Mennonit vertreibt Landbesetzer

Campo 9: Ein großes Kontingent der Nationalpolizei räumte ein 35 Hektar großes Landstück, das von Campesinos besetzt war und dem Mennoniten Wilhelm Friesen Hildebrand gehört.

Der Polizeieinsatz erfolgte aufgrund einer Anzeige des Mennoniten gegen die Landbesetzung gegenüber der Staatsanwältin Sonia Estigarribia.

Die Campesinos verließen das Grundstück ohne weiteren Widerstand, obwohl sie davor gewarnt hatten, dass sie vor den Gerichten ihre Ansprüche weiter durchsetzen würden, denn sie seien im Recht.

Ein Areal in der Größenordnung von 350 Hektar war vom Staat für die Ansiedlung von Campesinos bereitgestellt worden, jedoch verkauften einige von ihnen ihre Eigentumsrechte weiter, die dann, unter anderen eben auch von Hildebrand, erworben wurden.

Die Campesinos argumentieren, dass der besagte Grundstücksauszug aus dem Jahr 2004 nur eine zweijährige landwirtschaftliche Nutzung aufgewiesen habe. Dieser Status sei schon lange abgelaufen und deshalb sei der Titel ungültig.

Die Räumung des Grundstücks wurde von mehreren Vertretern aus Menschenrechtsorganisationen begleitet. Es kam aber zu keinen Zwischenfällen.

Wochenblatt / Campo 9 Noticias

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9 Kommentare zu “Mennonit vertreibt Landbesetzer

  1. Wie doof ist das denn? Von Seiten dieses Staates? Ich meine nicht die Räumung, die ist ok, wenn es rechtlich so ist, doch wie es soweit kommen konnte! Wieder einmal.

  2. Wilhelm Friesen Hildebrand ist klar ein mennonitischer Name. Wuerde man diesen als „Deutschen“ uebersetzen so glaubten die Deutschen aus DE dass er aus Deutschland stamme wo aber die Mennoniten gleich wuessten dass es einer der ihrigen waere.
    Niemand in diesem Lande sieht sich als „paraguayo“ ausser die Latinos denn jeder ist der Meinung dass die Abstammung, also das ius sanguini, das alleinig bestimmende ist, wohingegen das lokale Rechtssystem nach dem ius solis sich richtet. Alles wird nach Rasse und Reichtum beurteilt.
    Der Lateiner wird den Mennoniten, brasiguayo, deutschen, Franzmann, amerikaner, usw immer als Fremdling ansehen da er nicht vo seinem Blut und seiner Kultur ist. Das ist halt Realitaet – obs recht oder falsch ist ist eine ganz andere Sache.
    Juristisch ist die Sache klar: da hat jemand mit boeser Absicht das Landstueck verkauft wo der Kaeufer (Mennonit) klar wusste dass dieses nicht verkaeuflich war bzw dass die Landlosen Besitzer irgendwann dieses wiederhaben werden wollen; und hat es trotzdem gekauft.
    Beschiss und schnelles Geld sind immer im Spiel so dass keine der Seiten ohne Dreck am Stecken ist.
    Der Menno denkt sich so dass er den Kaufpreis mit der ersten Sojaernte einfaehrt und spekuliert darauf dass er es mehrere Jahre nutzen kann bevor die Probleme anfangen und so nicht viel Geld mit der Beackerung verdient.
    Jetzt soll er wohl wieder den Preis zahlen damit er da weiter drauf bleiben kann – und das Rad dreht sich weiter in die Runde.
    Ich geh davon aus dass solche Staatsschenkungen mit einer Unverkaeuflichkeitsklausel behaftet sind so dass jeglicher Weiterverkauf automatisch ungueltig ist und boese Absicht vom Kaeufer angenommen wird.
    Des Mennoniten Sache steht auf wakeligen Beinen. Dies ist ein standard Konflikt in Paraguay.

  3. Hey Wochenblatt, ich verstehe den Artikel nicht. Oben steht 35 ha, ein paar Zeilen weiter sind es schon 350 ha.

    Handelt es sich hier um das selbe Grundstück oder
    eine Übertreibung der Polizei, die nach Hektar bezahlt wird,
    oder eine Untertreibung der Besetzer, die nur ihr Recht einklagen wollen,
    oder um einen unfähigen Mennoniten, dem 35…350 ha gehören, und er es nur vergessen hat?

  4. …diese fake news…es ist kein menonit sondern das gesetz durch die Polizei. ..was soll diese hetze .? Ist ja wie in deutschen medien…ok ..Wochenblatt schreibt ja auch nur ab..aber müsst ihr jeden scheiss mitmachen..es lebe der Rassismus. ?
    Mennoniten katholische. .indianer. .wer hier geboren wird ist paraguayo. ..merkt euch das doch mal…

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