Asunción: In einem Gespräch mit Patricio Ortiz, Experte für Festabfall beim Umweltministerium (Mades), wurde deutlich, dass die Kreislaufwirtschaft in Paraguay noch am Anfang steht, aber bereits konkrete Fortschritte erzielt.
Er wies darauf hin, dass in den letzten fünf Jahren etwa 170 Millionen USD in die Recyclingindustrie investiert wurden. Führend ist dabei der Sektor der PET-Kunststoffe, in dem rund 70 % des Materials zurückgewonnen werden.
Ortiz erklärte, dass eine der größten Herausforderungen weiterhin die mangelnde Mülltrennung in den Haushalten sei. Dies verhindere die Rückgewinnung von Materialien, die eigentlich wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden könnten. Zudem erinnerte er daran, dass das Recycling Arbeitsplätze für etwa 25.000 Menschen schafft, weshalb eine Verbesserung dieses Prozesses auch signifikante wirtschaftliche und soziale Auswirkungen hat.
Er betonte, dass die Industrie zwar Umweltauflagen erfüllen müsse, die Kreislaufwirtschaft jedoch bisher auf Freiwilligkeit basiere. Sie gehe über das reine Recycling hinaus und setze auf Produkte, die wiederverwendbar, reparierbar und langlebiger sind.
Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv















