Mehr Angestellte als defekte Leitungen

Die derzeitige Regierung hat 2013 schon einen Personalabbau bei dem staatlichen Sanitärversorger Essap versprochen, zwischen 2014 und diesem Jahr wurden aber 650 neue Leute eingestellt. Die Gehälter bewegen sich zwischen 2.392.000 und 12 Millionen Guaranies je Monat.

Osmar Ludovicio Sarubbi (Beitragsbild), Leiter der Behörde, bestätigte die Angaben, noch 2013 hatte er gesagt, das Unternehmen verfüge über mehr Personal als erforderlich. Er fügte an, 1.800 Angestellte würden reichen, heute sind es 2.176.

„Die Probleme zwingen uns dazu (hoher Personaleinsatz), wenn das System neu wäre, langten 4-6 Angestellte für 1.000 Klienten, wir haben aber nichts Neues, stattdessen entwickeln wir einen Notfallplan nach dem anderen und haben mehr Ausgaben für die Wartung als für Investitionen“, sagte Sarubbi.

Er wiederholte die alarmierende Zahl von 12-15 gebrochenen Rohren je Kilometer, normal sind ein bis zwei. Wir haben 500 “Planilleros“, die eigentlich nur auf der Gehaltsliste stehen und intern umgeschichtet werden, damit sie (keine) Aufgaben erfüllen, das wurde erkannt und wird behoben, aber wir brauchen sie für das Notfallmanagement.

Bezüglich der Gehälter erklärte Sarubbi, diese sind gesetzlich vorgeschrieben und man mache bei der Einstellung “eine Auswertung, ob diejenigen, die empfohlen worden sind, geeignet sind“.

Das Grundgehalt beträgt 2.392.000 Guaranies und steigt dann auf 5 bis hin zu 12 Millionen Gs, je nach Dauer des Angestelltenverhältnisses, durchschnittlich bekommt jeder in etwa 3.000.000 Gs.

Bei 650 neuen Beamten kommen damit monatliche Kosten in Höhe von fast 2 Milliarden Gs. zusammen. Im Gegenzug fährt das Staatsunternehmen wegen gebrochener Rohre, illegaler Anschlüsse und “Fehler“ in der Abrechnung 118 Milliarden Guaranies Verlust ein. 21% der Bevölkerung profitieren von dem Staatsbetrieb, das entspricht 220.000 Anschlüssen in der Hauptstadt und 110.000 im Inland.

Die Anzahl der Lecks scheint unendlich, doch sie wird scheinbar von der Menge an Angestellten übertroffen.

Quelle: ABC Color

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1 Kommentar zu “Mehr Angestellte als defekte Leitungen

  1. Dies ist eines der grundsätzlichsten Probleme von Paraguay! Es herrscht Dünkel und Laien geben Fachwissen vor, bevorzugt wird geflickt ohne Plan, bevor mal etwas langfristig und fachlich korrekt gebaut wird. Dies sieht man überall, alles gekippert, mit Draht zusammengeflickt. Autos ,Häuser Stromtrassen, alles gepfuscht! Schade, denn sicher würden die Menschen gerne eine gute Ausbildung erhalten und nachher auch was vorweisen können!
    Ingeneuer wird man halt nicht nur durch Bestechung, manche erlernen das auch tatsächlich 😉

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