Landlose besetzen Firmengrundstück in deutscher Kolonie

Nueva Germania: Die Landlosen, die am vergangenen Dienstag schon das Grundstück des landwirtschaftlich genutzten Geländes Valle Ybate S.A. besetz hatten, welches rund 55 km von San Pedro entfernt liegt, breiteten sich von den ursprünglichen 2 ha auf ein größeres Gelände aus was näher am Stadtkern liegt.

Laut dem Anwalt des Unternehmens, Gustavo Montañez, hat das Grundstück eines Ausdehnung von 2.800 ha.

Die Firma Valle Ybate S.A. hat 600 ha Soja gepflanzt, 2.200 Rinder zur Zucht, mehrere Rennpferde für ¼ Meilen Rennen und einen nicht unerheblichen Anteil unangetasteten Wald sowie diverse Maschinen zum Bearbeiten und Ernten auf dem Gelände.

Laut dem Geschäftsführer hat das Unternehmen mit dem Grundstück einen Wert von rund sieben Millionen US-Dollar.

Bis jetzt haben die verantwortlichen Behörden noch keine Räumung angeordnet. Seit zwei Jahren schon klagt das Unternehmen über besagte Invasionen.

Im Norden des Grundstücks befinden sich über den Zelten der Landlosen Flaggen von Deutschland wie auch von Paraguay. Derzeit sind es etwa 70 Personen, die das Grundstück für sich beanspruchen wollen.

Mit dem Verlauf der Zeit wurde die Situation immer schwieriger. In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag wollten Landlose den Coral des Betriebes abbrennen. Das Personal des Unternehmens hinderte sie allerdings daran.

Der Administrator der Estancia erklärte, dass wenn ihm und seiner Familie etwas Schlimmeres passieren sollte, es im Verantwortungsbereich des Staatsanwaltes Baltar Martínez von San Pedro liegt. Während der Untätigkeit der Strafverfolgungsbehörde zeigt er den Staatsanwalt wegen Untätigkeit an.

(Wochenblatt / Abc)

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13 Kommentare zu “Landlose besetzen Firmengrundstück in deutscher Kolonie

    1. Was ist eigentlich mit den Eigentumsrechten der ursprünglichen Bewohner ? Ach ja, da fällt mir ein, daß Ihr Paraguayer die Urbevölkerung als Tiere ohne jede Rechte betrachtet. Der Tierschutz in Paraguay ist stärker als der Einsatz für Menschenrechte für die Ureinwohner.

  1. Der Staat ist wohl fähig (General Stroessner hat es bewiesen) die Eigentumsrechte zu wahren; das Problem ist der Wille.

    Der derzeitige Präsident ist eher auf Seiten der sozialistisch/kommunistischen „Landlosen Bauern“, die in Wahrheit weder die Befähigung, noch den Willen haben als Bauern zu leben. Was diese Leute wollen ist Gratis-land, welches sie dann zu Geld machen können.
    In Deutschland würden diese Personen „Hartz4ler“ sein.

    In Paraguay ebenso wie in Deutschland ist dies eine große Wählergruppe. Wird das Bild jetzt klarer?

  2. Ah, das ist ja super. Dann höre ich auch auf zu arbeiten, stelle mein Zelt auf IHR Grundstück und mache noch ein Schild hin: Betreten verboten ausser für mich. Dann wirft SIE der Präsident von IHREM exGrundstück und ich verkaufe IHR exGrundstück dann an den Meistbietenden. Auf so eine Geschäftsidee muss man als Europäer erst einmal kommen! Das lockt ja wirklich Investoren an.
    Wenn der Staat (derzeit. Regierung) Land verschenken möchte, dann bitte schön nicht Privatbesitz! War „der Staat“ in der Vergangenheit wirklich so blöd alles Land in Staatsbesitz zu verkaufen? Soll „der Staat“ doch Staats-Land verschenken, was aber auch nicht Gerecht wäre, denn es gehört dem Volke!
    Dann besitzen diese Landbesetzer noch die Frechheit sich ins gemachte Nest zu setzen! Sollen sie es doch einmal mit Arbeit versuchen oder sich mit einem Steinbruch in den Cordilleren begnügen.
    Ein totaler Schwachsinn was diese Regierung da veranstaltet, indem sie nicht sofort und bedingungslos diese Leute polizeilich abführen lässt.
    Ob es unter diesen Umständen noch ausländische Investoren geben wird welche in Paraguay auch nur einen Cent investieren werden?

  3. Hoffe dass endlich auch der letzte von den deutsprechenden in Paraguay merkt was unser President mit seinen sozialkomunistischen Berater fuer einer ist. Und auch der Letzte seine rosarote Brille weglegt(wenigstens fue den Moment).
    Solche Leute haben ein Brett vor dem Kopf und sind sehr gefaehrlich.
    Das Einzige wo da wohl noch hilft ist wenn das Ausland die Hilfe fuer Paraguay streicht und Brasilien fuer wenigstens eine Zeit die Stromrechnung von glaube ich etwas ueber 300Mio. Dolar nicht bezahlt, denke nur so muss Lugo umdenken,denn von den Carperos gibts kein Geld in die Saatskasse.
    Wenn Lugo denkt, dass er so Waehlerstimmen vom gewoehnlichen Volk hohlen kann hat er sich verrechnet, denn die ganzen Campecinos (die Echten und das sind nicht Wenige) aergern sich ueber die Carperos und unsere Regierung.

  4. Und Feuer haben diese Gesetzesbrecher auch noch gelegt!? Brandstiftung und immer noch nicht nach Tacumbu verlegt!? Ich hoffe, dass nicht zuerst ein Familienmitglied ermordet wird bevor die Polizei tätig wird. Sofort weg mit den Landbesetzern in einen Steinbruch bei Emboskada!!! Richtig, dass der Eigentümer diese untätigen Behörden einklagt. Eine Sauerei ist das, und das sage ich als nicht-Deutscher. Die Nationalität spielt keine Rolle, sondern Grundbesitz- und Eigentumsrechte. Ab ins Niemandsland mit den Landbesetzern, drei Polizeilastwagen sollten genügen. Dort sollen sie erst einmal lernen was es heisst sich sein Essen zu erarbeiten. Ich glaub, ich mache auch gleich eine Anzeige und Klage die untätige Exekutive ein, auch wenn mich der Fall eigentlich nicht betrifft!

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