Mückenbrutplätze: 5 Jahre Haft drohen Immobilienbesitzern

Asunción: Die Staatsanwaltschaft kündigte an, dass die Eigentümer von verlassenen Immobilien oder Häusern, die als mögliche Dengue-Brutstätten dienen, verwaltungsrechtlichen Sanktionen und der Einleitung von Strafverfahren ausgesetzt sind, die von einer Geldstrafe bis zu 5 Jahren Gefängnis reichen.

Die Maßnahmen wurden nach der Bildung des Arbeitstisches vergangener Woche beschlossen. Bei dem Meeting waren Vertreter aus der Generalstaatsanwaltschaft, des Ministeriums für öffentliche Gesundheit, Umweltministeriums, der Behörde für die Bekämpfung der Malaria (Senepa), des Ministeriums für nationale Notfälle, der Kommunen, der Nationalpolizei und dem Innenministerium vertreten.

Nachbarn, die Kenntnis von solchen Ereignissen haben, können ihre Anzeigen in den entsprechenden Stadtverwaltungen einreichen. Es werden auch Handynummern für Anfragen zu diesem Thema eingerichtet. Sie werden in Kürze für jede Gemeinde verfügbar sein.

Auch über das Notruf System 91, das die eingegangenen Anzeigen entgegennimmt, um diese an jede Stadtverwaltung weiter zu leiten.

Das Umweltministerium hat mit dem Erlass Nr. 10 vom Januar eine Reihe von Vorschriften für die Beseitigung fester Abfälle erlassen.

In Artikel 7 des Beschlusses heißt es: „Jeder Eigentümer, der ein Grundstück im Stadtgebiet besitzt, in dem das Ministerium für öffentliche Gesundheit und Soziales eine Dengue-Epidemie festgestellt hat, muss innerhalb eines Zeitraums von 5 Tagen nach Veröffentlichung dieser Entscheidung eine Reinigung der Grundstücke durchführen. In diesem Fall werden solche Immobilienbesitzer der Staatsanwaltschaft gemeldet, falls sie dieser Aufforderung nicht nachkommen“.

Bei brach liegenden Grundstücken und leerstehenden Häusern werden die Eigentümer in den Stadtregistern ermittelt und innerhalb von 24 bis 48 Stunden erhalten sie eine Aufforderung zum Reinigen der Liegenschaften. „Die Nichteinhaltung dieser Bestimmung ist für die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen die Eigentümer von Belang“, heißt es weiter im Artikel 7.

In Fällen von verlassenen Häusern oder bewohnten Orten mit hohem Larvenbefall, in denen die Bewohner nicht mitwirken, werden sie auf gerichtliche Anordnung durchsucht und die Eigentümer bestraft.

Die öffentlichen Gemeinschaftsräume werden von den Kommunen für die anschließende Reinigung kartiert.

Die Bürger werden darauf hingewiesen, dass die Verantwortung für die Reinigung eines privaten Eigentums allein bei den Eigentümern, Bewohnern und Mietern liegt. Um die Anwendung öffentlicher Gewalt und gerichtliche Verfahren zu vermeiden, ist eine extreme Zusammenarbeit erforderlich.

„Das Land befindet sich angesichts der Ausbreitung der Dengue-Krankheit, die durch die Mücke Aedes aegypty übertragen wurde, in einer heiklen sozialen Situation. Die Konsequenz einer nicht sofortigen Anwendung konkreter Maßnahmen kann für viele Bürger tödlich sein“, heißt es in der Presseerklärung des Umweltministeriums.

Wochenblatt / La Nación / Foto Archiv

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10 Kommentare zu “Mückenbrutplätze: 5 Jahre Haft drohen Immobilienbesitzern

  1. Als erstes sollten die Gemeinden sich mal ihre Gräben ansehen, wo das Wasser nach dem Regen noch wochenlang drin steht. Statt vernünftige Wasserdrainagen zu bauen, wird lieber das ganze Geld veruntreut und die Grundstücksbesitzer sollen Strafe zahlen, wenn ein alter Autoreifen herumliegt. Dabei steht das ganze Wasser um die Grundstücke herum und weniger auf den Grundstücken. Die angeln sogar Aale in den Gräben, ekelhaft.

  2. Viel Staub um nichts. Hier ist heute so ein Komitee vom Krankenhaus von Haus zu Haus unterwegs und reden ueber Kaisers Bart. Die fettleibigen Damen werden wohl bald schlapp machen.

  3. Aus Sorge um die Bürger wird sicher nicht nachgeschaut, denn dann würde man besser für Ordnung im Straßenverkehr sorgen wegen der vielen Verkehrstoten täglich ( mehr als durch Dengue sowieso).
    Da könnte ein anderer Plan hinter sein. Kontrolle/ Notiz was sich auf den Grundstücken so wertvolles befindet.
    Besonders die Ausländer sind da interessant, denn bei denen gibts am meisten zu holen und diese verreisen auch gerne mal oder vermieten.

