Krankenhäuser vor dem Kollaps

Asunción: In den letzten Wochen gab es einen dramatischen Anstieg von Patienten mit Influenza und Bronchitis. Einige Konsultationen konnten nicht mehr erfolgen, die Patienten wurden in andere Krankenhäuser geschickt.

In der Kinderklinik Acosta Ñu in San Lorenzo haben sich die Fälle von Atemwegserkrankungen stark erhöht. 280 Patienten wurden in der Notaufnahme täglich registriert, insgesamt gab es 400 Konsultationen.

Dr. Pio Alfieri, Direktor für den Servicebereich des Krankenhauses, berichtete, dass durchschnittlich 15 Kinder stationär aufgenommen würden, 80% von ihnen haben Atemwegserkrankungen. Mindestens ein Kind muss jeden Tag auf die Intensivstation verlegt werden, aufgrund von Risikofaktoren, wie Herzkrankheiten oder anderer Vorerkrankungen.

Mittlerweile wurde die Bettenkapazität durch organisatorische Maßnahmen erhöht. Sie soll bis Ende Juli Bestand haben.

Im Zentralkrankenhaus des Instituts für soziale Fürsorge (IPS) in Asunción schaut es nicht viel besser aus. Hier steigen die Zahlen von Patienten mit Grippesymptomen oder Atemwegserkrankungen ebenfalls deutlich an. Bis Mitte Juli, so ein Kliniksprecher, dürften sich auch in dem Sektor die Zahlen noch erhöhen.

Dr. Mabel Peralta, vom Hospital de Clinicas, ist beunruhigt über die ansteigende Zahl der Konsultationen. Einige konnten nicht mehr angenommen werden. Die Patienten mit leichten Symptomen wurden auf andere Krankenhäuser verwiesen.

Peralta fordert mehr Eigeninitiative, wie warme Kleidung und eine vernünftige Ernährungsweise. Dies könne schon die Zahl etwas verringern. Ihr Appell ging vor allem auch an die Erziehungsberechtigten, Kinder bei den wechselhaften Wetterverhältnissen richtig anzuziehen.

Vom 1. Januar bis 20. Mai diesen Jahres gab es insgesamt 199.418 Konsultationen mit einer grippeähnlichen Erkrankung, berichtete das Gesundheitsministerium. 103 Tote wurden in der Zeit mit solchen Symptomen registriert.

Quelle: ABC Color

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2 Kommentare zu “Krankenhäuser vor dem Kollaps

    1. Außerdem ist es so, daß die Masse der Paraguayer nach meinen Beobachtungen wegen jedem Wehwehchen gleich in „Panik“ geraten, zum Arzt rennen und nach einem Medikament schreien. In der Stadt viel eher als auf dem Land, denn dort sind die Menschen nicht so wehleidig. Dann sitzen sie stundenlang in der Klinik und infizieren sich erst recht mit allerlei Bakterien und Vieren die in den Warteräumen in Massen auf „neue Opfer“ warten. Erkältung oder eine Grippe kann man meistens mit alten Hausmitteln heilen und sie dauern ohne Medikamente zwei Wochen – mit Medikamenten 14 Tage. Ich war z.B. seit 14 Jahren nicht einmal bei Arzt, während mir die Paraguayer immer raten, schnellstens in´s Hospital zu gehen, wenn ich irgend eine Beschwerde habe. Und ich dachte immer „ein Indianer kenne keinen Schmerz“.

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