wie im Fall der drei Weihnachtsmaenner aufm Rentierschlitten Arrom, Marti und der andere Nikolaus.
    Mord durch Gerichtsprozess und korrupte Anwaelte duerfte die Todesursache des Miethauses sein. Was fuer ne Schande dieser Adelige. Von „Noblesse oblige“ wohl noch nie was gehoert – Adel verpflichtet.

  2. Das beste wäre doch jeden Erdenbürger alle paar Jahre von einem Computerprogramm an einen anderne Ort zu losen. Deshalb auch ein Chip im Hirn mit (Los)Nummer. Der Computer, der sich selber wartet, ist dann der Herrscher auf Erden. Das wäre dann digitalisiertes Asyl und die perfekt faire Welt. Alles andere ist einfach völlig unlogisch und es wird immer unlogischer je mehr man internationalisiert. Irgendwann rettet man dann den Selbstmorattentäter oder den Serienmörder vor der Todesstafe oder soll das Leben einer orientalischen Prinzessin welches nur aus Shoppen in London und Paris besteht per Steuergeld (inklusive deren Schutz und Bewachung) finanzieren, weil dieser in ihren Palastzimmern langweilig ist.
    Wie ich schon sagte, wer kann privat finanzieren und organisieren, ansonsten Pech. Wie viele Menschen gibt es, die recht haben und HiIfe bräuchten, aber weil das Kleingeld fehlt oder ein anderer mehr hat, schaut man durch die Finger. Da ist es auch pech, weil man kein Günstling ist.

  3. Das Kolpingwerk ist eine KATHOLISCHE SOZIALEINRICHTUNG! Das muß man sich mal auf der Zunge vergehen lassen. Eine Schande ist diese Einrichtung und hat mit christlichen Werten und Grundsätzen nicht das allergeringste zu tun. Man sollte sich den Namen der Einrichtung, sowie auch den Namen des Rechtsanwaltes gut merken, der sich für derlei zweifhafte Machenschaften hergibt.

  4. naja, Herzinfakt im günstigen Zeitfenster. Kann ja jeder glauben der es will. Vermutlich wurde nicht weiter nachgeforscht, was denn den Herzinfakt ausgelöst hat?

  5. Diese beiden Anwälte Brandenstein & Bordas betreiben eine gemeinsame Anwaltssozietät (http://www.olaf-von-brandenstein.com/)
    Offensichtlich werden dort alle Tricks der Prozessführung beherrscht, wobei ich mir erspare hier einzelne zu benennen.
    Es ist belustigend und beängstigend wenn man sieht, wie solche „Superadvokaten“ die Justiz Paraguays vorführen. Allein die Möglichkeit einen Richter zu bedrohen um eine gerichtliche Maßnahme –hier die Räumung- nicht umzusetzen, zeigt wie unzulänglich und erbärmlich dieses Rechtssystem ist.
    In diesem „Karpfenteich“ fühlen sich „Superadvokaten“ sauwohl.
    Diese Presseveröffentlichung geht den beiden Anwälten genau so am Ar..h vorbei, wie die Veröffentlichungen zu Fuzzelier.
    Zur Ehrenrettung der Kolping Stiftung Paraguay muss gesagt werden, dass eine juristische Person nur den Eindruck erwecken kann, wie ihn deren menschliche Organe durch welche sie vertreten wird, hier u. a. durch Direktor Olaf Christian von Brandenstein vorgeben. Die juristische Person selbst ist ohne ihre menschlichen Organe (Vertreter) denk- und handlungsunfähig.
    Allerdings bleibt die Frage offen, duldet der zentrale Kolpingverband dieses Gebaren oder wird er getäuscht?

  6. „Allerdings bleibt die Frage offen, duldet der zentrale Kolpingverband dieses Gebaren oder wird er getäuscht?“
    Oder sieht er wegen Gewinnmaximierungweg?

  7. Kolping, oder Kinderhilfswerk oder egal welche Stiftung, überall gehen die Gelder seltsame Wege, nur nicht dahin wofür diese gedacht sind. Ich kenne mittlerweile mehre hier in Py, die Gelder aus Deutschland beziehen, sich von diesen Geldern einen großen Palast bauen, aber für die ,das Geld bestimmt ist, nichts tun. Weil keiner kontrolliert oder die die kontrollieren sollen, selber den großteil abzwacken.,

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