  4. Die Massnahmen wurden nach der Bildung des ARBEITSTISCHES (Arbeitstisch und Paraguay passen nicht zusamme) vergangener Wochen beschlossen.Bei dem MEETING waren Vertreter aus der GENERALSTAATSANWALTSCHFT, des Ministeriums fuer oeffentliche GESUNDHEIT, UMWELTMINISTERIUM, der Behoerde fuer die bekaempfung der MALARIA(SENEPA), des Ministeriums fuer nationale NOTFAELLE, der KOMMUNEN, der NATIONALPOLIZEI und dem INNENMINISTERIUM vertreten.Es fehlt das Ministerium fuer GEFAENGNISSAUSBRUECHE, das Ministerium fuer RECHTSSPRECHUNG (Cartes, Irun,Daher und Arrom und Marti)

  5. Wieder mal tolle Maßnahmen, Beschüsse, Weisungen an die Bevölkerung hiesig Behörden. Vor allem man könne irgend welche Nummern anrufen. Mal im Ernst: Was mein Nachbar auf seinem Hinterhof treibt geht niemanden was an.
    Weit über 80% der Dengue-Fieber-Patienten treten in Gran Asuncion auf. Warum? Ein riesiger, ab 17 Uhr und ab 5 Uhr brennender Müllhaufen.
    Des Weiteren lassen sich die Mücken nicht ausrotten. Moskitos gibt es seit Jahrtausenden. Die Ägypter-Mücke (nur die Weibchen) trägt den Virus erst dann in sich, wenn sie jemanden sticht (einen Mensch), der bereits infiziert ist, dabei gestört wird und einen andren, gesunden Menschen sticht. So viel ich weiß. Dabei wird der gesunde Mensch infiziert. Die Mücken ernähren sich von Früchten und brauchen Blut nur zur beschleunigten „Schwangerschaft“. Können also auch gut ohne Blut ihre Imagios setzten. (frei aus Zentralhirn zitiert. Wenn Sie es ganz genau wissen möchten, dann gookeln Sie danach).
    Will damit sagen – Mücken lassen sich auch mit alljährlich Weisungen hiesig Behörden nicht dezimieren. Vor allem dann nicht, wenn doch jeder tun und lassen kann, was er will. Da muss man schon ein paar weniger-gute-Amigos haben, dass einem jemanden anzeigt.
    Stattdessen sollten die Behörden mal zusehen, dass nicht jeder Haushalt seine Kloake (ja ok, Kloo-ake verboten, nicht aber sonstig Wasser wie vom Waschbecken, Pool etc.) auf die Straße ablässt und eine Müllverbrennungsanlage für das Land bauen. Nur eine einzige bitte.

  6. 5 Jahre Haft!! Für eine Mückenbrutstätte??!! Eine perfide Idee zur ENTEIGNUNG für mich, sonst nix!!
    Denn anders macht do ein Beschluss keinen Sinn, denn nach nur zwei REGENTAGEN stehen Tage oder meist eher Wochen Pfützen überall im Ort und in den Gräben in Öffentlichen Straßen ( selbst erlebt).
    ALSO perfekte Mückenbrutstätten ohnehin. So, was soll das ganze jetzt Immobilienbesitzer zu terrorisieren? Und bei den meisten Einheimischen gibt es sowieso kein Geld zu holen außer bei den Neueinwanderern.
    Die Gefängnisse sind ohnehin überfüllt und dafür Haft? Lächerlich.

    1. mir ist nicht klar in welchem Paraguay du lebst? In meinem Paraguay gibt es einige Einheimische die sich über die paar Kröten, die die Systemmigranten mitbringen kaputtlachen. Ist zwar die Minderheit unter den Py`lern, in der absoluten Zahl aber deutlich mehr, wie Migranten.

      1. Lissy ist vielleicht ein wenig paranoid aber das ist besser, als zu gutgläubig. Bist du sicher, dass du in „deinem Paraguay“ lebst? Du scheinst nämlich keinen Schimmer zu haben.

      2. @Werner

        Die reichen und gebildeten Py’ler wollen teilweise auch mitverdienen an dem Zustrom der Europäer mit ihren gefüllten Konten. Besonders die Notare, Immobilienverkäufer etc.
        Und wenn man mal Tacheles mit den Ärmeren spricht, kommt ans Licht was sie in Wirklichkeit denken, nämlich das die Europäer IHRE besten Stücke Land ihnen wegnehmen.
        Sie sehen es weiterhin als ihr Land, sogar die nettesten denen man Brot und Arbeit gab. Sie vorbildlich behandelte, doch das ist egal. Reden sie doch bitte in ihrem Paraguay mal offen mit den Einheimischen, dann weiß man wo die Reise eines Tages hingeht.

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