Mennoniten übernehmen die Rolle des Staates

Santa Rosa del Aguaray: Die bäuerliche Bevölkerung der Siedlung 3 de Febrero, Departement San Pedro, bedauert den Mangel an Sicherheit in der Region und bekräftigt, dass ihre Nachbarn, die mennonitischen Siedler, die Rolle des Staates in der Region ersetzen.

Ängste vor Unsicherheit und Entführungen verringern jedoch ihre Aktivitäten. Sie fordern Frieden und Sicherheit, damit sie weiterhin Unterstützung von den Mennoniten erhalten können.

Es handelt sich um etwa 100 Familien, die auf einem 2.573 Hektar großen Areal an der mennonitischen Kolonie Río Verde leben. Sie sind verzweifelt, angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage, weil die Mennoniten, die die Rolle des Staates übernehmen und die Bauernfamilien unterstützen, aus Angst vor weiteren Entführungen ihre Arbeit vermindern und das schadet auch den einfachen Bauern.

Valerio Neumann, Präsident der Kleinbauernvereinigung, sagt, dass die Mennoniten sie beim Bau und der Reparatur von Straßen, Brücken und sogar bei der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser unterstützen würden.

Er fügte hinzu, dass sie ihnen auch Arbeitsplätze in der Nachbarschaft anbieten. Ebenso unterstützen sie die landwirtschaftliche Produktion. „Viele arbeiten in der Kolonie, und viele andere helfen uns bei der Bodenvorbereitung, bei der technischen Hilfe und beim Anbau von Mais und Sojabohnen“, sagte er.

Für all das bedauert er, dass sie aufgrund der vorherrschenden Angst vor Unsicherheit und Entführungen ihre Aufgaben reduziert hätten.

Die Dorfbewohner bitten die Regierung nun nochmals um mehr Sicherheit für die Mennoniten, damit sie weiterarbeiten und kleine Produzenten in der Region unterstützen können.

Wochenblatt / ABC Color

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8 Kommentare zu “Mennoniten übernehmen die Rolle des Staates

  1. Das sind die wahren Vorbilder und Patrioten des Landes! Christliche Mennoniten die einfach ihrer Arbeit nachgehen und sich dabei noch für Andere selbstlos einsetzen. So hat man es gerne: Hart arbeiten, vorbildhaft in allen sozialen Bereichen, nach Gottes Geboten leben und sich sonst still verhalten und ja nicht aufmucken. Und dennoch gibt es Neider und Hetzer, die behaupten, wer sich an Gott orientiert und nach dessen Geboten lebt könne nur ein Psychopath sein. So jedenfalls eine in diesem Forum unwidersprochen verbreitete Meinung von üblen Hetzern. Wie lange muß man sich das eigentlich noch gefallen lassen?

    1. Gibt es auch nichtchristliche Mennoniten? Woher wissen sie und Sie, was Gottes Gebote sind? Gelten diese nur für Christen oder auch die Milliarden andere Menschen, die „Ungläubige“ sind? Falls ja, wie sollen diese die Gebote Gottes kennen lernen? Mit Hilfe von christlichen Internet- Fernseh- und Laienpredigern? Für Menschen niedrigen Bildungsstandards kann man doch Kasperle-Theater einsetzen?

  2. Mennoniten in Rio Verde unterstützen Kleinbauern??Womit denn?Lernen sie die gute Leute etwa Trekker fahren?
    Sie brauchen dumme Leute die ,die transgenen Kulturen die in Rio Verde das Landschaftsbild prägen,sprühen und pflegen damit,sich nur einer,
    der Mennonit,auf Kosten des ungebildeten „Packes“bereichern kann.
    Wieso leben dort wo die Mennoniten leben oder intensive Landwirtschaft betrieben wird,immer auch die meisten Landlosen???…
    Die Entführungen und Sicherheitsmängel in der Regionsind doch erst durch diese „Leute“ entstanden.Sie nahmen Ländereien,stifteten Ärger,vergiften die Felder,Flüsse und Grundstücke unschuldiger Leute,sie missbrauchen die Indianer und ihre Frauen….und wundern sich jetzt über Unruhen,EPP?
    Im Allgemeinen finde ich die Entwicklung der Mennonieten weltweit sehr gruselig.Fleissig Leute sind die Mennoniten,das muss man Ihnen lassen aber sie arbeiten leider nicht mehr im Namen Gottes sondern um es auf den Punkt zu bringen für den Teufel.

