MOPC muss für 4 Tote zahlen

In erster Instanz wurden die Klagen der Familien abgewiesen, aber in der Berufungsverhandlung wurde das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) verurteilt, 847.056.997 Guaranies als moralische Entschädigung an die Hinterbliebenen zu zahlen.

Die vier Opfer starben bei einem Brückeneinsturz als Buspassagiere über dem Mbuyapey Bach, der die Orte Quyquyhó und Mbuyapey verbindet, im Bezirk Paraguarí, verunglückten.

Das Berufungsgericht unter dem Vorsitzenden Richter Carmelo der Vierten Kammer am Zivilgericht hob das Urteil der ersten Instanz vom 5. Februar 2014 auf und verurteilte das Ministerium zu Schadensersatzleistungen.

Die Kammer argumentierte, dass der Staat, in diesem Fall das MOPC, verantwortlich sei für die mangelnde Wartung und den schlechten Zustand der Brücke. Angesichts der niedrigen Geschwindigkeit des Busses treffe den Fahrer oder das Unternehmen Salto Cristal SRL keine Schuld. Der Richter erklärte weiter, dass das Ministerium keine Reparaturen an der Brücke vorgenommen hatte obwohl man wusste, wie gefährlich das Überqueren war.

Die Forensische Abteilung der Nationalpolizei erwähnte, dass die Elemente und Faktoren, die die Tragödie auslösten allein auf die Bausubstanz zurückzuführen seien. Streben, Balken und Bretter waren morsch, dies konnte der Fahrer auf den ersten Blick nicht erkennen, noch dazu war es zum Unfallzeitpunkt dunkel, also träfe ihn auch keine Schuld. Der Unfall resultiert allein aus dem Zustand der Brücke.

Der tödliche Unfall ereignete sich am 12. Juli 2009 um 04.30 Uhr morgens, als der Bus versuchte die Brücke zu überqueren und in den Fluss stürzte.

Quelle: Ultima Hora

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1 Kommentar zu “MOPC muss für 4 Tote zahlen

  1. Hat man so etwas schon gehört! „Moralische Entschädigung“.
    So etwas gibt es nur in Paraguay. Wenn Schuldfrage klar, dann müssen auch die zuständigen Behörden für alle Kosten der hinterbliebenen Familien aufzukommen. Das wird wohl nie der Fall sein, denn dann würde eine Schadenersatz- Schmerzensgeld- und Hinterbliebenen- Forderungswelle auf die Behörden bzw. den Staat zukommen. Bei dem Zustand der öffentlichen Straßen und Bürgersteige nicht anders zu erwarten. Entspräche jedoch dem logischen Rechtsverständnis eines halbwegs gebildetem Menschen.

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