Mauer an der Grenze in Erwägung gezogen

Asunción: Senator Ever Villalba (PLRA) kritisierte den Vorschlag des Ministers für Industrie und Handel, Luis Castiglioni, eine Mauer an der Grenze zwischen Paraguay und Argentinien zu errichten, um den Schmuggel zu bekämpfen.

Laut Villalba seien diese Aussagen “wirklich dumm“ und zeugen von mangelndem Wissen über die Realität Paraguays und die Bedürfnisse der Menschen.

In einem Interview mit dem Radiosender 1020 AM forderte der Villalba Minister Castiglioni auf, “sich mit den Menschen der Stadt auseinanderzusetzen und mit ihnen spazieren zu gehen“, um die Situation besser zu verstehen. Darüber hinaus betonte er, dass eine Mauer vor allem den paraguayischen Bürgern schaden würde, da viele Menschen im Nachbarland Gesundheit, Bildung und Arbeit suchten.

Villalba argumentierte, dass der Schmuggel argentinischer Waren oder Produkte auf die mangelnde Unterstützung paraguayischer Produkte und Unternehmen zurückzuführen sei, was ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt beeinträchtige. Anstatt eine Mauer zu errichten, betonte der Senator, sei es wichtig, öffentliche Maßnahmen umzusetzen, die die wirtschaftliche Entwicklung unterstützen und den Bürgern den Zugang zu guter Gesundheit sowie Bildung garantieren.

„Es geht nicht um Mauern, sondern darum, öffentliche Maßnahmen zu ergreifen und umzusetzen, die die wirtschaftliche Entwicklung wirklich unterstützen und das Recht auf gute Gesundheit sowie gute Bildung für alle Paraguayer garantieren“, betonte er.

Der Senator nutzte die Gelegenheit auch, um den Vorschlag des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zum Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko zu erwähnen. Mit Bezug auf diese umstrittene Maßnahme wollte Villalba die Unterschiede zwischen der Realität und den Bedürfnissen beider Länder hervorheben und deutlich machen, dass der Bau einer Mauer nicht die geeignete Lösung wäre, um das Problem des Schmuggels in Paraguay anzugehen.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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4 Kommentare zu “Mauer an der Grenze in Erwägung gezogen

  1. Dass Hitler in Paraguay gelebt haben soll ist ja fraglich.
    Dass aber Walter Ulbricht hier seine Reinkarnation feiert, ist nunmehr als sicher zu bewerten.
    Keine Kohle für Schulbücher und Medikamente, aber für ne Mauer, da reicht es?

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