Mehr Geld als vorhanden

Asunción: Laut der Meinungen zweier Experten aus dem Energiebereich, Luis Fleitas Vega und Ricardo Canese, kostet es 1 Milliarde US-Dollar damit die Ande die Hochleitungen unterirdisch verlegen könnte. Der meiste Haushalt geht für Löhne drauf.

Das Unwetter des vergangenen Samstags hinterließ eine Schneise der Verwüstung und 400.000 Kunden (rund 1,6 Millionen Menschen) der Ande ohne Strom. Auch 36 Stunden nach dem Unwetter waren noch 20.000 Menschen ohne elektrische Energie. Um eine Dienstleistung mit Qualität offerieren zu können, reicht es nicht nur gute Löhne an die zu zahlen, die bei der Ande angestellt sind, auch Investitionen sind notwendig.

Der Energieexperte Luis Fleitas Vega erklärte, „dass mit jedem Unwetter das Gleiche passieren wird, bis die Ande 1 Milliarde Guaranies investiert. Unser Problem ist nicht die Generierung des Stroms, auch nicht die Übermittlung, sondern die Verteilung. Unser System ist obsolet eine Technologie des vergangenen Jahrhunderts, die getauscht werden muss“.

Bei der gestrigen Pressekonferenz der Ande, sagte der Vorsitzende, Félix Sosa, „dass vorerst 220 Millionen US-Dollar für dringende Sachen benötigt werden, neue Leiter und Detektoren, die bei Stromausfall funktionierende Bereiche am Netz halten“. Fleitas drängte Sosa dazu klarer zu sprechen, „denn die 220 Millionen US-Dollar Investition sind nicht ausreichend, damit sich Gleiches nicht wiederholt. Von der Milliarde US-Dollar müssten 800 Millionen US-Dollar in unterirdische Verlegung der Kabel investiert werden“. Bei der Debatte um eine Privatisierung erklärte Sosa, “dass er daran zweifelt, dass jemand die Arbeit der Ande machen möchte bei einem jährlichen Verlust von 300 Millionen US-Dollar”.

Energieexperte und Ex-Parlasur Politiker Ricardo Canese für seinen Teil erklärte, dass nicht mal 1 Prozent der 750 Millionen US-Dollar jährlich von den Einnahmen des Stromverkaufs in Investitionen gesteckt werden. Wenigstens 8 Prozentdavon müssten stetig für Investitionen aufgewendet werden. Unter Nicanor Duarte Frutos und Lugo wurden wenigstens 5 Prozent für Investitionen aufgewendet.

Wochenblatt / El Independiente

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8 Kommentare zu “Mehr Geld als vorhanden

  1. Die Probleme der Ande sind reine “Amigo Planileros” Probleme.
    Einfach die Gehaltsliste von oben bei den höchsten Einkommen nach unten durch Entlassungen abarbeiten und alle Probleme sind trotz Abfindungen innerhalb 1 Jahres gelöst.

  2. Die Kabel unterirdisch zu verlegen hättens schon vor Jahren beginnen können. Hab ja lange überlegt warum sie des ned tun. Ist natürlich die Angst, diese zu verbuddeln, dann wieder ausbuddenl zu müssen, um sie 5 Meter daneben wieder zu verbuddeln, weil Bauplan falsch herum gehalten. Aus Weitsicht verbuddelt man die Leitungen auch nicht, dann gäbe es ja nix mehr zu tun für alle die Amigos, wenn die Leitungen verbuddelt wären.

    1. nicht ganz Alex, dazu bräuchte es noch mindestens 20 Leute, die etwas von Ihrem Job verstehen, nicht nur kassieren. Aber an sonsten hast Du Recht. Vor allem keine Abfindung oder Ausgleichzahlungen leisten.

  3. Wenn die Leitungen unter der Erde liegen wird es unmöglich illegale Anschlüsse zu entdecken. Im Umkehrschluss:es wird noch mehr illegale Anschlüsse geben. Ausserdem im Land des Wassers sind Leistungen im Boden sehr unsicher. Und die Leitungen im Boden werden noch schlampiger verlegt weil man es hinterher nicht mehr sieht. Und die Hochleitungen sind viel schneller repariert als Leitungen im Boden.
    Aber bitte hört auf Bäume unter und neben den Leitungen wachsen zu lassen oder gar zu pflanzen.
    Also lasst die Leitungen wo sie sind.

    1. dreier, wenn die illegale Anschlüsse sehen wollten, dann würden die das auch im Boden ” sehen”. Sogar auf Anzeigen sind die blind. Das es im Boden mehr Illegale Anschlüsse gibt, wage ich zu bezweifeln, da müssen die ja arbeiten und nicht einfach ne Kralle über das Kabel hängen. Unterirdische Kabel sind isoliert ,also nicht so leicht zu ” Knacken” ohne das es auffällt. Klar bei der Fehlersuche haben die ” gut Ausgebildeten Experten” dann Ihre Probleme, weil kein Kabel lose rumhängt, man dann eine andere Firma beauftragt, die das Kabel erneuert.

  4. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Leitungen unterirdisch zu bauen ist keine Idee. Ich selber geh dazu ueber Wasserschlaeuche die ueber Kilometer das Wasser leiten nur ueberirdisch zu verlegen. Wurzeln zerstoeren die Schlaeuche und man findet nie die Rohrbrueche – es kommt einfach nur kein Wasser mehr.
    Mit ueberirdischen Wasserleitungen habe ich nicht Probleme gehabt. Sie muessen nur natuerlich bewachsen werden lassen und langsam zustauben damit die Sonne (UV) die Roehre nicht angreift. So findet man jedes Problem und kann es leicht beheben.

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