Letzte Ruhestätten in Paraguay

Friedhöfe in Paraguay sind Orte, die vielleicht nicht immer gerne besucht werden, sie dienen aber auch dazu etwas Ruhe zu finden und, vielleicht, auch zu sich selbst zu finden.

Im Gegensatz zu deutschen oder ähnlichen Traditionen werden hier im Land meistens “Häuser“ gebaut, in denen dann der Sarg eingemauert wird. Mittlerweile findet man aber auch schon vielerorts die Feuerbestattung, dabei wird dann eine Urne im Gebäude platziert.

Die letzten Ruhestätten der Einheimischen sind, je nachdem über wie viel Geld die einzelne Familie verfügt, auch immer als Statussymbol zu sehen.

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„Wir renovieren gerade ein Gebäude im Auftrag der Angehörigen, von Zeit zu Zeit muss das erfolgen, denn Schäden entstehen durch vielerlei Faktoren. Wenn aber keine Verwandten mehr da sind, verkommen die Gräber“, sagte Ramirez, ein Arbeiter auf dem Friedhof in Caacupé.

Angesprochen auf die Bestattungsrituale der Deutschen oder anderer sagte er, jeder habe sein Brauchtum, die Einheimischen seien es nun mal so gewohnt, den Sarg einzumauern und nicht unter die Erde zu verbringen, das sei schon immer so gewesen und werde sich auch wohl nicht ändern.

Wie im Beitragsbild zu sehen, kann aber auch schon etwas Skurriles dabei entstehen, wenn die Oberdecke einbricht und dann Reste der Toten freigibt. Darauf angesprochen sagte Ramirez, dies sei natürlich nicht das beste Beispiel, sondern nur ein Einzelfall, er werde dies aber der Friedhofsverwaltung melden, damit sie deren Angehörigen verständigen können.

Lassen Sie sich deswegen nicht abschrecken, Friedhöfe zu besuchen, Sie werden staunen was man Vielfältiges entdecken kann.

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6 Kommentare zu “Letzte Ruhestätten in Paraguay

  1. Also ich weiss ja nicht, weclhe Friedhöre der Autor besucht hat, aber meine Erfahrungen diesbezüglich sind da etwas lausiger? Die Friedhöfe, auf denen ich bislang war, und das sind schon einige deutsche Beerdigungen, waren meist grausig.
    Lieblos zusammengepfuschte Grabstätten, alles wild durcheinander, ultranah zusammen, keine Wege zwischen den Gräbern, alles verwarlost! Jedoch am pietätlosesten finde ich das Verhalten der beteiligten Paraguayer bei einer Beerdigung, welche meist fröhlich lachend und scherzend den Verstorbenen einmauern und dabei wirken, als wärs ein Grillabend? Ich kenne nur einen schönen Friedhof und das ist der Waldfriedhof der Colonia Independecia, der sieht schön aus, liegt träumerisch im Wald und läd tatsächlich zum Verweilen ein.

    1. Puh – „lädt zum Verweilen ein“…. Verweilen bedeutet übrigens: Aufhalten für eine Weile an einem Ort oder bleiben für eine kürzere Zeit.
      Das trifft auf einen Friedhof ja meist nicht so richtig zu. Allerdings hast du natürlich auch etwas recht damit, wenn du meinst, dass der Körper nur eine Weile sich dort aufhält – danach ist er von den Würmer gefressen….

      Ansonsten bin auch aber auch deiner Meinung. Ich kenne auch fast nur Friedhöfe, die langsam verfallen, in denen der Müll herumliegt – auch benutzte Kondome wurden schon gesichtet…., viele Gräber fallen zusammen, die Gebeine sind sichtbar usw usw. Da möchte ich echt erst verbrannt werden und dann dort landen…

      Es gibt natürlich auch sehr schöne Grabstätten, die größer und schöner sind als die Wohnhäuser vieler Paraguayer. Diese werden liebevoll gepflegt. Umso schlimmer ist es, wenn direkt daneben eine wilde Müllkippe entsteht und sich niemand darum kümmert.

      Lustige scherzende Paraguayer habe ich – zum Glück – noch nicht bei einer Beerdigung gesehen. Und ich war auf recht vielen in den letzten Jahren, Beerdigungen von Paraguayern wohlgemerkt.
      Vielleicht war bei deinen Erlebnissen ja auch jemand nicht sehr beliebtes verschieden….

    2. absurd was du schreibst von lachenden Paraguayern am Friedhof!! Ich war hier nun schon auf ein paar Beerdigungen von Paraguayern und hab nur schwer betroffene und zumeist dann auch weinende Leute gesehen! Und wenn du mal einen richtigen Protzfriedhof sehen willst empfehl ich dir diese beiden: 1. Parque de Serenidad (ist privat) in Villa Elisa oder den Zentralfriedhof in Recoleta/Asuncion

  2. Mein Mutter liegt auch in Paraguay auf einem paraguayischen Friedhof, und dort sehen die Graeber ganz gut bis super-toll gepflegt aus. Natuerlich gibts auch Graeber fuer Verstorbene wo es keine Angehoerigen mehr gibt, z. B. Graeber von Einwanderern. Die pflegt aber dann eben auch niemand mehr. Eine professionelle Grabpflege gibts nicht, muss man alles selber machen, Grab bauen und spaeter pflegen. Na ja, wer moechte da schon hin…weder lebendig noch tot. Und irgendwo muss man die Verblichenen ja hintun. Fuer eine Feuerbestattung konnte ich mich im Fall meiner Mutter nicht entschliessen. Hab gehoert das die da regelrecht „ausgeschlachtet“ werden nach z.B. Hueftprothesen, Goldzaehnen oder -Fuellungen etc etc. Kleidet man sie nett an….dann werden sie wieder ausgekleidet und die Sachen werden verkauft. So das Wahre war die Verbrennungsloesung fuer mich nicht. Bestattungspflicht besteht nicht in Paraguay, man kann also auch eine Urne mit nach hause nehmen, auf den Kamin stellen oder im Garten vergraben. BLOSS WESSEN ASCHE BEFINDET SICH EIGENTLICH IN DER URNE???? Die vom Aschenbecher aus einem Auto?!?!? Also Leute, lebt solange ihr koennt und geniesst es…..UND NACH UNS DIE SINTFLUGT…. Warum eigentlich keine indische Bestattung??? Einen grossen Holzhaufen und den oder die Verblichene verbrennen. Dann weiss man wenigstens wessen Asche man bestattet, wo?? Im Garten oder in einem See oder Fluss…

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