Mit der Festnahme von González Daher kommt einiges ans Licht

Luque: Ramón González Daher scheint auch den eigenen Fußballklub als Geldwäschezentrale genutzt zu haben. Obwohl der Klub beim Fiskus riesige Gewinne meldete, konnte er kaum sein Personal bezahlen, von Investitionen will man gar nicht sprechen.

Während die Direktoren des Klubs Sportivo Luqueño angeblich Gewinne scheffelte, musste man im Dezember 2018 bei der paraguayischen Fußballvereinigung APF einen Vorschuss für die Übertragungsrechte von 2019 beantragen, um die Löhne der Spieler und des Trainers bezahlen zu können. Neue Investitionen wurden wegen Geldmangel ausgesetzt.

In den letzten drei Jahren hatte der Club Sportivo Luqueño jedoch fast 10 Millionen US-Dollar Einnahmen:

2.560.000 US-Dollar Übertragungsrechte für TV
1.050.000 Teilnahme Copa Sudamericana
1.500.000 Verkaufserlöse von Spielern

Woher die anderen 5 Millionen US-Dollar stammen ist völlig unklar und wurde den anderen auch nicht mitgeteilt. In der Tat ist der Profifußball ein Nährboden für Geldwäsche. Wer sich in den Wirren des Fußballs auskennt kann einfach Spieler transferieren, den Wert nach oben korrigieren und später wieder unter Wert verkaufen.

Ramón González Daher war über Jahre einer der einflussreichsten Personen im paraguayischen Fußball. Er war Präsident von Sportivo Luqueño, Vizepräsident und vorübergehender Präsident der paraguayischen Fußballvereinigung APF und Vizepräsident des des olympischen Komitees von Paraguay. Nach dem FIFA Gate Skandal wurde González Daher von der FIFA gezwungen dich von der APF zu entfernen, da er ihre Ethik-Eignungsprüfung nicht bestand und somit bestraft werden musste.

Wochenblatt / Abc Color

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6 Kommentare zu “Mit der Festnahme von González Daher kommt einiges ans Licht

  1. Tja, Parteigenosse muß man eben sein und in die richtige Familie hinein geboren. Dann stehen einem alle Türen offen und das Geld prasselt einfach auf einen nieder. Erfahrungen, Bildung, Charakter, Verdienste spielen dabei keine große Rolle. Alles läuft wie geschmiert mit den richtigen Amigos an der Seite. Nur wenn allzuviel an das Licht der Öffentlichkeit kommt (dank der freien Presse) ziehen sich die blutsaugenden Amigos vorerst wieder zurück um abzuwarten, ob der verbrecherische Amigo eines Tages wieder an die Tröge kommt. Dann sind sie selbstverständlich wieder da und versprechen ewige Treue. Hier nennt sich das „Aktualisierung“ (Die Begriffsentstelltung ab ich auch erst in PY gelernt) Wie widerlich ist das alles – einfach nur noch zum Kotzen! Doch viele fühlen sich unter diesen vielen Kotzbrocken sehr wohl und verbieten sich alle Kritik.

  2. …und wieder mal,wie ich immer sagte,Gott Fusball wird leider extrem überbewertet,früher mal allmächtig,heute nur noch zum Geldwaschen gut?

  3. Entrüstung wieder mal von einem der sich immer Entrüstet! Doch wer verbietet denn Kritik, wie da bei S-m geschrieben? In allen Paraguayischen Medien wird darüber Kritisch berichtet. Im WB die Übersetzung aus Abc Color für Leute die sich für Paraguay interessieren und im Ausland leben und auch für Extranjeros welche im Land leben und der Landessprache nicht mächtig sind, oder zu Arm um sich eine Zeitschrift zu kaufen. Kritik also im doppelten Sinn. In Spanisch und in Deutsch! Oder MUSS ein jeder nun seine Entrüstung hier im WB kundtun? Nicht jeder muss gleich Kotzen, oder? Vielleicht kann man seine Meinung auch nicht in Deutsch und etwas ziviler in den Medien unterbringen? Hier gibt es eine Freie Presse und Meinungsfreiheit ohne Represalien. Das ist nicht überall so.

      1. Super Möhrenkopf vom Dickmann's

        Antworten

        Achtung: Der Nickname muss nicht darauf hinweisen, ob man sich nicht besser den Nick „Korruptionsfreund“ gewählt hätte, zumal in einem Deutschen Inglesforum noch grossmaulig damit angibt Ende August nicht die 40 Euro Straßenverkehrsabgaben zusammen kratzen hat können und es so toll findet, dass man im Paragauy mit den Scheinchen wedeln kann. Der Nickname muss auch nicht unbedingt darauf hindeuten, dass derjenige 7 bis 11 Uhr paragauysche Pflichtgrundschule abgeschlossen hat, um den Artikel inhaltlich verstanden zu haben. Wohlbemerkt, es geht um das Sümmchen von über einer Milliarde US$ im Falle des werten Exsenators Daher. Manche Menschenfreunde, die einen IQ über hier landesüblich von 82 aufweisen, daher zu erfassen vermögen, was die Korruption für das Land bedeutet, würden daher besser den Nick „Korruptionsfreund“ wählen. So wäre absolute Zufrühabgebogenheit wenigstens gleich zu Beginn erkennbar.

  4. Kuno Gansz von Otzberg

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    Korruption war in der Sovietunion auch keineswegs eine Unbekannte. Nur in der UdSSR wurden solche auch mal zwischendurch erschossen.
    163. ОБХСС, Part 3. Soviet corruption: bribes, caviar, cash & communists https://www.youtube.com/watch?v=8bWE7EJF9e8
    Verwaesserte Milch, weniger Sauerkraut im Einmachglas, usw. waren auch dort bekannte Praktiken zudem dass alles was nicht niet- und nagelfest aus den Fabriken gestohlen und zuhause gehortet wurde. Geld wurde in Einmachglaesern gehortet – als weise Voraussicht fuer die „guten kapitalistischen Zeiten nach der Sovietunion“. In etwa das ist auch der Hintergrund warum chinesische Reichlinge ganz Australien und Kanada aufkaufen und so die Grundstuecks- und Haeuserpreise in die Hoehe treiben. In der UdSSR konnte man allerdings sich keine Immobilien oder Mobilien zulegen ohne dass die Politbonzen das mitbekamen – so wurden halt die Einmachglaeser mit Geld im Keller gehortet.
    Die Differenz zur Zarenkorruption war dann doch irgendwann nicht so sehr gross mehr da zur Zarenzeit die Mennoniten „die Sterne auf des Beamten Schulterklappen zaehlen mussten um das Bestechungsgeld auszurechnen“ – para un calculo mas simple tipo „trato apu’a“.

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