Nach 11 Jahren Freispruch für Polizisten, die einen mutmaßlichen Verbrecher erschossen

Villarrica: Ein Berufungsgericht sprach drei Polizisten von Schuld und Strafe frei, die angeklagt waren, einen Mord begannen zu haben. Das Opfer war ein mutmaßlicher Verbrecher.

In einer mündlichen und öffentlichen Verhandlung entschied das Gericht, bestehend aus den Richtern Paternio Vera, Nancy Roa und Elida Bogado einstimmig, die Angeklagten freizusprechen. Es handelt sich dabei um die Polizisten Aureliano Báez, Mayor Bartolo und Mayor Óscar Rodríguez.

Die Uniformierten wurden von der Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt, nachdem sie während einer bewaffneten Verfolgungsjagd Adam Isaías Dávalos mit einem Kopfschuss getötet hatten.

Nach den Ermittlungen der Anklagebehörde ereignete sich der Vorfall am 17. Juli 2007, als das Opfer in der Gesellschaft von Álvaro Bareiro und zwei weiterer unbekannten Personen an einer Tankstelle in der Stadt Mbocayaty (Guairá) einen Überfall verübten. Sie flohen in einem Auto.

Die Kriminellen wurden vom Besitzer der Tankstelle und dem Leiter der örtlichen Polizeiwache, Milciades Argüello, verfolgt. Er meldete den Vorfall der Polizeieinheit in Villarrica. Báez, Bartolo und Rodríguez errichteten eine Straßensperre, um die Verbrecher abzufangen. Sie ignorierten aber diese Barriere und durchbrachen sie.

Aufgrund dessen kam es zu einer Verfolgungsjagd mit Schusswechsel, bei denen einige Kugeln die Reifen des Tatfahrzeuges trafen. Danach setzen die Räuber ihre Flucht zu Fuß fort. Adam Dávalos (das Opfer) versuchte den Zaun eines Friedhofs zu überspringen, blieb jedoch hängen. In der Mitte des Kreuzfeuers traf ihn ein Schuss in den Kopf. An der Stelle wurde Álvaro Bareiro festgenommen, während die beiden anderen Komplizen flüchteten konnten.

Bartolo sagte, er sei glücklich und erleichtert mit der Entscheidung des Gerichts, fügte jedoch an, dass er ein Jahr in Untersuchungshaft gewesen sei und elf Jahre psychologische Folter für die Dauer des Prozesses habe in Kauf nehmen müssen.

In Bezug auf den Vorfall erklärte Bartolo: „Wir legen großen Wert auf die Staatsbürgerschaft. Das unglückliche Ereignis ist während unserer Arbeit eingetreten, wir sind unschuldig. Viele haben uns als Mörder bezeichnet, was sehr unfair war. Die Leute wissen nicht, dass wir jeden Tag mit Drogenabhängigen, Räubern, Alkoholikern und weiteren Verbrechern kämpfen müssen“.

Der Präsident und Rechtsanwalt des Polizeiverbandes von Guairá (APG), Feliciano Acosta sagte, dass sie von Anfang an die Unschuld ihrer Polizeibeamten geglaubt haben, wobei berücksichtigt worden sei, dass der Vorfall bei einer Verfolgungsjagd nach den Verbrechern stattgefunden habe, die gerade eine Tankstelle überfallen hatten.

„Die Polizei hat hier nicht gewonnen, aber die gesamte Staatsbürgerschaft in Guairá, denn die Polizisten müssen in solchen Fällen schnell handeln. Sie müssen ihre Arbeit machen und die Bürger verlangen, dass sie sie richtig machen. Heute können wir sagen, dass in Paraguay Gerechtigkeit herrscht“, sagte Acosta.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Nach 11 Jahren Freispruch für Polizisten, die einen mutmaßlichen Verbrecher erschossen

  1. Was für ein Rechtsstaat! Wieder so ein Fall von vielen gleichartigen Fällen. Unglaubliche 11 Jahre dauert es, bis ein Gericht endlich zu einem Urteilsspruch kommt. Was treiben die Richter und Staatsanwälte eigentlich, daß sie so lange dafür benötigen. Es geht ja letztendlich um Menschenschicksale. Man mag sich gar nicht vorstellen, was die Angeklagten in diesen 11 Jahren alles durch machen mußten. Und die Politik? Weiß das, sieht das und ändert an einem solchen kranken Justizsystem nichts. WARUM NUR?

  2. „Recht“ in Py bekommt derjenige, welcher das Geld auf den Richtertisch legt, daran gibts nichts zu deuten! Man mache sich also deswegen keine falschen Illusionen im Falle eines Rechtsstreits!

  3. ja geld regiert hier das justizsystem … egal in welcher art … der der hat der hat recht … der der nichts hat hat nicht recht auch wenn er im recht sein mag… willkommen im korruptensumpf

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