“Mennoniten-Gemeinde lebt unter einem diktatorischen Regime“

Nueva Durango: Anwalt Pedro Mendoza, der die Klage wegen der brutale Schläge auf einen jungen Mennoniten unterstützt, sagte, dass die Kolonie unter einem diktatorischen Regime lebe, das die Bevölkerung terrorisiere und gegen nationale Gesetze verstoße.

Der Jurist sagte, die Verwandten seines Mandanten hätten ihm erzählt, dass ähnliche Gewalttaten in der Gegend immer wieder vorkämen.

“Wir beurteilen hier also mehr als nur einen einfachen Mordversuch, wir haben die Möglichkeit zu ermitteln, wenn ein Staat über den paraguayischen Staat geschaffen wird, der die Gesetze verletzt”, sagte der Anwalt Pedro Mendoza.

Mendoza forderte Gefängnis für den Angreifer seines Mandanten Jacob Gunther, da die Schläge auf sein Gesicht sein Leben gefährdeten.

Der zuständige Staatsanwalt, Lucrecio Cabrera, sagte, dass der Fall mit mehreren von seiner Dienststelle angeordneten Ermittlungen untersucht wird.

Er stellte jedoch klar, dass alles von dem vom Gerichtsmediziner Dr. Floriano Irala vorgelegten Bericht abhängen wird, um festzustellen, ob es sich bei der Tat um ein öffentliches oder privates Verbrechen handelt.

Der Gerichtsmediziner teilte mit, dass er eine augenärztliche Untersuchungen angefordert habe, um die Schwere der Verletzungen des Opfers festzustellen, und dass er je nach den Ergebnissen sein Gutachten abgeben werde.

Die Leiter der Nueva Durango-Gemeinde haben sich noch nicht zu den Gewalttaten geäußert, die in der Gemeinde häufig vorkommen, aber als interne mennonitische Angelegenheit behandelt werden, heißt es in den Berichten.

Jacob Gunther, ein 18-jähriger Mennonit, wurde, laut Video, am vergangenen Sonntag von Peter Klassen (25), einem anderen mennonitischen Siedler aus der Kolonie Nueva Durango im Bezirk Maracaná, brutal geschlagen.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu ““Mennoniten-Gemeinde lebt unter einem diktatorischen Regime“

  1. Sieht so die Wirklichkeit in vielen mennonitischen Gemeinden aus? Gewalt und Tyrannei? Dazu unfähige oder feige Gemeindeoberhäupter. Oder schlimmer noch, Gemeindeälteste die Gewalt und psychischen Terror im “Namen Gottes” gar für gut heißen um die “Schäfchen” auf den rechten Weg zu bringen? Es kann und darf nicht sein, daß ein zivilisierter Staat wegguckt und eine Minderheit tun und lassen kann was sie will. Mennoniten haben mit gutem Recht viel Selbstverwaltung und gewisse Sonderrechte – aber alles hat seine Grenzen. Spätestens bei Gewalttaten, die im Gegensatz zu den Menschenrechten und vor allem den sonst immer so hoch gehaltenen biblischen Regeln bzw. Gesetzen stehen, hört der Spaß auf. Der Staat muß hier einschreiten und ein Exempel statuieren!

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    1. ZItat: “Mennoniten haben mit gutem Recht viel Selbstverwaltung”
      Sehe ich nicht so. Es darf einfach keine Parallelgesellschaften geben. Vor dem Gesetz sollten alle Menschen gleich behandelt werden und nur der Staat sollte das Recht haben Gesetze zu machen und durchzusetzen. Alles andere ist Selbstjustiz und damit kriminell. Obgleich auch ich des Öfteren Selbstjustiz anpreise, aber eben aus dem Grund, weil der Staat in Paraguay schwach und korrupt ist und Selbstjustiz oftmals die einzige Möglichkeit ist überhaupt irgendwie Gerechtigkeit zu erfahren.
      Ziel sollte eine vernünftige Gesetzgebung sein und ein starker Staat, der diese Gesetze auch durchsetzen kann.

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