Koreanisch in Asunción

Am Montag wurde das neue Ampelsystem, gespendet von der Internationalen Agentur für Zusammenarbeit aus Korea (KOICA), in der Hauptstadt einem Testlauf unterzogen.

Dieser sorgte für große Verwirrung bei den Verkehrsteilnehmern, von denen die wenigsten die Anzeigetafeln in koreanischer Sprache verstanden. Die neuen, elektronischen Schilderbrücken, an der Straße Mariscal López und weiteren Verkehrsadern zogen auch die Passanten in ihren Bann. Innerhalb kürzester Zeit verbreiteten sich die Bilder im Internet und auf den sozialen Plattformen.

Die Gemeinde von Asunción gab sofort ein Statement über ihren offiziellen Twitter-Account und erklärte darin, die Verkehrsinformationstafeln wurden nur für wenige Minuten getestet, man befinde sich noch in der Programmierungsphase. „Sobald die Konfiguration abgeschlossen ist, werde jede Elektroniktafel in Spanisch sein“, so die Erklärung.

Über dieses neue Medium sollen Informationen über die aktuelle Verkehrssituation angezeigt und alternative Routen angeboten werden. Anhand der Farbsymbolik erkennt man den möglichen Verkehrsfluss, rot bedeutet Stau, gelb langsamer Verkehr mit 20 Kilometer pro Stunde und grün signalisiert freie Fahrt.

Die Information über die Verkehrsdichte erfolgt mit Hilfe von verlegten Lichtwellenleitern, die gleichzeitig in der neu gebauten Leitzentrale an der Küstenstraße ausgewertet werden, parallel dazu findet eine kontinuierliche Erhebung der Geschwindigkeiten aller Fahrzeuge mit Hilfe einer neuen Radartechnik statt.

Die Verkehrsteilnehmer bekommen auch Informationen über Unfälle, Straßensperren oder Bauarbeiten, sodass sie sich frühzeitig darauf einstellen können.

Quelle: ABC Color, Foto: Facebook

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6 Kommentare zu “Koreanisch in Asunción

  1. Manchmal denke ich mir, man lebt in einer verkehrten Welt. Gibt es, wo auch immer, eine Erneuerung oder eventuelle Verbesserung in der Stadt, liest man, es ist gespendet. In der Stadtverwaltung von Asuncion hat man um die 8.000 Angestellte. Mindestens um die Hälfte zu viel. Die meisten davon politische Günstlinge, die im besten Fall das ABC kennen, aber sonst nur „Arschkriecher“ sind. Also keinerlei Qualifikation aufweisen. Von solchen Leuten wird man dann kontrolliert, sofern man einen Betrieb hat.

    Über 92% der Steuereinnahmen müssen für das Personal aufgewendet werden. Wir Idioten (ich meine damit in erster Linie mich und noch ein paar Andere die sich identisch fühlen) zahlen pünktlich ihre Steuern, damit dieses parasitäre Volk am Leben bleibt.

    Braucht man daher etwas Geld für Infrastruktur, geht man betteln. Es findet sich immer jemand, wo man schnorren kann. Da ein LKW, dort eine Blechampel etc.. Traurig eine Landeshauptstadt die vom Betteln leben muss.

    Und solch ein Bürgermeister strebt nun auch noch die Wiederwahl an. Na ja, Geld hat er in Hülle und Fülle. Im Moment wird ausgelotet, wie die Chancen für eine Wiederwahl stehen. Schließlich wollen einige führende Persönlichkeiten nicht aufs falsche Pferd setzen.

  2. Die Wartungsarbeiten, aber vor allem die Wartungskosten dieser Verkehrsleitsysteme sind immens. SPÄTESTENS nach
    1 Jahr wird man darauf höchstens noch Werbebänder drauf laufen sehen…….Herzlich willkommen Asuncioner, zumindest unterm alten Nick

  3. @ Asuncioner

    Ich verstehe Asuncioner, wenn auch nur teilweise.
    Neben den Parasiten bei Stadt und Staat gibt es aber auch noch die genauso parasitären Einwanderer, die hier steuerfrei leben, nichts bezahlen, aber grosse Forderungen an Infrastruktur haben. Ich betone hier die Einwanderer, da es sich bei den Lesern hier wohl grösstenteils um Einwanderer oder Paraguayinteressierte handelt, die eine Einwanderung ins Augo fassen könnten.

    1. Wir von der Redaktion sind nicht so sicher, welche die größte Lesergruppe ist. Die Kommentare kommen fast nur von aktuellen, ehemaligen oder zukünftigen Einwanderern. Es gibt aber weitere Lesergruppen, die sich an den Kommentaren nicht oder nur sehr selten beteiligen.

    2. parasitär ? inwiefern ?….ich bin mir sicher das Alle Dachler die geforderten Steuern für Fahrzeuge oder ihre Anwesen pünktlich bezahlten. Das gleiche gilt an den Mautstellen. Desweiteren bringen die Ausländer Devisen in dieses Land und schaffen zudem Arbeitsplätze. Liegen wir diesem Staat in irgendeiner Form auf der Tasche ? Ziehen sie sämtliche Extranjeros ( Dachler, Argentinier, Brasilianer ) aus diesem Land und ich versichere Ihnen, es gibt kein verarbeitendes Unternehmen mehr in diesem Land, von Industrie ganz zu schweigen.
      Parasitär verhält sich doch eher das Land Paraguay, das sich ausnahmslos von Billigskrediten oder Spenden anderer Länder weiterentwickelt.

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