Nach drei Tagen Streik erhalten 93.000 Lehrer Mindestlohn für 4-Stunden Turnus

Asunción: Der neue Minister für Bildung, Víctor Ríos verkündete freudig die Nachricht auf dem Platz vor dem Kongress. Nach einer erneuten Berechnung des Parlaments stimmt nun die staatliche Seite zu den Dozenten Mindestlohn für täglich 4 Stunden Arbeit zu zahlen.

Da die Haushaltsvergrößerung des Ministeriums von beiden Kammern gebilligt wurde ist der Weg frei für höhere Löhne. Ab dem kommenden Jahr sind so die Mindestlöhne in den Haushaltsplan aufgenommen. Seit Montag streikten die Lehrer von 99% aller Lehreinrichtungen.

Am gestrigen Dienstag lehnten sie ein Angebot von 9% mehr Lohn ab und forderten weiterhin 20% mehr. Heute Morgen sprachen sie von einem kommenden Streik ohne definiertes Ende.

Nach dutzenden „Bicentenario“ Umzügen, Fortbildungskursen und Streiks mal abgesehen vom Regen wird es wie jedes Jahr unmöglich, die verpassten Unterrichtstage aufzuholen.

(Wochenblatt)

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1 Kommentar zu “Nach drei Tagen Streik erhalten 93.000 Lehrer Mindestlohn für 4-Stunden Turnus

  1. Meine Prognose hat sich besteitigt. Der Polit-Oportunist Victor Rios wird von Lugo als Kandidat der liberalen Partei aufgebaut. Früher stritt man wochenlang wegen einer Lohnerhöhung von 10 Prozent. Jetzt mit Victor Rios geht es ruck zuck, fast 25 Prozent Lohnerhöhung, obwohl laut Borda kein überflüssiges Geld in der Kasse ist. Aber Lugo muss ja Victor Rios als den grossen Macher profilieren.

    Noch ein paar Anmerkungen:

    Seit August 2008, als er Abgeordneter wurde, kassiert Rios jeden Monat das Gehalt des Rektors der Universidad Nacional de Pilar, da er -con permiso- ist. Offensichtlich will er auch als Minister auf diesen Extra-Gehalt nicht verzichten. Nur etwa 30 Prozent der Arbeitnehmer verdienen -salario minimo-,aber bei 48 und mehr Stunden pro Woche und 2-3 Wochen Urlaub. Da ist der Mindestlohn bei 20 Std. und fast 3 Monate Urlaub doch ein Privileg. Noch dazu haben viele 2 Turnusse, also jetzt ungefähr 3.300.000 Gs. brutto. Und bei den Tests fallen über die Hälfte durch. Es wäre besser mehr Leistung, mehr lohn. Doch die wahlen 2013 sind für Lugo und Rios viel wichtiger.

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