Monsanto kündigt neues Herbizid an

Dicamba soll das neue Produkt heißen und ab 2017 in Paraguay verfügbar sein. Man will damit der zunehmenden Resistenz der Pflanzen gegen das bestehende Flagschiff-Produkt Roundup begegnen.

Dies kündigte der neue Direktor von Monsanto, Alejandro Girardi, auf einer Pressekonferenz an. Parallel zu dem Herbizid will man neue Sorten von Soja und Baumwolle entwickeln, die den Einsatz von Dicamba tolerieren, das auch mit der chemischen Verbindung Glyphosat, auf der Roundup basiert, kombiniert werden kann.

Diese Produktgruppe vermarktet das Unternehmen unter dem Namen Roundup Ready Xtend, man will so eine neue Runde im Kampf gegen Unkräuter einläuten, die Millionen von Hektar Mais, Soja und Baumwolle bedrohen.

Im Hinblick auf die Einstufung von Glyphosat als krebserzeugend durch die Weltgesundheits-Organisation (WHO) erklärte der neue Direktor, man sei damit nicht einverstanden, dabei berufe man sich auf Studien. Seit 30 Jahren sei das Pflanzenschutzmittel auf dem Markt und ihm seien bisher keine Probleme im Zusammenhang mit dem Einsatz bekannt.

Mit einem Verbot von Glyphosat würde eine Vielzahl von Produkten vom Markt verschwinden und die Landwirtschaft würde einen Rückgang erleben, ist sich Girardi sicher. Der Direktor kündigte an, seine Firma wolle die neueste Technologie nach Paraguay bringen, damit in den nächsten Jahren „Präzisions-Landwirtschaft“ eingesetzt werden könne.

Girardi arbeitet seit 18 Jahren für Monsanto in verschiedenen Funktionen, zuletzt als Direktor im Bereich Produktstrategien für das südliche Lateinamerika. Monsanto sei seit dem Jahr 2004 in Paraguay tätig.

Quelle: Última Hora

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