“Motochorro oder Astronaut, es liegt in den Händen der Lehrer“

Asunción: Der Minister für Bildung und Wissenschaft, Enrique Riera, hob die Bemühungen der Regierung in dem Bildungssektor hervor. Er gab aber auch den Lehrern konkrete Hinweise und forderte mehr Engagement.

Riera erklärte, der Etat in dem Sektor sei der höchste in den letzten 10 Jahren. Das Bildungsministerium MEC hat sich drei Schwerpunkte gesetzt: Klassenzimmer mit mehr Technologie auszustatten, die Infrastruktur und die Lehrerausbildung zu verbessern.

„Bildung hilft beim Kampf gegen die Armut, gegen Ausgrenzung und gegen Unwissenheit. Der Schlüssel bei allen Ländern in der Welt, die ganz oben stehen, ist eine gute Ausbildung in der Schule und den Universitäten“, sagte Riera.

Durch eine spezielle Ausbildung der Unterrichtenden über das Nationale Stipendienprogramm Don Carlos Antonio López (Becal) konnten zumindest 180 Lehrer 2016 in Frankreich und Spanien Master Abschlüsse erreichen oder sich weiter im Bildungssektor spezialisieren.

„Die Lehrer hatten und haben es nicht einfach in Paraguay, aber ihre Würde hat sich erholt. Langsam verstehen alle Menschen und vor allem die Schüler, dass es in den Händen der Lehrkräfte liegt, ob jemand Motochorro oder Astronaut wird“, erklärte Riera.

Seiner Ansicht nach könne nur eine bessere Ausbildung die Unsicherheit im Land verbessern. „Wir können schöne Schulen bauen oder mehr Technologie einsetzen aber die Lehrer müssen jeden Tag mit 30 jungen Menschen umgehen und ihr Leben verwandeln“, sagte der Minister.

Quelle: Hoy

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4 Kommentare zu ““Motochorro oder Astronaut, es liegt in den Händen der Lehrer“

  1. Wie sollen die Lehrer „das Leben junger Menschen verwandeln“ wenn sie zuhause auch nicht anders handeln und somit kein Vorbild sein können? Außerdem können schlecht motivierte Lehrer nicht alles richten, wenn es daheim in den Familien an guten Vorbildern fehlt. Dazu kommt, daß es in Paraguay keine klaren Erziehungsvorgaben und Lernziele mit Wertevermittlungen gibt. Da helfen alle schönen Politikerreden nichts.

  2. Das ist doch alles nur Augenwischerei. Es stimmt hier doch tatsächlich nur die Aufforderung des Fürsten an den Bischof: „Halt du sie dumm, ich halt sie arm.“ Die Familie und zwar NUR die Familie ist die Keimzelle des Staates. Wenn die nicht stimmt, kann kein Lehrer der Welt was ausrichten. Manni hat doch so recht!

  3. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lehrer den Kontakt zu den Eltern von „Problemschuelern“ suchen. Hier in Paraguay ist schliesslich Kritik verpoent – schoenreden ist angesagt.
    Daher kann auch der beste Lehrer nicht viel machen, wenn die Familienverhaeltnisse nicht die optimalsten sind.
    Die riesige Anzahl von alleinerziehenden Muettern, die Verantwortungslosigkeit vieler Vaeter, berufstaetige Frauen die die „Erziehung“ dem Hausmaedchen ueberlassen, fehlende Disziplin – das sind so alles Faktoren, die nicht optimal fuer die Schulbildung sind.

    1. Moechte noch erganzen, dass die Worte des Ministers an vielen Lehrern auch einfach abprallen werden. Viele Lehrer sind nicht an dem Wohl ihrer Schueler interessiert – bloss am eigenen.

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