    1. Einfach haarsträubend und ein Beweis von absoluter Unkenntnis. Hauptsache seinen Senf hier abgeben. Ich empfehle Ihnen dringend, für 4 Wochen unvoreingenommen in der mennonitschen Kolonie zu leben, vielleicht auch dort mitzuarbeiten. Oder einfach eine der vielen sozialen Einrichtungen in Paraguay besuchen, die von den Mennoniten selbstlos und vorbildhaft betrieben werden. Meist müssen die Bedürftigen (i.d.R. Einheimische) dafür nicht einmal etwas bezahlen. Auch vom paraguayischen Staat gibt es dazu keine finanziellen Hilfen. Folglich finanzieren die Mennoniten das alles alleine und teilweise über Spenden von mennonitschen Gemeinden in den USA/Kanada und Deutschland. So funktioniert das mit den gläubigen Mennoniten. Während sie etwas tun, lästern andere nur und haben in Wirklichkeit keine Ahnung!

  3. Dem letzten Beitrag kann ich nur zustimmen. Es wäre gut sich selbst ein Bild zu machen, ehe man geistloses Zeug schreibt.

  4. Wenn die Kleinbauern die Unterstützung der Mennoniten vermissen und weiter wollen, wird diese wohl zur Verbesserung ihrer Lebensumstände beigetragen haben und deshalb auch gut gewesen sein.
    Ob nun nur aus christlicher Nächstenliebe oder zum beiderseitigen Vorteil ist eigentlich nebensächlich.
    Allein das Ergebnis zählt.

  5. Auf wundersame Weise driftet hier nahezu jedes Thema in eine versuchte Läuterung der sogenannten Unglaubigen ab. Jeder kann das glauben, was er für sich als richtig erkennt, bestenfalls so, wie es für ihn oder sie täglich erlebbar ist. Der Eine findet eben einen bei jeder Gelegenheit immer nach Geld Strebenden gut und der Andere eher eine Ordnung, die alles kostenlos herrichtet.
    Dieser Herr hat es mal so ausgedrückt: „Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.“ M. K. Gandhi

    Oder verstehbar ausgedrückt: Der „Liebe Gott“ hat uns schließlich keine Chemiekanister an die Bäume gehängt oder auf die Äcker gestellt, sondern Früchte und Pflanzen, um Mittel zu ernten, die dem Leben dienen, genannt: LEBENSmittel.
    Wenn wider die Natur gearbeitet wird, ob fleißig oder weniger fleißig, wird das eben – wie auch immer und vom wem auch immer – folgerichtig korrigiert.

  6. Denksport zum Wochenende:
    Das – finale – „Ergebnis“ lautet: Zerstörung unser aller Lebensräume durch Vergiftung. Sehr kurzfristig gedacht, um eine Ver(schlimm)besserung von Lebensumständen zu erreichen.
    Landarbeiter arbeiten auf Arbeitsauftrag mit oder ohne Gift, Hauptsache ist, die Familie wird satt, na ja…oder eben im ersteren Fall mit Nahrungsmitteln statt mit LEBENsmitteln abgefüllt.
    Dass es ohne Gift geht, sieht man an biologisch arbeitenden Landwirten und würde bei Umsetzung garantiert mehr Leuten wegen der Hege und Pflege der Natur zu Arbeit verhelfen. Na ja, vielleicht auch nicht, wenn wir dann Massen von Arbeitern mit den Wattestäbchen zum Befruchten der Pflanzen in die vergifteten Felder schicken müssen, weil das Gift die Bienen und anderen Befruchter gekillt hat, die übrigens kostenlos mithelfen könnten (wenn man sie ließe).
    Nur kostet das Ergebnis den Kunden vielleicht den Verzicht auf die Anschaffung eines neuen Handys pro Jahr.
    Und zur bioLOGISCHen Arbeitsweise zurückzukehren wollen müsste es el jefe.

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