Länger schlafen und später Arbeitsbeginn vorgeschlagen

Asunción: Früher Vogel fängt den Wurm heißt ein Sprichwort. Der Ökonom Amilicar Ferreira sieht das aber anders und will am Mittwoch ein Projekt dem Kongress präsentieren, um den Tag später zu beginnen.

Die Debatte zu dem Thema tauchte letztes Jahr schon einmal auf. Mit dem jetzigen Vorhaben will Ferreira es noch einmal versuchen.

Nach den Vorstellungen des Ökonomen sollte der Bildungssektor um 08.00 Uhr seine Tätigkeit aufnehmen, während öffentliche Ämter die Entitäten um 08.30 Uhr öffnen würden. Der Privatsektor soll seine Geschäftstätigkeit um 9.00 Uhr beginnen, während das Finanzsystem, wie Banken und Einkaufszentren um 09.30 Uhr öffnen.

Dies ermöglicht es den Angestellten, ihren Arbeitsplatz später zu verlassen. Zur gleichen Zeit nimmt die “nächtliche Wirtschaft“ zwischen 18.00 und 02.00 Uhr mit Freizeit-, Kultur- oder Sportaktivitäten ihre Tätigkeit auf. Auf diese Weise muss sich der Bürger keine Sorgen machen, früh schlafen zu gehen, weil man dann länger liegen bleiben kann.

Um diese Punkte zu erörtern, wird Ferreira auf Ersuchen von Senator Enrique Salyn Buzarquis die Gesetzesvorlage am Mittwoch dem Kongress vorlegen. Paraguay sei das einzige Land, das an einem “Frühaufsteher-System“ festhalte, so der Ökonom.

Er fügte an, dass diese neuen Zeitpläne die sozialen Beziehungen, die Wirtschaft und die Unterhaltung der Menschen bereichern und auch die Demokratie stärken würden. Der Ökonom kündigte seine Initiative über soziale Netzwerke an. Dabei tauchte die Sorge der Internetnutzer über die Umstellung bei der Sommer- und Winterzeit auf, sodass viele zusätzlich zu diesem Vorschlag von Ferreira eine Änderung der Zeitpläne zweimal im Jahr fordern.

Im März und Oktober werden die Uhren umgestellt. Die Hauptkritik besteht darin, dass es zum Ende der Arbeitszeit im Winterzeitraum früher dunkel wird. Daher sei es angebracht, für die Umsetzung der Initiative von Ferreira die Sommerzeit beizubehalten, schlugen andere Internetnutzer als Lösung für die Initiative des Ökonoms vor.

Wochenblatt / Paraguay.com

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9 Kommentare zu “Länger schlafen und später Arbeitsbeginn vorgeschlagen

  1. 9 Uhr anfangen zu arbeiten, 11 bis 13 Uhr Mittagspause, 16 Uhr Feierabend?
    Dann steht das Land still.
    Diese Vorschläge tauchen jedes Jahr auf…

  2. Bitte achten sie darauf morgends ganz rechts zu gehen um nicht mit Jenen zusammen zu stossen, die abends etwas früher gehen? Die Menschen dieses Landes lassen nichts aus um sich selbst lächerlich zu machen!

  3. Ich würde ja vorschlagen, um 10:00 mit Schule etc. zu beginnen. Um 10:30 trudeln dann die letzen ein (von denen, die überhaupt kommen) und um 11:30 kann man endlich Feierabend machen. Dann ist man auch pünktlich um 12:00 zu Hause, um Mittag zu essen.
    Und bei den Behörden, allen Ämtern usw. sollte man es genauso halten.
    Allerdings müssten dann auch die Gehälter stark angehoben werden, weil Freizeit hier nun einmal Geld kostet. Wäre aber auch kein Problem – jeden Monat ein Kredit von einer Milliarde US$ und schon läuft die Sache rückzahlbar inkl. Zinsen in 10 Jahren (nach uns die Sintflut).

  4. Das alles hat zwei Seiten, in DE kann ich mich noch gut an 12 bis 16 Stunden Arbeitststage erinnern die bis hin zu getakteten Toilettengängen durchorganisiert waren. Da sind wir hier in Paraguay natürlich auf einem total anderen Planeten. Natürlich nervt auch mich die latente Faulheit, Korruption, rechtsfreier Raum und die Schludrigkeit vieler Paraguayer im Arbeitsleben und auch im privaten Umgang.
    Paraguay wird nie ein Land werden das man mit den sogenannten zivilisierten Industrieländern vergleichen kann, das sollte man sich aber vorher auch bewusst machen. Was ist wirklich erstrebenswert, die sinnentleerte stressige Arbeitswelt z.B in DE oder das kalkulierte Chaos in Paraguay. Für meinen Teil verdrücke ich keine Träne Richtung Deutschland.

  5. 90 % der Schulen arbeiten im Doppelturnos. Vormittags unterrichten die Lehrer eine Klasse und nachmittags eine andere. Da, wie in einem Artikel letzte Woche geschrieben wurde, jetzt schon in wenigen Jahren ein Lehrkräftemangel ansteht da 80 % der Lehrer in Pension gehen und zu wenig Nachwuchs da ist möchte ich wissen wie bitteschön das funktionieren soll….
    Die Antwort ist einfach: Gar nicht. Da wird wieder mal viel Wind um garnichts gemacht da ganz einfach nicht durchführbar….

  6. Wo liegt der Sinn.Arbeit ist dazu da das sie gemacht wird.Von etwas muss man auch Leben.Mit Luft und Liebe kommt man nicht weit.Sind die sind die Stunden nicht voll, gibt es hat weniger Geld.So die Bewegung so nur die Verpflegung.
    Hier wurde einigen ganz hellen Leuchten, in die Birne geschissen und vergessen um zu rühren!

  7. Wolfgang, Du hast 100% Recht, ok. für die Beamten ist es egal, ob diese Ihr Whatsapp, Fratzenbuch usw. aktualisieren, da diese ja in klimatisierten Büros sitzen, aber was ist mit dem einfachen Albanil, Straßen Bauarbeiter usw. gerade im Sommer, da steht um 10 die Sonne schon fast im Zenit, dann ist es zu heiß zum arbeiten, was Tererepause bedeutet, wenn die Sonne dann halbwegs weg ist, ist es zu dunkel um zu arbeiten. Pyler sind spitze im erfinden von Gründen, warum Sie nicht arbeiten können.

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