Mord hat eine Geschichte aus der Vergangenheit

Yataity del Norte: Lilian Ruiz, Staatsanwältin von San Estanislao, ist sich sicher, das Mordmotiv an der Schafzüchterin und den mutmaßlichen Täter zu kennen. Rache kommt in Frage.

Monica Cáceres de Paredes wurde am Mittwochabend erschossen, als sie auf dem Hof nach gestohlenen Schafen suchte. Ihr Ehemann war bei der Tat dabei und identifizierte Ramón Rodriguez als mutmaßlichen Schützen. Er wohnt ebenfalls in der Nähe der Estancia und ist auf der Flucht.

Ruiz betonte, das Problem sei schon vor etwa einem Jahr aufgetaucht. Eladio Rodriguez, Vater von dem mutmaßlichen Täter, beklagte das Verschwinden von fünf Schafen. Diese wiederum fanden sich später im Besitz der Familie Paredes wieder.

Rodriguez wollte die Tiere wieder zurückhaben und bot dafür eine Million Guaranies. Paredes jedoch weigerte sich das Geld zu bezahlen und die Schafe herauszugeben. Das soll nun das Motiv für das Verbrechen gewesen sein.

Wochenblatt / ABC Color

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17 Kommentare zu “Mord hat eine Geschichte aus der Vergangenheit

  1. Paraguay zählt zum Kulturkreis der „Schamkultur“. Das bedeutet, daß eine kriminelle Tat an sich nicht unbedingt total das schlimmste ist, sondern eher die Tatsache, daß der Täter seiner Tat überführt wurde. Die Scham darüber, so naiv oder dumm zu sein sich erwischen zu lassen, sitzt dabei tiefer als die Tat selbst. Das möchte der Täter gerne „löschen“ und sucht dafür einen Ausgleich. Europäer werden das niemals verstehen, wenn sie sich nicht mit dem Begriff „Schamkultur“ auseinander setzen. Wichtig wäre es aber schon, denn viele Zugewanderte sind den Folgen der Schamkultur schon zum Opfer gefallen. Ein weiteres Beispiel wird jeder schon im Straßenverkehr erlebt haben. Sie können vollkommen im Recht sein und erlauben sich nicht mehr als zu hupen. Was passiert: Der Zurechtgewiesene reagiert vollkommen überzogen und böse, mit wüsten Beschimpfungen und Drohungen. Man könnte glauben, er wäre im Recht gewesen. Aber darum geht es nicht – sein Verhalten hat eben mit der Schamkultur zu tun. Oder ein weiteres, harmloses Beispiel: Sie fragen jemanden nach dem Weg und Sie werden eine Antwort bekommen, auch wenn diese völlig falsch ist. Aus Scham, die Frage nicht beantworten zu können, wird der Gefragte eine Antwort geben und wenn sie noch so falsch ist. Auch wird kaum ein Paraguayer einen Fehler zugeben, denn dann müßte er sich ja seiner Unwissenheit schämen. Aus unserer Sicht verrückte Logik, aber so ist das eben im Kreis der Schamkultur. Daher mein Rat an jeden Zugewanderten, konfrontieren Sie einen Einheimischen am besten nicht mit seiner Tat oder seinem Fehler, sondern behandeln Sie ihn wie „ein rohes Ei“. Wer das nicht berücksichtigt, wird über kurz oder lang sein Lehrgeld dafür bezahlen.

    1. Ein weiteres Beispiel: Der Paraguayer fragt nur ganz selten etwas, ein „Wie macht man das?“ oder „Wie funktioniert das?“ hört man nie, stattdessen „No hay problema!“ Er will auf keinen Fall, dass der andere denkt, er wäre „dumm“, das wäre eine große Scham für ihn. So habe ich früher auch gedacht – da war ich aber 14.

    2. Die Schamkultur gilt zu recht als umstritten. Obschon Sie, werter Manni, mehrfach falsche Aussagen gemacht haben und damit konfrontiert wurden, haben Sie sich nie für einen Fehler entschuldigt. Ganz im Gegenteil. Sie verhalten sich wie der von Ihnen zitierte Autofahrer, werden ausfällig und beschimpfen Ihr gegenüber. Das hat mit Werte und Charakter zu tun, nicht mit Schamkultur.

    1. Nein, überhaupt nicht! Lügen, Betrug, Korruption können nicht durch eine „Schamkultur“ gerechtfertigt werden. Das ist eine Frage des menschlichen Anstandes, der Moral und des vorhandenen/nicht vorhandenen Unrechtsbewußtseins. Aber auch die fehlende Werteerziehung im Elternhaus und in den Schulden spielen dabei eine Rolle. Daher kann ich in keinster Weise solches Fehlverhalten entschuldigen – dafür fehlt mir einfach jegliches Verständnis.

  2. @Manni danke für deine Erläuterung,das macht Sinn.Aber die Frage die bleibt ist:Wie soll man mit erlebtem unrecht umgehen?Nehmen wir an ein Arbeiter beklaut dich oder steigt wenn du nicht zuhause bist mit seinen Amigos in dein Haus ein.Der Nette Nachbar von nebenan gibt dir einen Tipp und in den nächsten Wochen siehst du deine Sachen bei hendyla.com angeboten von deinem netten Mitarbeiter.Was würdest du machen?Alles schweigend hinnehmen?Ich kann mich einfach nicht damit anfreunden das man aus Angst vor Rache schweigen soll..

