Mit einem blauen Auge davongekommen

Asunción: Im Vergleich mit anderen Ländern der Region kommt die paraguayische Wirtschaft mit einem blauen Auge davon, so zumindest die Einschätzung der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal).

Covid-19 ist in allen Ländern der Welt für eine Reduzierung der Konjunktur verantwortlich. In Paraguay schätzte man vor der Pandemie ein Wirtschaftswachstum von 3,5 – 4% als realistisch ein. Jetzt, so die Cepal, könnte das Bruttoinlandsprodukt Paraguays auf -2,3% sinken. Einer ersten Schätzung zufolge, die zwei Monate zurücklag, sollten es maximal -1,5% sein.

Die durchschnittliche Reduzierung des Bruttoinlandsprodukts aller südamerikanischen Länder liegt bei -9,4%, ein Wert der besonders durch Venezuela (-26%), Peru (-13%), Argentinien (-10,5%) Brasil (-9,2%) und Ecuador (-9%) beeinflusst wurde.

Die Weltbank sieht für dieses Jahr eine Abschwung von 2,8% in Paraguay als realistisch an und verweist auf ein viel besseres 2021, wo erneut 4,2% Wachstum erwartet werden. Diese Vorhersagen sind zwar an aktuellen Zahlen gemessen, können jedoch durch die unvorhergesehene Ausbreitung des Covid-19 jederzeit nutzlos werden, je nachdem, wie lang sich die Pandemie hinzieht.

Wochenblatt / La Nación

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7 Kommentare zu “Mit einem blauen Auge davongekommen

  1. Fuer Brasilien ist der Covid 1984 Hoax ein gluecksfall. Dort leidet die Wirtschaft unter dem Zusammenbruch der lieferketten aus dem Ausland, was zur Entlassung ausländischer Arbeitnehmer ohne Qualifikation geführt hat. Als Gegenmaßnahmen werden nun diese fehlenden Lieferungen durch den weiteren Ausbau der eigenen Produktion ausgeglichen und noch mehr Brasilianer eingestellt. Die billig Arbeiter aus den Nachbarländern koennen sich nicht um diese neuen zusaetzlichen Arbeitsplätze bewerben, da diese nicht reisen duerfen.

  2. Dass der Guarani gegenüber dem Dollar schon mehr als 10% abgewertet hat fällt keinem auf?
    Und die Abwertung geht fast täglich in 50 Guaranischritten weiter. Bis 10.000 ist es nicht mehr weit.
    Damit verteuern sich alle importierten Produkte. Dadurch, dass man die Löhne eingefroren hat, wird es für die arbeitende Bevölkerung ziemlich mies werden.
    Ist ja alles Nicht geplant….

  3. Kaneshapillai Kanagasuntharam

    Der Paragau, ein Land in welchem der Flugverkehr ist überwiegend zum Erliegen gekommen ist. Demnach auch der Verkehr (Busse, Taxi etc.). Mc Dooflands leer, keine Tische mehr drinnen. Drive-In hat wenigstens wieder geöffnet. Dies seit März 2020 (1620 Lokalzeit, jaja, die Straßenlöcher wurden auch wegen Corona nicht weniger, eher mehr). So ein Land, welches solche und weitere Restriktionen wegen dem Uhhh-Viru-V2.0 noch bis mindestens September aufrecht erhält, in welchem die Schüler schon kardinale 11 Tage zur Halbtagesschule gepilgert sind, ja, in so einem Land schätzt man, dass das Bruttoinlandsprodukt (Paragauys) auf -2,3% sinken wird. Da fragt man sich halt schon, was die Indigenen während der Hochkonjunktur geleistet haben außer Hängematte, Müllabfackeln, Schwuddi Iglesias auf 120 dB und BilligBierSauf. Der Artikel: Was zu beweisen war!

    1. Nicht nur im Flughafen.
      Wenn man durch die Straßen fährt, steht gefühlt jedes dritte Landelokal leer oder wurde nicht wieder geöffnet.
      „Vendo“ und „Alquilo“ – Schilder überall.
      Aber Paraguay wird mit einem Blauen Auge davon kommen!
      Dann möchte man diejenigen, die ausgeknockt wurden, lieber gar nicht zu sehen bekommen.
      Und 2021 soll es dann wieder ein tolles Wirtschaftswachstum geben!
      Wer soll das generieren?
      Die Firmen, die nach dem 2. Lockdown Ende des Jahres endgültig ruiniert wurden?
      Die Arbeitslosen?

  4. Amos Reichsfreiherr Ochs von Oxenleben

    Die meisten Tante Emma Laeden in den Staedten Asuncions waren ja sowieso nicht registriert und umgingen die Steuern. Sie moegen eventuell beim Munizip Gewerbesteuer bezahlen, aber die meisten Artikel werden an der Kasse vorbeigeschleust ohne Beleg. Oder hast du schon mal einen Beleg fuer ein Packet Kekse in Asuncion erhalten bei Laden um die Ecke? Ich nicht und man wird nur freundlich ignoriert sollte einem einfallen nach Belegen zu fragen. Offiziell gibt es zwar diese plethora an Kleinlaeden aber sie „verkaufen offiziell nicht viel“ indem sie eben ihren Buchfuehrer die Buecher frisieren lassen der dann wiederum „seinen Mann“ beim Munizip hat. Wann war es doch das letzte mal wo dir der Friseur einen Beleg ausstellte? Genau: noch nie. Und auf diesem Modus duerften all die kleinen Laeden funktionieren die jetzt ein „se alquila“ Schild angehaengt haben.
    Solche Tante Emma Laeden oder Gastronomiestaetten sind fuer den paraguayer nur zum Nebenverdienst da mit dem er sich ueber Wasser haelt – der Fiskus sieht keinen Cent von seinem Geschaeftstreiben und hoechstens bekommt der Buergermeister ein Minimum an Kleingeld in die Munizipalitaetskasse gespuelt. Das wars dann auch schon.
    Niemand merkt es wenn solche Laeden verschwinden denn niemand benoetigt sie wirklich da sie nur zum Aufpreis Waren weiterreichen die man auch anderswo bekommt. Das sind alles fuer die Wirtschaft nicht relevante Unternehmen. Devisen ins Land bringen und damit den Guarani stabil halten tun in Paraguay nur Soya, Fleisch und Weizen, und einige wenige andere mehr – das sind die relevanten Unternehmen.

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