Nach drittem Raubüberfall innerhalb von 18 Monaten: Händler gibt auf

Encarnación: Die zunehmende Unsicherheit hat den Handelssektor der Stadt erneut hart getroffen. Ein Unternehmer kündigte die endgültige Schließung seines Geschäfts an, nachdem er in nur anderthalb Jahren zum dritten Mal Opfer eines Raubüberfalls wurde.

Der jüngste Vorfall ereignete sich am Mittwochnachmittag vergangene Woche gegen 18:20 Uhr in der Straße Teniente Arzamendia im Viertel Buena Vista von Encarnación, direkt vor dem Gelände, auf dem die Lastwagen der Nationalen Schifffahrts- und Hafenbehörde (ANNP) parken.

Nach Aussage des Opfers trafen vier Kriminelle an Bord eines grauen Autos am Tatort ein. Mindestens zwei von ihnen stiegen aus dem Fahrzeug, überwältigten den Wachmann und drangen in das Lokal ein. Dort bedrohten sie den Eigentümer und weitere anwesende Personen mit Schusswaffen, bevor sie die Einnahmen und andere Wertgegenstände entwendeten.

Zutiefst getroffen von der Situation erklärte der Händler, dass er beschlossen habe, seine Türen endgültig zu schließen. Er versicherte, dass die wiederholten Sicherheitsvorfälle und das Ausbleiben von Ergebnissen bei den früheren Ermittlungen dazu geführt haben, dass er seinen Seelenfrieden und die Lust am Weiterarbeiten verloren hat.

Die Schließung des Geschäfts wird auch arbeitsrechtliche Folgen haben, da mehrere mit dem Unternehmen verbundene Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren werden.

Bislang hat das Opfer keine neue Anzeige erstattet. Der Händler begründete dies mit seinem Misstrauen gegenüber dem System, da es nach den vorherigen Überfällen keinerlei Nachverfolgung durch die Behörden gegeben habe und auch keine Festnahmen im Zusammenhang mit den Taten erfolgt seien.

Wochenblatt / Vision Comunicaciones

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