Mennoniten: Wegzug in den Chaco und neue Herauforderungen

Tacuatí: Insgesamt 130 Familien mexikanischer Herkunft kehren San Pedro den Rücken, um sich friedlich dem hinzugeben, was sie aus Tradition und Brauch tun wollen, nämlich arbeiten.

In den fünf Ansiedlungen Manitoba, Nueva México, Río Verde, Santa Clara und La Yeya leben um die 1.100 mennonitische Familien. Da von ihnen nun rund 10% in den Chaco umsiedeln, ergeben sich für die Zurückgebliebenen Chancen, aber auch mehr Arbeit.

Die meisten Mennoniten, die sich in San Pedro ansiedelten, kamen direkt aus Mexiko. Río Verde wurde beispielsweise 1969 gegründet und ist bis heute noch die größte Ansiedlung. Santa Claro folgte drei Jahre später und Manitoba, benannt nach einer Provinz in Kanada gründete man 1983.

Als 1916 verboten wurde, dass in Kanada auf deutsch unterrichtet wird, zogen die Mennoniten erst nach Mexiko und später weiter nach Paraguay. Ihr neuer Standort im Chaco, erlaubt ihnen zudem eine terrestrische Verbindung zu ihren Glaubensbrüdern in Bolivien. Auch der zentrale Chaco, südlich von ihnen, ist mit Tausenden Mennoniten sicherlich ein angenehmer Anlaufpunkt, wenn auch Welten zwischen der Lebensweise beider Gruppen liegen.

Zu einem Treffen mit dem mexikanischen Staatschef, Enrique Peña Nieto, wie von den Bewohnern San Pedros gewünscht, kam es diese Woche leider nicht. Nur der mexikanische Botschafter stattete den Bewohnern vor Monaten einen Besuch ab und informierte sich über die aktuelle Sachlage.

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