Asunción: Der Strafrechtler Alejandro Vera treibt eine Gesetzesinitiative voran, die deutlich strengere Sanktionen für die Misshandlung und Tötung von Tieren vorsieht. Der Jurist begründet seinen Entwurf damit, dass der derzeitige gesetzliche Strafrahmen unzureichend sei und keine ausreichende Abschreckung biete.
Die Initiative gewinnt vor dem Hintergrund mehrerer schwerwiegender Vorfälle im Landesinneren an Dynamik, die die Debatte über die Wirksamkeit der aktuellen Gesetzgebung erneut entfacht haben. Als alarmierendes Beispiel nannte Vera, dass innerhalb der letzten 40 Tage allein drei Fälle von Zoophilie (sexueller Missbrauch von Tieren) bekannt wurden. Ein Fall ereignete sich im Departement Caaguazú, wo sich ein Täter beim sexuellen Missbrauch seiner Hündinnen filmte und das Material anschließend verbreitete. Durch eine Anzeige der Tierschutzorganisation Pata Patrulla aus Coronel Oviedo konnte der Mann festgenommen und umgehend angeklagt werden. Zwei weitere Vorfälle wurden aus Emboscada und Coronel Oviedo gemeldet.
Der Rechtsanwalt warnte zudem vor den langfristigen Folgen für die betroffenen Tiere, die schwere Traumata davontragen. Aus diesem Grund zielt der Gesetzesentwurf nicht nur auf eine strengere Bestrafung ab, sondern soll auch verhindern, dass extrem grausamen Handlungen durch zu geringe Strafmaße oder verfahrensrechtliche Schlupflöcher die Schärfe genommen wird.
Das Vorhaben deckt sich mit den wachsenden Forderungen von Tierschützern und Experten: Wenn das Gesetz nicht an die Schwere der Taten angepasst wird, findet Tierquälerei weiterhin Nährboden. Ziel der Initiative ist es nun, den gesellschaftlichen Druck in ein strengeres und konsequenter anwendbares Recht umzumünzen.
Wochenblatt / Megacadena















