Kritik an der Homilie: “Ich lebe nicht in Paraguay“

Caacupé: Kardinal Luis Hector Villalba aus Argentinien bekam scharfe Kritik für die Gestaltung der Messe in Caacupé zu hören. Normalerweise läuft ein Gottesdienst etwas anders ab, nicht so wie Villalba ihn zelebrierte. Er nutzte die Rhetorik der Homilie.

In der Predigt sollten die Menschen für den Glauben begeistert werden und Nichtgläubige für den Glauben gewonnen werden. Der Kardinal wählte aber die Variante der Homilie, die einen unterweisenden Charakter für die Gläubigen aufweist. Außerdem wies er nur auf Positives hin, die Verbrechen und Entführten vergaß er zu erwähnen.

Villalba wurde nach der Messe zu einer Vielzahl der sexuellen Missbrauchsvorwürfe der katholischen Kirche in Paraguay befragt. Er antwortete, dafür seien Untersuchungen eingeleitet worden. Bezüglich der Inhalte seiner “Predigt“ räumte Villalba ein, nur kurz in Paraguay zu verweilen und er hätte keine Gelegenheit gehabt, tiefer in die paraguayische Realität vorzudringen. Er wusste nichts von fünf entführten Personen.

„Ich lebe nicht in Paraguay und weiß auch nichts über das Land. Ich kam hierher um den 50. Jahrestag der Basilika in Caacupé zu feiern, sowie die Jugend für die katholische Kirche zu animieren“, sagte Villalba.

Quelle: ABC Color

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3 Kommentare zu “Kritik an der Homilie: “Ich lebe nicht in Paraguay“

  1. Das waren noch Zeiten als die Götzenverehrungen noch auf lateinisch abgehalten wurden und von niemandem der Schäfchen verstanden wurde.
    Kann mir jemand erklären: was macht der Typ auf dem Foto da gerade?

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