Kosten für ein Ticket vom Pendlerzug: 6.000 Guaranies

Asunción: Noch ist der erste Spatenstich für den Pendlerzug zwischen Asunción und Ypacaraí nicht erfolgt, aber die möglichen Kosten sind schon einmal veröffentlicht worden.

6.000 Guaranies sollen die Pendler für eine Fahrt mit dem Zug bezahlen müssen. Jedoch sind dabei noch keine staatlichen Subventionen enthalten.

„Es ist eine Schätzung von dem Preis des Tickets, ohne Subventionen, aber wir können noch nicht weiter darüber diskutieren, weil wir immer noch die Kosten anpassen“, erklärte Roberto Salinas, Präsident der staatlichen Eisenbahngesellschaft Fepasa von Paraguay.

Die größte Herausforderung besteht darin, dass der Plan Investitionen in Höhe von 350 Millionen USD erfordert, die laut Experten nicht mit der geplanten Anzahl von Passagieren (zwischen 150.000 und 300.000 pro Tag) abgedeckt werden. Das würde notwendigerweise staatliche Subventionen erfordern.

Das Geschäftsmodell, das den elektrischen Pendlerzug umsetzen soll, ist ein Joint Venture oder anders ausgedrückt ein Risikoteilungsvertrag, der durch das Gesetz 117/91 geregelt wird. Das heißt, Fepasa wird einen privaten Partner haben, um die Bauinvestitionen durchzuführen.

Diese private Gesellschaft muss außerdem alle Betriebskosten decken und die über 30 Vertragsjahren getätigten Investitionen zuzüglich eines angemessenen Gewinns aus den Einkünften der Nutzer zurückfordern. Wenn das nicht genug ist, erhalten Sie für jedes verkaufte Ticket einen Zuschuss vom Staat.

Marcelo Wagner, ehemaliger Präsident von Fepasa, sagte, dass das erste, was definiert werden muss, um das Projekt voranzutreiben, die Freigabe des Bahnstreifens sei, um Konflikte zu vermeiden, wie es heute bei der Entwicklung des Metrobus-Projekts passiere.

„Wenn man den Forderungen der Anwohner nicht zustimmt, um friedlich und einvernehmlich die Bahntrasse wieder zurückzugewinnen, gibt es Reibereien, wie in den Metrobus-Werken, die das Projekt unnötig in die Länge ziehen werden“, erklärte Wagner.

Wochenblatt / Ultima Hora

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7 Kommentare zu “Kosten für ein Ticket vom Pendlerzug: 6.000 Guaranies

  1. Deutsches Hygeniemuseum

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    Ein Euro von Asuncion nach Ypacaraí mit dem Pendlerzug? Das ist billig. Zwei Euro wären auch noch billig. Drei Euro wären auch noch billig. Aber ein Euro, das ist wirklich billig. Wahrscheinlich so billig wie die Qualität der Planung, Umsetzung, Unterhalts, Dienstleistung und des Rückbaus.

  2. an d. Deutsches Hygeniemuseum
    …das 3 Euro für d. Mehrheit ein halbe Tageslohn ist nehmen sie nicht wahr, anscheinen haben sie genug Geld zu Verfügung!!- ja d. deutschen (wenn nicht alle) mit d. große Klappe…

  3. Wenn sich diese Bahn nicht selbst wirtschaftlich tragen kann, wird es eine Totgeburt werden. Wie soll der Staat Paraguay auf Dauer die Fahrpreise subventionieren können und vor allem von was? Außerdem muß berücksichtigt werden, daß es auch bei diesem Projekt genug Schmarotzer geben wird, die sich schon heute ausrechnen, was sie dabei möglichst dauerhaft verdienen können. Solange die Bahn nicht in Betrieb geht, glaube ich nicht daran. Sprüche und Pläne gibt es gar viele.

  4. Da wird das Fell des Bären mal wieder verkauft, bevor man den Bären überhaupt getroffen hat?
    Ich stimme „Deutsches Hygeniemuseum“ zu, ich hab mir angewöhnt, hier alles in Tageslöhne umzurechnen um echte Vergleiche anstellen zu können.
    50.000Guranie bekommt ein Hooker, das ist also mehr als ein zehntel Tageslohn so ne Pendlerfahrt.

  5. Martin Schwingenheuer

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    Man sollte von Anfang an die Kosten niedrig halten, indem man erstens nach einigermaßen gut erhaltene Gebrauchtzügen Ausschau hält. Zweitens vorläufig auf eine teure Elektrifizierung der Trasse verzichtet. Drittens, wie im Artikel erwähnt, ist zu hoffen, die Eigentumsfrage bezüglich der Trasse im Vorfeld klären zu können, bevor man irgendetwas bestellt oder kauft.
    lg:

  6. Stefan Krasulsky

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    350.000.000 Dollar sind nach 6,4 Jahren bei einem Ticketpreis von einem Dollar und nur 150.000 Passagieren pro Tag (untere Grenze) wieder erwirtschaftet.

    Die Investitionskosten sollten ohnehin über mehr als 30 Jahre abgeschrieben werden.

    Bleibt genug Luft für Betriebskosten und Instandhaltung sowie Rücklagen.

    Wenn ich 500.000.000 Euro besäße, ich würde heute mit dem Bau beginnen und die Elektrifizierung in 5…10 Jahren einplanen.

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