Mord an Kolonisten: Motiv noch unbekannt

Cambyretá: Etwas nordöstlich von Encarnación wurde in der Nacht zum Mittwoch ein deutschstämmiger Landwirt ermordet. Die Tatwaffe war eine Machete. Mehrere Täter sind nicht ausgeschlossen. Noch gibt es keinen Verdächtigen.

Laut der Einschätzung des Gerichtsmediziners Aldo von Knobloch wurden Rodolfo Hofmann Oberladstätter (64) mindestens 15 tiefe Wunden mit einer Machete zugefügt, einige davon auch am dem Kopf. Der Tatort, sein Haus, ist blutgetränkt. Hofmann wurde schon mehrere Male überfallen und ausgeraubt, so die untersuchende Polizei. Allerdings tappen die Uniformierten noch im Dunklen bezüglich des jetzigen Tatmotivs.

Am Tatort wurden diverse Fingerabdrücke genommen, die im Laboratorium ausgewertet werden sollen. Im Haus von Hofmann, so erkennen es zumindest die Polizisten, kam es zu einem heftigen Kampf zwischen Angreifer und Opfer. Ob es mehr als eine Person war, die ihn aufsuchte, kann derzeit noch nicht bestätigt werden.

Gefunden hatte ihn sein Neffe am gestrigen Vormittag, als er mit ihm Tereré trinken wollte. Hofmann lebte allein.

Wochenblatt / Mas Encarnación / Itapúa Noticias / ADN

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7 Kommentare zu “Mord an Kolonisten: Motiv noch unbekannt

  1. Armer Kerl was für ein grausames Ende.

    Motive ? Vielleicht hat er zu wenig lieb gelächelt oder seine allerletzten Kröten nicht herausgerückt damit ein anderer sich ein überteuertes Handy leisten und Pornofilmchen runterladen kann oder ein nichtgewinnbringendes Taxi fahren kann, Oder vielleicht hat er langfristig gedacht und wollte sein Geld für eine Geschäftsgründung einsetzen wo es doch viel besser gewesen wäre alles an einem Wochenende mit der gesamten Nachbarschaft an einem Riesenasado zu verfressen und zu versaufen. Wer weiss. Der faulen Ausreden für solche Vorfälle gibt es viele. Sicher gibt es ein paar zugewanderte Soziologen und Therapeuten die uns hierfür eine Erklärung liefern können die das eigene rosarote Weltbild nicht zu sehr in Frage stellt.

  2. Kein schönes Ende.Der Mord war kein zufall,sicher wird man die Mörder festnehmen, Ob sie ihre gerechte Strafe für diese abscheuliche Tat bekommen ist aber fraglich.

  3. Kein schönes Ende.Der Mord war kein zufall,sicher wird man die Mörder festnehmen, Ob sie ihre gerechte Strafe für diese abscheuliche Tat bekommen ist aber fraglich

    1. Josef
      Ganz Trocken, nach 3 bis 4.Jahren mit etwas Geld sind die frei. Ist das Gerecht! Bei mir würden die alle am nähsten Baum hängen.
      Die werden erwischt, allein die Anzahl der Machetenhiebe sagt mir hier geht es um etwas mehr als Raub.

  4. „Der Tatort, sein Haus, ist blutgetränkt. Hofmann wurde schon mehrere Male überfallen und ausgeraubt, so die untersuchende Polizei. “

    Das ist ganz typisch für das Land. Neuzugänge sollten meinen Kommentar genau lesen und sich merken.
    Der Paraguayer (nicht alle, aber eine große Anzahl, vor allem in ländlichen Bereich!) ist ein Gewohnheitstier.

    Dieser Mann wurde schon mehrmals überfallen steht da. Das ging für die Leute (vermutlich alles seine Nachbarn/Leute aus seinem Dorf) ziemlich gut. Ich vermute mal beim ersten Mal war die Beute auch sehr gut. Man hat vielleicht aufgehört zu Arbeiten und sich gar Sachen auf Quota gekauft, da ja jetzt dieser „aleman“ da ist.

    War das Geld dann aufgebraucht, wurde er wieder überfallen. Wieder wußten alle wers war, aber keine sagt was und die Polizei kümmert sich nicht darum. Vermutlich waren sogar Familienangehörige (in Dörfern ist jeder mit jedem verwandt) dabei, welche sowieso zu schützen sind. Jedenfalls wurde er wieder überfallen und diesmal war die Beute kleiner. Da waren die Täter dann aber sauer. „Beim letzten Mal war mehr zu holen, Scheiß aleman! Was denkt der sich eigentlich, wie soll ich jetzt mein Haus fertig bauen und die quotas zahlen!!!! Aber lassen wir es mal gut sein, beim nächsten Mal hat er hoffentlich wieder mehr“.

    Dann hat man ihn wieder überfallen und er hatte (fast) gar nichts mehr zu rauben. Damit war nicht zu rechnen. Verdammter Mist, das geht gar nicht. Also wurden die Täter wütend, haben ihn vielleicht erst nur etwas gefoltert mit Hieben damit er sein Geldversteck sagt, war aber nix zu holen. Also hat man ihn umgebracht, da er so ja keinen Nutzen mehr bringt. Ist er tot, kann man sich vielleicht zumindest sein Haus unter den Nagel reißen.

    DAS ist die Realität, wenn man tief am campo unter lauter Einheimischen lebt. Ist es immer so? Nein. Aber es kommt vor. Öfter als es die Neuankömmlinge oft wahrhaben wollen. Profis wissen wo man wohnen kann und wie, wenn etwas super billig ist, gibt es einen Grund dafür. Wer euch aber ein Land/Haus andrehen will, der wird es euch das sicher nicht auf die Nase binden. Dann passieren solche Sachen.

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