Kulinarische Einwanderung aus Brasilien

1992 kamen Venilde und Claumir Frassao aus Brasilien nach Paraguay, sie waren jung und wollten Geld verdienen. Im Steakhaus Aquarell fanden sie Arbeit nachdem sie schon früher in der Gastronomiebranche tätig waren. Als die Eigentümer das Restaurant schlossen wurde ihnen zwar angeboten, mit den Inhabern in eine andere Stadt zu gehen, aber das Ehepaar wagte den Sprung in die Selbstständigkeit und eröffnete ein eigenes Steakhaus, das Novo Rodeio, der kometenhafte Aufstieg begann und dauert mittlerweile schon 12 Jahre an. „Es ist nicht einfach gewesen, die Anfänge sehr schwer, aber mit Unterstützung vieler Freunde, die an uns geglaubt haben, ist das Unglaubliche wahr geworden“, sagte Frassao.

Dann ist es sicherlich auch nicht verwunderlich, dass die Churrasqueria in verschiedenen Bewertungsportals auf Platz zwei unter den besten Restaurants in Encarnación liegt. Wie bei solchen Lokalen üblich, steht Fleisch an erster Stelle, die Tradition wurde aber etwas aufgebrochen, das Buffet ist in drei Abschnitte aufgeteilt. Salat und Gemüse in großer Auswahl und ausgezeichneter Qualität. Es stehen verschiedene Saucen zur Verfügung, der Gast kann sich nach seinen persönlichen Geschmacksrichtungen alles selber anrichten.

Des Weiteren gibt es andere Alternativen zum gegrillten Fleisch, verschiedene Nudeln mit Saucen, Reisgerichte, paraguayische Eintöpfe, Hähnchen süß und sauer, Paella mit Meeresfrüchten und natürlich mehrere Fischsorten, wie Lachs, Tintenfisch und weitere, auch Sushis in mannigfaltigen Variationen. Zum Abschluss lädt ein Dessertbuffet ein, hausgemachte Puddings, Torten, Kuchen, Gebäck und weitere Köstlichkeiten, wer es lieber salzig mag, greift auf Käse zurück, erwähnenswert dabei der Gorgonzola, mild im Geschmack und nicht zu scharf, wie es des Öfteren leider vorkommt, aber Geschmäcker sind ja auch verschieden.

Encarnacion Churasqueria

Über die Fleischauswahl wird kein Gast klagen können, umfangreich, von Huhn über Schwein und Rind sind alle Sorten vorhanden, auch Innereien und Bratwürste werden auf Wunsch serviert. Ernesto Faria, Chef am Grill, sagte, beliebt sei vor allem Picanha, mager mit einem leichten Fettrand, das mögen fast alle Gäste sehr gern. „Wir verfügen über eine spezielle Einrichtung am Grill. Die Hitze strömt über Keramikbrennfelder von oben auf die sich drehenden Schwertspieße und das Fett wir unten im Wasserbecken aufgefangen. Das garantiert ein gleichmäßig, kontakt- und rauchfreies Grillen, sodass das Fleisch auch nach Fleisch schmeckt“, erklärte er.

Alle Fleischsorten werden an den Tisch gebracht, falls eine Pause gewünscht wird, befindet sich dort eine Karte mit den Symbolen rot und grün, recht angenehm, wenn man eine Pause einlegen möchte.

Besonders fiel auf, der Inhaber und seine Söhne waren stets vor Ort und schauten nach dem Rechten, offen für Kritik und Lob. Die Preise sind, in Anbetracht der gehobenen Innenausstattung und Auswahl der Speisen moderat, das komplette Buffet kostet 55.000 Guaranies, ein Liter Bier 12.000 Gs., eine Flasche Cola des gleichen Inhalts 10.000 Gs, die Flaschenweine beginnen bei 30.000 Guaranies.

Die Churrasqueria befindet sich 200 Meter von der Zollbehörde in Encarnación entfernt, im Shopping Cosmos, hier finden Sie noch mehr Informationen und Bilder.