Lehrerstreik für würdige Pensionen

Asunción: Heute kündigten die Lehrergewerkschaften an, ab dem 10. Mai in Streik zu gehen um ihre Forderungen zur Pension zu unterstreichen.

Am 8. Mai sollen die Eltern der Schüler über die Missstände der Dozenten aufgeklärt werden während am Folgetag sich die Lehrer in den Aulas vornehmen zwar vor Ort zu sein, jedoch ohne zu arbeiten. Am darauffolgenden Freitag dann soll es zu einem Generalstreik im Bildungswesen kommen, der zur Durchsetzung ihrer Forderungen abgehalten wird.

Die Forderungen der Lehrer sind rein finanzieller Natur und beziehen sich auf Familienzuschüsse wie Kindergeld sowie auf die Pensionen, die anscheinend den Ansprüchen nicht gerecht werden.

(Wochenblatt / Abc)

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5 Kommentare zu “Lehrerstreik für würdige Pensionen

  1. Sollte Gott mich fragen, ob ich nochmal auf die Erde zurückkehren möchte, so werde ich dies bejahen. Wenn er mich fragt, als was ich arbeiten möchte, werde ich sagen: „als Lehrer in Paraguay“.

  2. Bildung ist das Rueckgrad jeder Wirtschaft und jeder Demokratie!!

    Gibt es irgendwo einen Beitrag, wo man nach lesen kann, wie viel Tage im Jahr und wie viele Unterrichtsstunden die Lehrer arbeiten, also die reinen Arbeitstage im Jahr?
    Werden die Ferientage, Feiertage auch bezahlt?
    Wie viele Unterrichtsstunden fallen wegen „Teepausen“ Regen. Konferenzen o.o.o. aus?
    Woraus besteht das gesamte Einkommen genau? Wie hoch sind die Pensionsansprüche?

    Vielleicht könnte man ein System konstruieren, wo die Lehrer ein Grundeinkommen erhalten und zusätzlich nach Leistung entlohnt werden.
    Wenn die Leistung stimmt, dann sollten Lehrer meiner Meinung nach die bestbezahlten Arbeitnehmer sein!

    Uebrigens:
    Costa Ricas Präsident José Figueres Ferrer ließ nach dem Beitritt zum „TIAR”-Pakt die Armee am 8. Mai 1949 per Verfassung abschaffen und investierte die hierdurch freigesetzten Gelder in den Aufbau des Bildungs- und Gesundheitswesens. Grenzschutzaufgaben hat die Polizei übernommen. Allerdings existiert eine Sicherheitsgarde mit einer Stärke von rund 8400 Mann.

    Costa Ricas hat ein hohes Bildungsniveau, die Analphabetenquote ist mit 4,2 Prozent nach Kuba (mit 3 %) die zweitniedrigste Mittelamerikas und eine der niedrigsten in Lateinamerika und den Entwicklungsländern.

    1. Die Lehrer in Paraguay geben dem Vernehmen nach maximal 800 Stunden Unterricht im Jahr. In Westeuropa soll die Mindeststundenzahl, die Lehrer unterrichten, bei 1400 Stunden liegen.

    2. Die Lehrer erhalten den hiesigen Mindestlohn (das ist für Paraguay GUT bezahlt; die Mehrzahl verdient weniger) für 4 Stunden Arbeit am Tag.

      Einige bekannte Professoras arbeiten deshalb Vormittags für Schule A und Nachmittags/Abends für Schule B. Sie erhalten dadurch den doppelten Mindestlohn im Monat.

      Die Ferien, Feiertage, Streiktage und auch Regentage (meist kein Unterricht und es regnet oft, Regenwald kommt nicht von ungefähr) sind voll bezahlt.
      Desweiteren haben die Lehrer Tage für Fortbildung und nahezu vollkommene Autonomie was ihre Unterrichtsführung betrifft. Man kann sagen, von allen Arbeitnehmern in Paraguay – sehen wir mal von den Abgeordneten ab – geht es den Lehrern mit Abstand am Besten.

      Ich würde als Präsident sofort alle Lehrer entlassen, und zu neuen Bedingungen wieder einstellen. Desweiteren würde ich gestreikte Tage nicht mehr bezahlen und die Weiterbildung verpflichtend in den (langen, 3 Monate dauernden) Schulferien festlegen.

      Also H.C. falls sie hier mitlesen sollten – das wäre dann mal eine gute Arbeitsgrundlage, finden Sie nicht?

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