    1. Reden ist silber, doch schweigen ist gold! Bewährt hat sich bei unehrlichen oder gar kriminelle Mitarbeitern folgende Methode: 1.) Von heute auf morgen auf eine distanzierte „Freundlichkeit“ umstellen. 2.) Erwähnen, daß man beklaut wurde und nicht verstehen können, daß es solche unehrlichen und schlechten Menschen gäbe 3.) Einige Tage später ein freundliches Gespräch führen und dem Mitarbeiter erklären, daß man mit seiner Arbeit zufrieden gewesen wäre. Doch stecke man derzeit in finanziellen Nöten (ruhig etwas übertreiben) und könne ihn daher leider nicht mehr weiter beschäftigen. Ihm den restlichen Lohn sowie eine „Entschädigung“ als Trost ausbezahlen. Außerdem ihm versichern, daß man wieder auf ihn zurück greifen wolle, wenn die finanzielle Lage es erlaube. Auf diese Art hat der Paraguayer „sein Gesicht gewahrt“ und kann mit der Kündigung leben. Er weiß unter Garantie was die wirklichen Gründe sind, doch man hat ihn nicht bloß gestellt, daß er sich „schämen“ müßte. Ist der oder die Diebstähle des Mitarbeiters nicht allzu gewaltig bitte gut abwägen, ob es sich wirklich lohnt den unehrlichen Mitarbeiter zu entlassen. Ein neuer Mitarbeiter wird zu 95 % auf Dauer genauso handeln, wenn nicht noch schlimmer. Es bleibt daher im Grund immer das gleiche Problem. Ein als Dieb erkannten Mitarbeiter läßt sich u.U. auf Dauer besser unter Kontrolle bringen weil man ihn und seine Gepflogenheiten immer besser kennt und weiß sich davor zu schützen. So ist das leider im Lande. Ich hatte schon viele Mitarbeiter und weiß sehr wohl von was ich da spreche. Heute lebe ich ohne Mitarbeiter wesentlich ruhiger und sicherer und ohne Streit. Bin mit allen distanziert freundlich, aber mein übersichtliches Grundstück ist wie eine rote Linie die niemand übertreten darf. Für die Nachbarn bin ich damit sicherlich ein sehr unterkühlter, nicht einschätzbarer und komischer Alemano, doch das ist mir schnuppe. Ich jedenfalls lebe seither ohne jegliche Probleme.

      1. wirklich gute Tipps- mal ganz ohne Ironie ! Aber da muß man tatsächlich ein paar (!) Jahre hier verbracht haben, um dies so „locker“ hinzunehmen. Ein paar Unterschiede in der Mentalität, in der Erziehung, im gesamten Weltbild sind da schon zu überwinden.
        Armut heißt nicht zwangsläufig Dummheit. Was aber, wenn grundlegende Charaktereigenschaften vollkommen jedem gemeinschaftlichen Zusammensein zuwieder laufen ? Mit Sicherheit war ich nicht der beliebteste Arbeitnehmer bei meinen Chefs (bei einigen kam ich aber sehr nahe), aber ein ganz (ganz) klein wenig Loyalität kann man doch erwarten ? Wenn ich im Geld schwimmen würde, heißt das automatisch, das es unter den Nachbarn verteilt werden muss ? Wieso gehört den Paraguayern alles, was sie sehen – geben aber gar nicht so gern was ab ? Und wenn – solche (für mich) teuren Geschenke habe ich noch nie bekommen. getreu dem Motto „Wir laden Dich zum Assado ein, den Mandioka besorgen wir…

        1. Ausländer sind in den Augen der Paraguayer zwar naive Gringos (manche geben sich aber auch tatsächlich so!) ohne Haltung und Würde, aber ansonsten immer reich mit einer Bankautomatenkarte die es ermöglicht auf eine nicht enden wollenden Geldquelle zurück zu greifen. Daher besser hier „tief stapeln und immer jammern“ Wer aber großherzig Geschenke verteilt und Paraguayer verköstigt, ein tolles großes Auto fährt usw., erweckt zwangsläufig den Eindruck daß er über viel verfügt. Und das geht schnell über den Buschfunk in alle Richtungen. Darum bleibe man lieber zurück haltend, aber natürlich freundlich ohne deren Amigos sein zu wollen. Und noch etwas: Wer meint, sich das Gejammere der Einheimischen über fehlendes Geld, fehlende Klamotten für deren Kinder und die Versorgung eines Familienmitgliedes anhören zu müssen tappt bereits in die Falle. So wird man in deren Intimkreis hinein gezogen und kann sich nur noch unschwer´einer Bitte um Unterstützung und Hilfe entziehen!!!!!

      2. Jetzt muss ich aber auch mal die vielgestellte Frage einwerfen ?…..Wieso lebst Du noch hier. Wenn mein Leben hier aus Ängsten und Misstrauen bestehen würde, wären bereits im nächsten Monat die Koffer gepackt und ich würde mir eine neue Herausforderung suchen. Aber SO leben, nein, das möchte ich niemals wollen. !!!!!!!……………………………ausserdem wüsst ich mal gern, wo da manch einer noch einen guten Tipp herausgelesen hat.

        1. Auf diese immer wieder kehrende gleiche dumme Frage muß man ja nun wirklich keine Antwort mehr geben. Habe das bereits mehrfach ausführlich getan und dafür überwiegend Zustimmung erhalten. Entweder Sie haben das nicht gelesen oder Sie ignorieren die Fakten.

  3. Noch nie so ein feiges jämmerliches Geheule gelesen! Wenn jemand klaut fliegt er raus ohne wenn und aber. Aber genau so habe ich mir das vorgestellt: über alles und jeden herziehen und im eigenen Bereich jämmerlich den Schwanz einziehen und kuschen. Du kommst bestimmt dereinst direkt in den Himmel, denn Du lebst jetzt schon in der Hölle!! Viel Spaß noch weiterhin!

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