Lehrer fordern trotz der Pandemie 16% mehr Gehalt

Asunción: Die Lehrer machen mobil und fordern trotz der Pandemie, die viele wirtschaftliche Einbußen zur Folge hat, eine Erhöhung ihres Gehalts um 16%.

Der Sekretär der Lehrerorganisation von Paraguay (OTEP), Gabriel Espínola, befragte die Regierung am Montag wegen Verstoßes gegen die Vereinbarung zur Gehaltsanpassung der Pädagogen des Landes.

„Es ist Teil der Politik, sich über Lehrer lustig zu machen, da die Regierung nicht die geringste Absicht hat, die festgelegten Bestimmungen einzuhalten und nicht das berufliche Grundgehalt zuzuweisen“, beklagte Espínola sich in einem Interview gegenüber dem Radiosender 1020 AM.

Er erwähnte, dass das Notstandsgesetz die im Haushaltsplan 2020 vorgesehene Anpassung des Gehalts ausgesetzt habe, aber ab Juli geregelt werden sollte, die Regierung jedoch trotz der zu diesem Zeitpunkt erzielten Einigung nicht beabsichtige, die Zusage an die Pädagogen einzuhalten.

Er wies darauf hin, dass auf der Webseite des Finanzministeriums weiterhin zu sehen sei, dass die Gehaltsanpassung noch in Kraft ist und “dies zu Verwirrung in der Branche und in der Gesellschaft führen kann“. Espinola betonte weiter, dass das Notstandsgesetz auch das Haushaltsgesetz nicht ändere.

„Sie haben den budgetierten Betrag seit Januar mit einer Neuanpassung von 16% im Haushaltsplan ausgewiesen. Ich glaube, dass dies absichtlich getan wurde und gleichzeitig ein Element ist, die Lehrer zu verunglimpfen, wenn das nicht umgesetzt wird“, fügte Espinola hinzu.

Er merkte an, dass wenn es keine Änderung des allgemeinen Haushaltsgesetzes der Nation gebe oder die Gültigkeit des Gesetzes über Gesundheitsnotfälle aufgehoben werde, diese Gehaltserhöhung in Kraft treten müsse.

Wochenblatt / ADN Paraguyo

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7 Kommentare zu “Lehrer fordern trotz der Pandemie 16% mehr Gehalt

  1. Da sieht man schon wie gebildet und intelligent diese Lehrer sind. Woher soll das Geld denn kommen, die Steuern bleiben aus und die Kredite haben Politbanditen schon unter sich aufgeteilt. Arme Kinder!

  2. Das ist doch einfach, PY läßt sich wieder für die nächste Quarantäne bezahlen, davon bekommt die Regierung das meiste, mit dem Rest finanziert man die Lehrer und die Bevölkerung und die kleinen Unternehmen kaputt…. ö Paraguayische Logik!!!

  3. Mit solchen Lehrern ist Paraguay gestraft! Jedes Jahr die gleiche unverschämt hohe Lohnforderung. Vermitteln den Kindern keinen ordentlichen Lehrstoff, keinerlei Werte aber dafür plump-dreisten Egoismus, ständiges Herumturnen, Fahnenschwenken und Exerzieren. Kein Wunder, daß die Kinder des Landes im internationalen Vergleich nur erbärmlich dastehen und in ihrem Leben nicht voran kommen.

  4. Eine Vielzahl der Menschen weltweit im Home Office und über Monate auf Kurzarbeit mit Lohneinbußen. Die hiesigen Lehrer auch, jedoch fordern die mehr Geld. Was soll man dazu noch sagen?

  5. Sollen die ja bekommen, wenn die nur 10% mehr können als die Schüler und bereit sind zu arbeiten und den Schülern etwas vermitteln können außer Raub, Korruption und Klau, aber ich glaube, da sieht es schlecht aus. Die meisten sind dümmer als ein 4 Klässler in Europa.

  6. Immerhin müssens zwei Mal pro Woche den Eltern eine WhatsUpp-Aufgabe zustellen. Vorher müssens noch zwei Wochen die Aufgabe selbst lernen. Diese Aufgaben müssen die Schüler dann in ihr Quaderno abschreiben. Und die richtige Lösung dazu basteln. Und den Lehrern zurück-whatsUppeln. Dann sind die Lehrer, pardon, Professor und -innen, schon in der Lage ihre eigene täglich 7 bis 11 Uhr Grundschul vielleicht abgeschlossen abzuschließen.
    Also durchaus gerechtfertigt im Uhhh-Viru-V2.0-Zeitalter Gehaltserhöhung zu fordern. Schließlich dürfen hiesig Lehrer nur das vermitteln, was ihnen vom hiesig Mysterium für Streichholz und Leere-BierBücksen-Türmchen-Bau MEC vorkaut.
    Und das alles in täglich 7 bis 11 Uhr Halbtagesschul. Naja, die meisten Professoren und -innen ist nicht einmal bewusst, dass sie auch noch „Turno tarde“ – täglich 13 bis 17 Uhr Halbtagesschul – geben könnten und das doppelte verdienen würden. Halt. Vermutlich können sie das ja doch mit den Fingern mittels einer Fläche unter einer Kurve logarithmieren, wurzeln, potenzieren und davon noch die eine Imaginäre Zahl ziehen, aber sind glücklich und zufrieden – wenn es denn noch 16% mehr Gehalt gibt bei weiterhin zwei Mal pro Woche den Eltern eine WhatsUpp-Aufgabe zustellen. Dafür müsstens aber noch einen Boni haben, für Saldo, den Streichholz und Leere-BierBücksen-Türmchen, pardon, Professor und -in, will auch privat davon einen Nutzen ziehen, auch wenn FaceBock und WhatsUpp grati ist. So wie etwa Müllabfuhr. Nur leider kosten Streichhölzer Quinientos orepüy. Phänomenal. Weitermachen.

  7. Obwohl ich in diesem Land nur Gast bin, erlaube ich mir zu sagen, dass es sich bei dieser Aktion aufgrund der derzeit herrschenden Verhältnissen, um eine überzogene, nicht zu sagen „unverschämte“ Forderung handelt, welche kein Bürger nachvollziehen kann..

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