Menschenrechtsverletzungen prägen derzeit das Bild der Kolping-Stiftung in Paraguay

Es scheint kein Ende zu nehmen in der Korruptionsaffäre um die Kolping-Stiftung. Dem neuen Geschäftsführer und Rechtsanwalt, Dr. Olaf Freiherr von Brandenstein, ist es zuzuschreiben dass die Korruptionsermittlungen der Deutschen Bundesregierung behindert wurden. Sein Führungsstil lässt einen ganz neuen Wind beim Kolping aufkommen. Mitarbeiter und bereits entlassenes Personal sprechen von einen Terrorregime, dass derzeit bei Kolping wütet. Es hat den Anschein als wollte Freiherr von Brandenstein die Kolping-Einrichtungen mit allen Mitteln schließen. Ein Schock für Eltern und Schüler, hunderte Stipendien wurden storniert und die Studiengebühren nachgefordert.

Den Lehrern im Kolping-Institut wurde die Art und Weise ihrer Behandlung zu viel. Sie gründeten eine Gewerkschaft, um gegen zuhalten. Die Mitarbeiter leben ständig in der Angst zum Monatsende entlassen zu werden, ein Drittel des Festpersonals wurde bereits gekündigt. Von Einsparungen kann nicht die Rede sein, ersatzweise brachte Freiherr von Brandenstein sein eigenes Personal mit. Einige der Entlassenen hatten nicht einmal ihr letztes Gehalt erhalten, darunter alleinstehende Mütter. Ganz geschweige dessen dass ihnen die zustehende Abfindung nicht gezahlt wurde. Das Arbeitsministerium ist alarmiert, die Kolping-Stiftung wird derzeit regelrecht mit arbeitsrechtlichen Klagen überschüttet.

Bei den Bildungsinstituten sieht es auch nicht rosig aus, den meisten Inlandsinstituten droht mittlerweile das Aus. Eine Radikalkur durfte das erfolgreiche ECO-Center in Ypane erleben. Fast alle Mitarbeiter wurden bereits entlassen. Nur der Direktor des ECO-Centers – Othoniel Meirelles – hält die Stellung, da er auch auf den Gelände wohnt. Herr Meirelles ist ein alter Mann von 75 Jahren, der sich aufopfernd für junge Menschen und die Umwelt bei Kolping stark gemacht hat. Ein älter Mann um dessen Gesundheit es nicht gut bestellt ist, dies seit dem er sich täglich den Schikanen des Freiherrn von Brandenstein ausgesetzt sieht. Herzproblemen und zu hoher Blutdruck machen ihm besonders zu schaffen. Sein letztes Gehalt und die für die Kolping-Stiftung verausgabten Kosten blieb Freiherr von Brandenstein diesen alten Mann schuldig.

Dr. Olaf Freiherr von Brandenstein arbeitet mit harten und nicht immer legitimen Bandagen, so schickte er einen seiner Vasallen ins ECO-Center. Dieser gab vor, ein Untersuchungsbeamter der Behörde für Wirtschaftsdelikte zu sein, die im Korruptionsfall Kolping ermittelt. Ziel dieser Aktion war herauszufinden was Herr Meirelles über die Veruntreuung von Regierungs- und Spendengeldern wusste, denn ihm sind einige kompromittierende Dokumente bei Aufräumungsarbeiten in die Hände gefallen. Hiervon setzte Herr Meirelles den Vorstand der Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerks (SEK) in Köln in Kenntnis.

Das ECO-Center auf dessen Gelände die Kolping-Stiftung Projekte durchführt gehört dem SEK in Köln, dahinter verbirgt sich einer internationale operierende katholische Einrichtung. Der SEK-Geschäftsführer, Hans Drolshagen, dirigiert derzeit nach eigenen Angaben die Geschicke der Kolping-Stiftung Paraguay und trägt somit die Verantwortung was derzeit in Paraguay geschieht.

Freiheitsberaubung, ist bezeichnet für dass was derzeit im ECO-Center passiert. Ein dickes Vorhängeschloss und ein Wachposten versperren Herr Meirelles den Ausgang. Die Situation spitzt sich zu, Antonio Palazón Ibieta, Vorsitzender des Ethik-Tribunals gegen die Straflosigkeit und Mitglied des Menschenrechtsausschusses von Paraguay nimmt sich der Situation an und verschafft sich ein Bild der Lage. Die Situation die sich im bietet veranlasste ihn unverzüglich zu handeln. Staatsanwaltschaft und die Nationalpolizei sind eingeschaltet. Kongressabgeordneter, Carlos Soler, erwartet den Bericht der Staatsanwaltschaft, damit die Abgeordnetenkammer so schnell wie möglich einschreiten kann.

Die Nahrungsmittel gingen Herrn Meirelles zu Ende. Es musste dringend etwas geschehen. Die Jugendgruppe von OIPIC, einer Nichtregierungsorganisation, brachte Herrn Meirelles für zwei Wochen Lebensmittel, die ihm durch ein Loch im Zaun übergeben wurden. Santiago Servin, vom Opernchor der Universität Norte singt für Othoniel Meirelles „Mein Heimatland dass ich mir wünsche“. Mit dieser Geste zeigten die Jugendlichen ihren Ausdruck der Solidarität. Gerechtigkeit gegen jegliche Form von Ketten, für Frieden, sind der Inhalt dieses Liedes.

(Wochenblatt / Miguel Amarilla)

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