Mehr als 60 Todesfälle pro Tag die nicht auf Covid-19 zurückzuführen sind

Asunción: Die Direktion für Gesundheitsüberwachung berichtete, dass in diesem Jahr bis April 7.729 Menschen an anderen Ursachen gestorben waren, die nicht mit dem Covid-19 in Verbindung standen, was einem Durchschnitt von mehr als 60 Todesfällen pro Tag entspricht.

Trotz der Tatsache, dass es sich hierbei um eine beträchtliche Anzahl von Todesfällen handelt, ist die Zahl um 23% weniger als im vergangenen Jahr. Das heißt, dass die Todesfälle pro Monat um 500 gegenüber 2.500 pro Monat im Jahr 2019 gesenkt werden konnte.

Nach offiziellen Angaben des Gesundheitsministeriums verloren im letzten Jahr 29.973 Menschen ihr Leben, während die Zahl der Todesfälle bis April dieses Jahres auf mehr als 7.729 angestiegen ist.

Die meisten Todesursachen in diesem und letztem Jahr beziehen sich auf chronische, nicht übertragbare Krankheiten, wie z.B. des Kreislaufsystems, Tumore, Atemwegserkrankungen, Diabetes und andere Ursachen (u.a. Verkehrsunfälle).

Obwohl die diesjährigen Daten noch vorläufig sind, weil einige Sterbeurkunden von Krankenhäusern, die nicht vom Gesundheitsministerium abhängen, noch nicht in das System der Vitalstatistik eingegeben wurden, beträgt die Fehlerquote im Allgemeinen nicht mehr als 10%, stellt die Direktion für Gesundheitsüberwachung klar.

Von Januar bis April war ein allmählicher Rückgang der Todesfälle infolge der Quarantäne zu verzeichnen: 2.194 im Januar und 2.186 im Februar; zwischen März und April war die Kurve des Rückgangs der Fälle mit 1.960 bzw. 1.389 Todesfällen in den letzten beiden Monaten stärker ausgeprägt.

Weitere wichtige Daten sind, dass sich die meisten Todesfälle in diesem Jahr, wie im letzten Jahr, auf ältere Menschen ab 65 Jahren konzentrieren und überwiegend Männer sind. So starben im Jahr 2019 beispielsweise mehr Männer als Frauen, insgesamt 17.212 (57,4%) gegenüber 12.747 Frauen (42,6%).

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Mehr als 60 Todesfälle pro Tag die nicht auf Covid-19 zurückzuführen sind

  1. Das ist eine massive Untersterblichkeit in Paraguay. Bei 7 Mio Einwohnern und einer Lebenserwartung von 70 Jahren ergibt es eine normalsterblichkeit von fast 300 Personen pro Tag. 7mio : 70 : 365 = 274.

  2. Heinz1965, genau richtig. Ich frage mich, weshalb man nicht flexibel auf neue Erkenntnisse eingeht und sofort die Wirtschaft hochfährt ? Was auch in der Regel im Wochenblatt publiziert wird, sind Todeszahlen ohne jegliche Verhältnismäßigkeit wie Sterbealter, Vorerkrankungen, Übersterblichkeit. Aber selbst die Regierung wird scheinbar von inkompetenten Kurpfuschern mit Eigeninteressen beraten.

    1. vielleicht ist das ja gar nicht gewollt. Es geht darum, die demokratischen Rechte einzuschränken, die Menschen gegen einander aufzubringen. Dann hat man leichtes Spiel und kann alle Gesetze, Verordnungen und Maßnahmen durchsetzen.
      In Berlin bspw. finden heute wieder mal Demonstrationen statt. Die einen demonstrieren gegen die Corona-Maßnahmen und für ihre demokratischen Rechte. Andere Gruppen demonstrieren gegen die Lockerungen und die Beibehaltung der Kontaktbeschränkungen.
      Warum geht jemand auf die Straße, um für den Erhalt der undemokratischen Maßnahmen zu streiten ? Das ist doch wiedersinnig. Die bräuchten doch bloß zu Hause bleiben und schon wären ihre Forderungen erfüllt.
      Welche Gefahr geht eigentlich von den „Verschwörungstheroetikern“ aus ? Die glauben also nicht das, was die klugen Menschen glauben, sondern was anderes – sein es falsch, sei es absurd – eben was anderes. Aber wo ist die Gefahr. Schränken die „Verschwörungstheroetiker“ die Rechte anderer ein, rufen sie zur Gewalt oder Widerstand auf – bedrohen sie die demokratische Ordnung (wie Herr Seehofer – seines Zeichens Innenminister in Deutschland) letztens behauptete ?
      Sinngemäß behauptete er, das „Verschwörungstheoretiker“ die Demokratie destabilisieren. Die unsäglichen Maßnahmen, welche die demokratischen und bügerlichen Rechte in einem bisher unbekannten Maße einschränken sind aber unter seiner Verantwortung umgesetzt worden. Wer destabilisiert jetzt tatsächlic die Demokratie ?

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