Korruption und seine Interpretation

Asunción: Da das nationale Anti Korruptionssekretariat unter anderem als Aufgabe hat, staatliche Funktionäre daran zu hindern sich illegal zu bereichern und Posten nicht ungerechtfertigt zu besetzen um damit riesige Gehälter zu rechtfertigen, könnte man davon ausgehen, dass die Mitarbeiter eine Vorbildfunktion einnehmen.

Im Falle des 2012 gegründeten Anti Korruptionssekretariats (Senac) zeigt sich wie nachlässig mit staatlichen Ressourcen umgegangen werden kann. Insgesamt 22 Angestellte hat das Sekretariat wovon 12 an andere Institutionen ausgeliehen wurden. Die zehn Personen in der Dienststelle sind sieben leitende Angestellte, davon zwei Generaldirektoren und drei Direktoren, sowie eine Ministerin (María Soledad Quiñónez Asti) und ein Generalsekretär, des Weiteren ein Buchführer, eine Sekretärin und natürlich eine Putzfrau. Demnach gibt es mal abgesehen von nicht existierender Arbeit, die nicht verrichtet werden kann auch kein Personal, welches von den Leitenden angewiesen wird.

Die Regierung ist trotz alle dem anscheinend davon überzeugt, das Löhne von 8,4 bis 24,4 Millionen Guaranies je Posten gerechtfertigt sind. Immerhin war die Gründung dieser Institution nur auf Anraten aus dem Ausland zustande gekommen, da somit Investoren das Gefühl gegeben wird, etwas gegen die ausufernde Korruption zu unternehmen. Die Presse in Deutschland findet nun auch Spaß an der Berichterstattung.

(Wochenblatt / Abc)

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7 Kommentare zu “Korruption und seine Interpretation

  1. So langsam kann man sich an diesen Lachnummern gewöhnen, was sich die Politbonzen alles ausdenken um viel Geld für keine Arbeit zu erhalten und welch ein Glück, hat das Ausland dabei geholfen, wir wollten es ja nicht, aber das Ausland hat es ja angeregt.

  2. Ich gehe davon aus, dass der niedrigste Lohn von 8,4 für die Putzfrau und die höchsten Löhne von 24,4 Mio. Gs. für die „Generaldirektoren“ sind.
    Nicht schlecht für eine Putzfrau, nicht schlecht für die „Generaldirektoren“, welche wahrscheinlich keine qualifizierende Prüfung sondern die Parteizugehörigkeit auf ihre Posten hievte.

    1. Es wird aufgeraeumt, dauert nur noch etwas. Alles ziemlich dreckig und unordentlich. Der Anfang wurde aber schon gemacht. Der Besen, Putzeimer, Reinigungsmittel , steht alles schon bereit zum Einsatz. Gekehrt wurde ja schon ein bisschen;-) schliesslich muss der ganze Dreck weg, auch in den letzten Ecken!

    2. Diese Gehälter sind vollauf gerechtfertigt. Man muss doch bedenken, wie moralisch fest die Angestellten sein müssen, welch hohe Belastung sie täglich hätten, wenn sie arbeiten würden.
      Das muss schon richtig honoriert werden. Stellt man sich mal vor, dass die Putzfrau, wenn sie arbeiten würden, zuviel Putzmittel nimmt und ein Direktor, Generaldirektor, Minister, Präsident, Präsidialministrant, Obergeneraldirektor, Präsidialdirektor oder gar Ministronedirektor rutscht aus, verstaucht sich den Steiß – weil er schlank wie eine Gerte sein wird, bei dem mikrigen Gehalt – und kann dann—– im entscheidenden Augenblick, wenn es um den Kampf gegen die Korruption geht, nicht auf seiner Schlafcouch liegen im Büro, im Sessel sitzen wollte ich schreiben. Der Schaden für die dumme Allgemeinheit wäre immens.

  3. Mich nimmt es wunder ob wir diese Veröffentlichungen dem Präsidenten Horacio Cartes oder einzig der Presse (ABC Color) zu verdanken haben. Unter der Regierungen früherer Präsidenten wurden solch extrem lächerlichen sowie extrem verbrecherische Zustände nicht veröffentlicht. Hat sich mit H. C. doch etwas verändert? Schön wäre es jedenfalls, wenn es nicht nur bei der Aufklärung bleiben würde sondern es bei solchen Extremen auch wirkliche Veränderungen gibt. Es kann doch nicht sein, dass sich nichts ändert.

    1. Beiden. h.c.gefaellt das. klar wird sich etwas aendern. clever unser presi, er versteht seine aufgabe. noch kein jahr an der macht und was in dieser kurzen zeit schon alles ans tageslicht gekommen ist, die gute stube wird aufgeraeumt.richtig aufgeraeumt:-)

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