Lauter die Glocken nie klingen

Villarrica: Mit Glockengeläut soll am kommenden Dienstag in ganz Guairá dafür gesorgt werden, dass die nächste Sitzung am runden Tisch des Dialogs erfolgreicher wird. Ebenso wurden erneut die Oppositionellen eingeladen, die keine Verhandlungsgrundlage mehr sahen.

Der Bischof von Villarrica, Ricardo Jorge Valenzuela, bestätigte, dass am kommenden Dienstag alle Kirchen im Departement Guairá ihre Glocken 15 Minuten läuten lassen, um für Frieden und Dialog zu bitten und die Verfassung zu respektieren. Dies geschieht mitten in der politischen Krise, die die paraguayische Gesellschaft derzeit spaltet. Menschen die sich mit Hupen daran beteiligen möchten, sind gerne eingeladen.

Die paraguayische Kirche drückt sich im Gegensatz zu anderen Ländern hier äußerst deutlich aus. Sie bat zudem Präsident Cartes von seinen Wünschen Abstand zu nehmen, eine zweite Amtszeit zu erzwingen. Die Kirchenvertreter sehen trotz ihrer Sympathie den Wiederwahlgegnern gegenüber im Dialog den einzigen Weg, das Problem aus der Welt zu schaffen. Während die Opposition die Rücknahme der Verfassungsänderung fordert unterstrichen die Unterstützer von Cartes mehrmals keinen Millimeter zurückzuweichen.

Die Gläubigen bat er darum für Frieden zu beten und sich dem Zeichen der Einheit, den Glocken- und Huptönen anzuschließen. Der Erzbischof von Asuncion erbat erneut die Teilnehme am runden Tisch von Efraín Alegre und Robert Acevedo.

Wochenblatt / Iglesia Católica.

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

2 Kommentare zu “Lauter die Glocken nie klingen

  1. Man o man, habe das ganze Leben lang gearbeitet und konnte mir eine Bruchbude in Paraguay leisten. Wenn ich mir das Foto so ansehe wäre ich doch besser das Leben lang am Weihrauch-schnüffeln und zwischendurch interpretieren von wirrem gedruckten Wischiwaschi gewesen. Aber auch mit beten, dass ich auch in diesem schönen Haus wohnen darf.

  2. Das nenne ich „passiven Widerstand“ leisten. Man sollte die Macht der Katholischen Kirche in Paraguay nicht unterschätzen.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.