Landbesetzer auf dem Kriegspfad

Ypané: Etwa 150 Personen, die ein großes Areal bei Avay besetzen, das Schauplatz des Tripel-Allianz-Krieges (1864-1870) war, befinden sich ebenfalls auf dem Kriegspfad. Sie versichern, dass sie ihr Eigentum nicht räumen werden.

Die selbsternannten Landlosen haben das Grundstück seit Dezember letzten Jahres besetzt und sich auf dem Areal niedergelassen. Sie versicherten, dass ein großer Teil der Liegenschaft staatliches Eigentum ist. Seit letzter Woche gibt es aber einen Räumungsbeschluss von der Stadtverwaltung aus Ypané. Eigentümer angrenzender Parzellen fordern ebenfalls die Räumung der besetzten Liegenschaft.

„Wir haben Informationen über die Räumung, aber wir werden widerstehen.  Die Staatsanwaltschaft muss erst einmal die Grundstückstitel vorzeigen und dann werden wir sehen, ob es sich um ein Privatgrundstück handelt oder doch öffentliche Liegenschaften sind“, sagte einer der Anführer der Landbesetzer, Narciso Caballero.

Er beschuldigte die kommunalen Behörden, sie regelrecht zu verfolgen. „Die Einwohner der Gemeinde haben ihre eigenen Siedlungen und verfolgen nur diejenigen, die von auswärts sind sind“, sagte Caballero. Auf eine Beschwerde angesprochen, wonach die Führer den Landbesetzern Summen von 500.000 Guaranies bis 700.000 Gs. in Rechnung stellen und diejenigen, die sich nicht finanziell beteiligen, vertreiben, bestritt Caballero kategorisch die Tatsache. Einige Familien bauten jedoch ihre provisorischen Holzhäuser ab und verließen den Ort, um der polizeilichen Räumungsaktion zu entgehen.

Bürgermeister Horacio Ortiz (PLRA) erklärte, das besetzte Land sei privat und öffentlich. Er bekräftigte, dass die Kommune irreguläre Besetzungen nicht mehr anerkennen werde. Ortiz denunzierte auch, dass die Führer der Landbesetzer Grundstücke verkaufen würden, obwohl das gar nicht möglich sei.

Die Gemeinde erwartet von der Staatsanwaltschaft, dass die Räumung zügig vonstattengeht. Seit letztem Jahr habe es in der Region mehr als 10 Landbesetzungen gegeben, sagte Ortiz.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Landbesetzer auf dem Kriegspfad

  1. Die andere Hälfte

    Antworten

    Das nennt sich hierzulande mit Fleiß und Können zu Haus und Grundstück zu kommen. Das ist die eine Hälfte, die Armen. Die andere Hälfte, die Reichen, machen das ganz ähnlich, aber einfach aus der Staatskasse.

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