Asunción: Keine Panik vor einem Weltuntergang, aber Astronomie-Fans sollten die Teleskope bereithalten: Am Samstag nähert sich ein gigantischer Brocken unserem Planeten. Während die Nordhalbkugel die beste Sicht hat, gibt es auch für uns in Paraguay eine Chance – wenn das Wetter und der Mond mitspielen.
Am morgigen Samstag wird ein riesiger Asteroid in sicherer Entfernung an der Erde vorbeifliegen. Wie die Europäische Weltraumorganisation (ESA) mitteilte, besteht absolut keine Kollisionsgefahr. „Die Annäherung eines Objekts dieser Größe kommt nur alle paar Jahre vor“, erklärte Juan Luis Cano vom ESA-Büro für planetare Verteidigung. Allerdings gibt es für Beobachter einen kleinen Haken: Der hell leuchtende Mond könnte die Sicht auf das Himmelsspektakel erschweren.
Fast zwei Kilometer groß und pfeilschnell
Der kosmische Brocken wurde bereits 1997 entdeckt und trägt die wissenschaftliche Bezeichnung (152637) 1997 NC1. Schätzungen zufolge, die auf der Reflexion des Sonnenlichts basieren, hat der Asteroid einen gigantischen Durchmesser zwischen 750 und 1.650 Metern – er ist also im Extremfall fast zwei Kilometer groß!
Seinen erdnächsten Punkt erreicht der Felsbrocken am Samstag um 11:14 Uhr GMT (das ist 07:14 Uhr paraguayischer Ortszeit) mit einer rasanten Geschwindigkeit von 8,9 Kilometern pro Sekunde. Zu diesem Zeitpunkt ist er gut 2,5 Millionen Kilometer von uns entfernt – das entspricht der 6,66-fachen Distanz zwischen Erde und Mond. Ein Einschlag ist somit absolut ausgeschlossen.
Der Blick in den Himmel über Paraguay
Für uns in Paraguay und auf der gesamten Südhalbkugel gilt: Während des direkten Vorbeiflugs am Samstagmorgen (unserer Zeit) haben wir leider das Nachsehen, da der Asteroid zu diesem Zeitpunkt nur von der Nordhalbkugel aus zu sehen ist.
Aber aufgepasst: Sobald sich der Brocken wieder von der Erde entfernt, wandert er in unser Sichtfeld! In klaren Nachtregionen wird er theoretisch mit kleinen Teleskopen oder sogar sehr leistungsstarken Ferngläsern am Nachthimmel zu erkennen sein. Wer also am Wochenende einen Blick riskieren will, sollte sich ein dunkles Plätzchen außerhalb der hell erleuchteten Städte suchen, vorausgesetzt natürlich, dass das Wetter mitspielt.
Wochenblatt / Beitragsbild Archiv















